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Anschlag von Linksextremisten? Berliner Schule unter Wasser gesetzt

BERLIN. Die Abflüsse waren verstopft und alle Wasserhähne aufgedreht. Was zunächst wie ein missglückter Abi-Streich aussah, könnte sich als Anschlag mit linksautonomem Hintergrund erweisen. Am betroffenen Berliner Gymnasium fällt am Montag der Unterricht aus.

Unbekannte haben ein Berliner Gymnasium unter Wasser gesetzt, so dass der Unterricht am Montag ausfällt. Die Schüler wurden bereits am Freitag früher nach Hause geschickt, wie das Beethoven-Gymnasium in Berlin-Lankwitz auf ihrer Webseite mitteilt. Im ersten Stock des Gebäudes waren Abflüsse eines Waschbeckens mit Papierhandtüchern und einem Frotteehandtuch verstopft und die Wasserhähne aufgedreht worden, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Zuerst hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet.

Vandalismus oder Abi-Streich? Unbekannte haben ein Berliner Gymnasium unter Wasser gesetzt. Im Internet sind Hinweise auf einen linksautonom motivierten Anschlag aufgetaucht. Frerk Meyer / flickr (CC BY-SA 2.0)

Vandalismus oder Abi-Streich? Unbekannte haben ein Berliner Gymnasium unter Wasser gesetzt. Im Internet sind Hinweise auf einen linksautonom motivierten Anschlag aufgetaucht. Frerk Meyer / flickr (CC BY-SA 2.0)

Als der Hausmeister den Vorfall am Freitagmorgen bemerkte, hatten sich laut Polizei bereits große Wasserlachen im Erdgeschoss und Keller gebildet. Einbruchspuren gab es keine. Ermittelt wird wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Wieder einmal ein Abi-Streich in Berlin, der zu weit ging? Der Gesamtelternvertreter der Schule hielt das im «Tagesspiegel» für unwahrscheinlich. Auf dem linksextremen Internetportal «Indymedia» tauchte am Wochenende jedoch ein Beitrag auf, wonach der Abi-Streich Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) gewidmet sei. Der Verfasser nennt sich «autonome Abiturient*innen». Damit könnte die Tat auch im Zusammenhang mit der Serie an Sachbeschädigungen stehen, die Linksautonomen zugeschrieben wird. Diese dauert an seit einer Teilräumung in der Rigaer Straße 94 am 22. Juni.

Zu Wochenbeginn hatte der «Tagesspiegel» bereits über einen Streit wegen eines Abi-Streichs an einer anderen Schule berichtet: Einige Schüler tauchten in Sturmhauben auf und erhielten Hausverbot. (dpa)

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