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Die Junge Islam Konferenz tagt im Herbst in drei Bundesländern – Teilnehmer gesucht

ESSEN. Die Junge Islam Konferenz (JIK) findet im Herbst 2016 in gleich drei Bundesländern statt. Aus Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen werden 120 junge Menschen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund im Herbst über gesellschaftliche Vielfalt und Vorurteile, Diskriminierung, antimuslimischen Rassismus, Teilhabechancen und Zugehörigkeit diskutieren. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Handlungsempfehlungen abzuleiten und an die Politik und Zivilgesellschaft heranzutreten, um sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft stark zu machen. Bewerben können sich alle, die die Debatte um das Zusammenleben in den drei Bundesländern und auch darüber hinaus mitgestalten wollen. Bewerbungsschluss ist der 12. August 2016 für die JIK Nordrhein-Westfalen, der 15. September für die JIK Berlin und der 18. September für die JIK Hamburg.

Das heilige Buch der Muslime: der Koran. Foto: crystalina/Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

Das heilige Buch der Muslime: der Koran. Foto: crystalina/Wikimedia Commons (CC-BY-2.0)

Nina Prasch, Leiterin der Jungen Islam Konferenz: „Die Ausweitung der Jungen Islam Konferenzen auf mittlerweile vier Bundesländer kommt der deutschlandweit hohen Nachfrage seitens einer jungen, postmigrantischen Generation entgegen, sich mit den aktuellen gesellschaftlichen Debatten über die zentralen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhaltes auseinanderzusetzen und an diesen teilzuhaben. Die Konferenzen sind hierfür ein wichtiges Forum.“

„Die zunehmende Polarisierung zwischen Willkommenskultur und Rechtspopulismus in den letzten Monaten zeigt deutlich, wie wichtig ein konstruktiver Dialog ist. Denn nur im guten Miteinander kann unsere Einwanderungsgesellschaft so gestaltet werden, dass sie allen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht. Genau hier setzt die JIK an“, erläutert Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Wir freuen uns, dass wir die JIK mittlerweile in vier Bundesländern in Kooperation mit den Ministerien, Senatsverwaltungen und Behörden vor Ort einrichten konnten. In den nächsten Jahren wollen wir die JIK noch weiteren Bundesländern anbieten.“

In den vergangenen Jahren haben sich die Teilnehmenden der Jungen Islam Konferenz auf vielfältige Weise in den Diskurs um eine offene und plurale Gesellschaft eingebracht: Sie trafen Politiker wie Joachim Gauck, sprachen mit politischen Entscheidern und Multiplikatoren wie Sylvia Löhrmann (Vize-Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2015) und Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Torsten Albig, initiierten Kampagnen und veranstalteten Aktionen wie Poetry Slams und Plakataktionen. Die 17-jährige Lina, Teilnehmerin der JIK Schleswig-Holstein 2016, erklärt: „Wir sind Jugendliche, die politisch interessiert sind. Wir sind interessiert an der Zukunft Deutschlands, die wir gemeinsam gestalten wollen. Wir sind offen für den Dialog, offen füreinander und offen für Neues. Die Junge Islam Konferenz ist für mich Potenzialgeber und Sprachrohr.“

Die diesjährigen Konferenzen stehen ganz im Zeichen der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, die zeigen, dass antimuslimischer Rassismus keinesfalls mehr nur ein Phänomen des rechten Randes der Gesellschaft ist. Im Mittelpunkt der Konferenzen steht die Frage, welche Visionen junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus Deutschland für die Zukunft unserer Gesellschaft haben.

Insgesamt nehmen 2016 rund 160 junge Menschen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen an einer JIK in einem der vier Bundesländer teil. Die Teilnahme an den Konferenzen ist kostenlos. Anfallende Kosten für Reisen und Unterbringung werden erstattet. Die Ausschreibung für die JIK finden Sie unter: www.j-i-k.de. Die Bewerbungsfrist endet am 12. August 2016 für die JIK Nordrhein-Westfalen, am 15. September für die JIK Berlin und am 18. September für die JIK Hamburg.

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