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Verband Niedersächsischer Lehrkräfte: Nichtbesetzung von Schulsozialarbeiterstellen unverständlich

HANNOVER. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR) hat Sozialarbeiter für alle Schulen des Landes gefordert. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es: „Auf Unverständnis ist beim Verband Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL/VDR die Mitteilung des Kultusministeriums gestoßen, nicht alle hundert ausgeschriebenen Schulsozialarbeiterstellen an Grundschulen zu besetzen. Die dadurch nicht ausgeschöpften Mittel sollen in diesem Haushaltsjahr im berufsbildenden Bereich für das Projekt „Sprach- und Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge von 16 bis 21 Jahren (SPRINT)“ verwendet werden. Der VNL/VDR fordert die Verwendung der noch freien Mittel für die Einstellung weiterer, dringend benötigter Schulsozialarbeiter an den weiterführenden Schulen.“

„Wir sind sehr verwundert, dass sich die Besetzung der Schulsozialarbeiterstellen im Grundschulbereich, für die bereits im letzten Haushaltsjahr Gelder zur Verfügung gestanden haben, so lange hinauszögert hat und offensichtlich nicht alle Stellen besetzt werden sollen. Auch wenn das SPRINT-Projekt ein sehr sinnvolles ist, muss doch festgestellt werden, dass an den weiterführenden Schulen wie den Realschulen, Oberschulen und Gymnasien schon jetzt und nicht erst zukünftig ein sehr großer Bedarf an Schulsozialarbeitern besteht. Statt diese Stellen nach der bisherigen Planung frühestens ab dem nächsten Haushaltsjahr zur Verfügung zu stellen, sollte die Gunst der Stunde genutzt werden und Besetzungen vorgezogen werden. Die Schulen wären sehr dankbar dafür“, so der VNL/VDR – Landesvorsitzende Manfred Busch.

Der VNL/VDR vertritt die Auffassung, dass alle Schulformen so schnell wie möglich mit einer ausreichenden Anzahl von Schulsozialarbeiterstellen ausgestattet werden müssen. Schulsozialarbeit ist unabhängig von der Flüchtlingsfrage zu einem ganz wichtigen und notwendigen Bestandteil an Schulen geworden. Der VNL/VDR fordert grundsätzlich eine rasche Besetzung der notwendigen Schulsozialarbeiterstellen an allen Schulen. „Noch gibt es qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber auf dem Markt. Das sinnvolle SPRINT-Projekt braucht deshalb nicht vernachlässigt zu werden. Es sollte jedoch kein Loch mit einem anderen gestopft werden“, so Busch.

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