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„Sekundarschulen stärken – Unterrichtsorganisation muss nachgebessert werden“

MAGDEBURG. In einer gemeinsamen Presseerklärung des Sekundarschullehrerverbandes des Landes Sachsen-Anhalt e.V. und des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) heißt es:

„Am 29.06.2016 fand in Magdeburg ein erstes ausführliches Gespräch zwischen dem Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Marco Tullner (CDU), dem Bundesvorsitzenden des VDR, Jürgen Böhm, und der Landesvorsitzenden des Sekundarschullehrerverbandes (SLV), Claudia Diepenbrock, statt.

Die Themen waren unter anderem die Stärkung der beruflichen Bildung, der drohende Fachkräftemangel, die Gestaltung der Übergänge für die Schülerinnen und Schüler sowie die Rahmenbedingungen an den Schulen im Land.

In erster Linie verwies Diepenbrock nochmals auf den am 01.08.2015 in Kraft getretenen Unterrichtsorganisationserlass (Gemeinsame Presseerklärung des Sekundarschullehrerverbandes des Landes Sachsen-Anhalt und des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) vom 12.05.2015), der die Unterrichtsbedingungen an den Sekundarschulen für Lehrer und Schüler erheblich verschlechtert hat.

Der VDR-Bundesvorsitzende und die SLV-Landesvorsitzende bekräftigten, dass allen Schülern an den Sekundarschulen im Land eine optimale Lernsituation zu ermöglichen ist. Dafür muss der Unterrichtsorganisationserlass dringend verbessert werden, um besonders die Sekundarschule zu stärken.

Gerade die differenzierte Förderung an den Sekundarschulen biete eine zielgerichtete Vorbereitung der jungen Menschen auf das Berufsleben. Hierbei müssen die Herausforderungen der Inklusion, der Berufsorientierung oder der digitalen Bildung mit pädagogischem Augenmaß und Realitätssinn gelöst werden. Die Sekundarschule besitze eine entscheidende Gelenkfunktion für den Übergang der jungen Menschen ins Berufsleben oder in weiterführende Bildungsgänge. Dabei darf kein Schüler und kein Talent zurückgelassen werden. Weiterhin bietet die Struktur der Sekundarschule beste Möglichkeiten, um den demographischen Entwicklungen im Land und dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Betont wurde, dass der aktuell bestehende Lehrermangel im Land nicht durch die Verschlechterung der Lern- und Unterrichtssituation für die Schüler und Lehrkräfte behoben werden darf. In diesem Zusammenhang wurden Schritte besprochen, wie man in anderen Bundesländern den dringend notwendigen Lehrkräftenachwuchs rekrutieren kann.

Beide Seiten vereinbarten im Hinblick auf die bestmögliche Förderung der Schülerinnen und Schüler und die Stärkung der Sekundarschulen im Land weitere intensive Gespräche.“

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