Schulabbrecher-Quote stagniert: Fast 50.000 Jugendliche bundesweit ohne Abschluss

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BERLIN.  Jedes Jahr verlassen in Deutschland knapp 50.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des kirchlichen Wohlfahrtverbands Caritas hervorgeht, zeigt sich in den vergangenen Jahren keine Verbesserung. Danach gab es allein im Jahr 2014 bundesweit rund 47.000 Schulabgänger, die noch nicht einmal einen Hauptschulabschluss hatten. Im Vergleich zu den Vorjahren verharrt die Quote damit nahezu unverändert bei 5,7 Prozent.

Es gibt allerdings erhebliche regionale Unterschiede: Blieben im fränkischen Ansbach nur 1,2 Prozent der Schüler ohne Abschluss, waren es im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt 14,0 Prozent.

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Im Vergleich der Bundesländer schwankt die Quote zwischen 4,4 Prozent in Bayern und 9,2 Prozent in Sachsen-Anhalt. Im Vergleich zum Jahr 2013 zeigten sich zudem teils deutliche Veränderungen in den einzelnen Ländern: So stieg die Abbrecher-Quote in Berlin von 7,7 auf 8,7 Prozent, während sie in Mecklenburg-Vorpommern binnen Jahresfrist von 9,6 auf 7,9 Prozent zurückging. Caritas-Präsident Peter Neher appellierte an die Verantwortlichen, mehr für benachteiligte Schüler zu tun. Menschen ohne Schulabschluss hätten geringere Chancen auf ein Leben unabhängig von staatlichen Leistungen. dpa

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