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Ironischer Kommentar der GEW: Bei einer EM der Bildungsausgaben hätte Deutschland keine Chance – „Nach der Vorrunde raus!“

KIEL. Die GEW Schleswig-Holstein hat die Fußball-Europameisterschaft zum Anlass genommen, die Bildungsausgaben der Teilnehmer zu vergleichen – und kommt zu bemerkenswerten Ergebnissen: „Raus in der Vorrunde! Raus gegen fußballerische Großmächte wie Polen, Ukraine und Nordirland. Das ginge gar nicht. Die nationale Katastrophe wäre perfekt.“ Allerdings, so gibt die Gewerkschaft ironisch Entwarnung: „Aber malen wir den Teufel nicht an die Wand. Denn es geht hier nicht um die Fußballkünste unserer Nationalspieler, sondern nur um ein eher beiläufiges Thema, bei dem Deutschland kein Bein auf die Erde kriegt: die öffentlichen Bildungsausgaben.“

Zu bejubeln gäb's für die Fans nix - wenn's nach den Bildungsausgaben ginge. Foto (vom World-Cup 2006): Arne Müseler / www.arne-mueseler.de / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

Zu bejubeln gäb’s für die Fans nix – wenn’s nach den Bildungsausgaben ginge. Foto (vom World-Cup 2006): Arne Müseler / www.arne-mueseler.de / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

Während im Lande des ersten Gruppengegners der deutschen Mannschaft, der Ukraine, 6,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung ausgegeben wird*, kommt Deutschland nur auf mickrige 4,8 Prozent. Das reicht auch nicht um sich gegenüber Polen (4,9 Prozent) und Nordirland (5,8 Prozent) zu behaupten.  „Also: Aus in der Vorrunde!  Raus mit Schimpf und Schande!“, so schreibt die GEW.

Und teilt weiter mit: „Den Titel holt sich übrigens Island: ein Land voller gebildeter Menschen, das wir fälschlicherweise immer nur mit Fisch, Ponys, Geysiren und Vulkanen mit unaussprechlichen Namen verbinden. Trotz Bankenkrise lassen sich die  Nachkommen der Wikinger die Bildung satte 7,0 Prozent des BIP kosten. Der einsamen Insel im Nordatlantik am nächsten kommen neben der schon erwähnten Ukraine (6,7 Prozent), Schweden (6,5 Prozent) und Belgien (6,4 Prozent). Zwischen diesen Ländern und Deutschland liegen bei den Bildungsausgaben bezogen auf das BIP Welten.“ Die Gewerkschafter: „Freuen wir uns also, dass es in Frankreich um Fußball und nicht um Bildungsausgaben geht. Die Abende vor dem Fernseher oder beim Public Viewing  würden sonst nämlich zu einer deprimierenden Angelegenheit.“ N4t

Ein Kommentar

  1. Wir haben gut gespielt. Wir spielen immer gut.

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