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Statistik: Der Trend zu Gymnasien ist ungebrochen

WIESBADEN. Der Trend zum Gymnasium hält an. Zum Schuljahr 2014/2015 wechselten von 661 600 Viertklässlern 40 Prozent an diese weiterführende Schule, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Zehnjahresvergleich erhöhte sich laut Statistik die Übergangsquote zu Gymnasien um vier Prozentpunkte.

Rund 17 Prozent starteten an einer Realschule in die fünfte Klasse, 15 Prozent an einer Integrierten Gesamtschule und nur rund 8 Prozent an einer Hauptschule. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der Hauptschulen um zwölf Prozentpunkte, der Anteil der Realschulen um sieben Punkte zurück. Parallel zum starken Ausbau der Integrierten Gesamtschulen erhöhte sich die Übergangsquote dorthin um acht Prozentpunkte, wie Destatis mitteilte.

Das Schuljahr in Bayern steht noch ganz am Anfang, der Streit um die Abiturzeit geht weiter. Foto: Peter Gugerell / Wikimedia Commons

Das Gymnasium ist von immer mehr Schülern das Wunschziel. Foto: Peter Gugerell / Wikimedia Commons

Insgesamt sind die Zahlen der einzelnen Bundesländer nur begrenzt miteinander vergleichbar, da sich die Schulstrukturen teils deutlich voneinander unterscheiden. In vielen Ländern wechselten die Grundschüler etwa auf eine Integrierte Gesamtschule, behielten aber das Abitur im Blick, wie die Statistiker mitteilten. In Berlin und Brandenburg müssen sich die Grundschüler erst nach der sechsten Klasse für eine weiterführende Schule entscheiden.

In Hamburg gingen laut Destatis mehr als die Hälfte der Grundschüler nach der Vierten auf ein Gymnasium, besonders hoch war der Anteil auch in Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen-Anhalt. Unter den Ländern, in denen sich das Schulsystem mit der fünften Klasse auffächert, hatte Bremen mit 28 Prozent die niedrigste Übergangsquote an Gymnasien. dpa

2 Kommentare

  1. Bei durchschnittlich 40% darf grundsätzlich von „Hauptschule plus“ gesprochen werden – damit endlich der überkommene Begriff „Gymnasium“ ad acta gelegt werden kann.

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