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Abiturreform: Landesschülerrat will weniger Hauptfächer

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Brodkorb zeigt sich bei der Reform des Abiturs im Nordosten den Vorschlägen des Landesschülerrats gegenüber offen. Eine Entscheidung wird es aber so schnell nicht geben.

Im Zuge einer Reform des Abiturs plädiert der Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommerns dafür, die Zahl der Hauptfächer im Abitur künftig deutschlandweit auf höchstens vier zu begrenzen. Dieser Vorschlag sei vom Bildungsministerium aufgegriffen und von der Kultusministerkonferenz im Juni im Grundsatz gebilligt worden, wie das Ministerium mitteilte. Die neue Regelung soll für Schüler der gymnasialen Oberstufe gelten, die 2018 die Klasse 10 beginnen.

Bei der Reform des Abiturs in Mecklenburg-Vorpommerns deuten die Zeichen derzeit auf weniger Fächer, aber strengere Bewertungen. Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Bei der Reform des Abiturs in Mecklenburg-Vorpommerns deuten die Zeichen derzeit auf weniger Fächer, aber strengere Bewertungen. Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Bei einem Treffen mit Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) schlug der Landesschülerrat vor, dass die Gymnasiasten weiterhin sowohl Mathematik als auch Deutsch verpflichtend als Hauptfächer belegen. Dies würde eine gute Allgemeinbildung sichern. Die beiden weiteren Hauptfächer sollten möglichst frei gewählt werden können.

Darüber hinaus wünschte sich der Landesschülerrat die teilweise Wiedereinführung eines Leistungskurssystems – zumindest in den Kernfächern Deutsch und Mathematik. Brodkorb sagte zu, diesen Vorschlag zu prüfen. Die Leistungskurse könnten dann wie früher in fünf Wochenstunden unterrichtet werden, die Grundkurse in drei oder vier. Eine abschließende Entscheidung werde es in der laufenden Legislaturperiode voraussichtlich aber nicht mehr geben, sagte er. Am 4. September wird der Landtag neu gewählt.

Hintergrund der Reformbestrebungen sind Bemühungen zur besseren Vergleichbarkeit des Abiturs in den Bundesländern.Die Reform des Abiturs im Land soll spätestens ab dem Schuljahr 2018/19 für die Schüler gelten, die dann die zehnte Klasse besuchen. Derzeit haben in Mecklenburg-Vorpommern die Gymnasiasten in der Oberstufe sechs Hauptfächer. (dpa)

• zum Bericht: Schritte zur Harmonisierung? In Sachsen-Anhalt wird das Abitur einfacher, in Mecklenburg-Vorpommern – schwerer

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