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VBE appelliert an Eltern: Trotz EM Schule nicht aus dem Blick verlieren

STUTTGART. Die Fußballeuropameisterschaft fällt in die „heiße Phase“ des Endspurts um gute Zeugnisnoten in der Schule. Der VBE appelliert an Lehrer, Verständnis für etwas übermüdete oder unkonzentrierte Fußballfans aufzubringen, fordert aber Eltern und Schüler auf, wegen „der schönsten Nebensache der Welt“ nicht die wichtige­ren Dinge des Lebens ganz außer Acht zu lassen und vor allem jetzt noch anste­hende Lernzielkontrollen für das Jahreszeugnis Ende Juli nicht aus dem Blick zu verlieren, also auch für genügend Lernzeiten und Schlaf der Schüler zu sorgen.

Schüler solllen sich von den Fußballnationalspielern inspirieren lassen, findet Warminski-Leitheußer. (Foto: Awaya Legends/Flickr CC BY-SA 2.0)

Viele Spiele finden spätabends statt – schlafraubend für so manchen Schüler. (Foto: Awaya Legends/Flickr CC BY-SA 2.0)

In einer Pressemitteilung des VBE Baden-Württemberg heißt es: „Fußball spricht immer noch alt wie jung gleichermaßen an, und auf dem Schulhof wer­den nicht nur die Sammelbilder der Stars auf dem Rasen getauscht, sondern auch heftig über Spielzüge, Tagesform der Ballkünstler und die Entscheidungen der Schiedsrichter diskutiert. Dass die Europameisterschaft in die heiße Phase des Schuljahres um den Kampf um bessere Zeugnisnoten fällt, könnte sportbegeisterten Schülern leicht zum Verhängnis werden, denn es stehen in der Regel bei den meisten noch Klassenarbeiten, Lernzielkontrollen, Referate und Präsentationen an, die die Jahresnoten positiv oder negativ beeinflussen könnten.

Der VBE rät allen Schülern, den Motivationsschub, den so eine Meisterschaft mit sich bringt, auch auf das schulische und häusliche Lernen zu übertragen und zum Schuljahresende noch einmal alles zu geben, um solche Höchst­leistungen im Klassenzimmer zu bringen, wie sie auch von den Fußballstars auf dem Spielfeld erwartet werden. Gleichzeitig appelliert der VBE an alle Lehrer, Verständnis für möglicherweise durch Siegesfeiern übernächtigte Schüler aufzubringen, und Klas­senarbeiten, wenn es sich stundenplantechnisch vermeiden lässt, nicht gerade in der ersten Unterrichtsstunde zu schreiben, wenn der Kreislauf noch nicht auf Hochtouren laufen sollte.

Ansonsten begrüßt der VBE, dass internationale sportliche Ereignisse hel­fen, das soziale Miteinander in der Schule weiter einzuüben, sich gemeinsam zu freuen, zu trösten und nicht vergessen zu lassen, dass des einen Freud, des anderen Leid bedeuten müsse, sollte das Fußballspiel nicht unentschieden ausgegangen sein und bei­de Fangemeinden gemeinsam trauern oder jubilieren dürfen.“

Zum Bericht: Ironischer Kommentar der GEW: Bei einer EM der Bildungsausgaben hätte Deutschland keine Chance – „Nach der Vorrunde raus!“

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