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Verbände fordern mehr festangestellte Lehrer in Rheinland-Pfalz

An den rheinland-pfälzischen Gymnasien gibt es nach Ansicht der Gymnasiallehrer zu wenig Planstellen für feste Lehrkräfte. Der Vertretungspool, mit dem auf Basis einer Planstelle flexibel auf Unterrichtsausfall reagiert werden könne, sei sinnvoll, teilte die Vorsitzende des Philologenverbands Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz, am Freitag in Mainz mit. Es gebe aber zu wenig Kapazitäten: «Auch wenn auf Drängen des Philologenverbandes mittlerweile statt der ursprünglich geplanten 22 nun 49 Planstellen eingerichtet werden, reicht dies für die 150 Gymnasien des Landes bei weitem nicht aus.»

Mehr feste Stellen für Lehrer fordert auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz von der rot-gelb-grünen Landesregierung. An Grund-, Förder- und Berufsschulen gebe es zu wenig Lehrer, sagte GEW-Vorsitzender Klaus Peter Hammer am Freitag in Mainz. Mehr Planstellen, die schnell und auch während des laufenden Schuljahres besetzt werden können, könnten Abhilfe schaffen und verhindern, dass ausgebildete Lehrer in benachbarte Länder abwanderten. Um mehr Bewerber für freie Stellen an Grundschulen zu bekommen, müsse die Bezahlung verbessert werden. Wegen des Lehrermangels wird die vorgeschriebene Klassengröße von 24 Schülern an Grundschulen laut Gewerkschaft oft überschritten.

Nach Angaben des Bildungsministeriums waren Ende September 2015 rund sieben Prozent der knapp 40 000 Lehrer befristet beschäftigt. Die Zahl der Stellen im Vertretungspool soll im kommenden Schuljahr von 800 auf 1000 Stellen steigen. dpa

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