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«Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft!» – Neues Schul-Abenteuer der Berliner Schriftstellerin Sabine Ludwig

BERLIN. Ihre witzige Schulgeschichte «Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft» hat es bis auf die Kinoleinwand geschafft. Jetzt erzählt die Berliner Schriftstellerin Sabine Ludwig die Story weiter.

Die Berliner Kinderbuchautorin Sabine Ludwig (62) hat eine Fortsetzung ihres Bestsellers «Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft» geschrieben – und sich dabei auch von ihren Besuchen in den Schulen der Hauptstadt inspirieren lassen. «Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft!» heißt der zweite Band mit den fantastischen Schulabenteuern von Felix Vorndran. Von diesem Wochenende an liegt das Buch in den Buchhandlungen.

«Ich gebe zu, ich kenne Berliner Schulen natürlich schon ganz besonders gut», sagte Ludwig im dpa-Interview. «Wobei ich auch in anderen Schulen unterwegs bin und dann immer mit Neid sehe, wie Schulen in Bayern und Baden-Württemberg ausgestattet sind. Das ist schon ein Unterschied», so die Schriftstellerin mit Blick auf die teils maroden Berliner Schulen.

Auch im fiktiven Gymnasium im Buch ist vieles «Rott und Schrott», inklusive Schimmel in den Ecken der Klassenzimmer und durch die Fenster der Turnhalle wachsendem Knöterich. «Aber ich habe bewusst vermieden zu zeigen, dass diese Geschichte in meinen Kopf natürlich schon in Berlin spielt», sagte Ludwig.

Der zwölfjährige Buch-Held Felix hat in seiner neuen Schule gerade erst Fuß gefasst, als es schon wieder seltsame Vorkommnisse gibt. Der skurrile, vom Fliegen träumende Bio-Vertretungslehrer Dr. Dr. Witzel spielt dabei ebenso eine Rolle wie die wieder auferstandene Hulda Stechbarth. Und schrumpfen soll dieses Mal tatsächlich Felix.

Felix‘ erstes Abenteuer «Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft» wurde auch verfilmt und kam im vergangenen Winter mit Oskar Keymer als Felix und Anja Kling als geschrumpfter Rektorin Dr. Schmitt-Gössenwein ins Kino. «Ein zweiter Film ist in Planung» kündigte Ludwig an.

Die Berlinerin hat auch die witzige Schulgeschichten-Reihe um die Austauschlehrerin «Miss Braitwhistle» geschrieben. Und ist sie selbst früher eigentlich gerne zur Schule gegangen? «Nein! Ich hatte Horror-Lehrer», sagte Ludwig. «Ich war eine sehr gute Schülerin und trotzdem habe ich die Schule gehasst.»

Zum Zustand der Berliner Schulen sagte Ludwig: «Ich finde es skandalös, wie viel Geld in Berlin überall reingepulvert wird, aber die Schulen haben einen eklatanten Instandhaltungsrückstau.» Die auf Eis liegenden Bauvorhaben müssten endlich angepackt werden. «Erfahrungsgemäß ist es so, dass Kinder eine schöne Schule auch viel weniger demolieren», so die Autorin.

«Je rottiger eine Schule ist, desto weniger Respekt haben die Schüler. Wenn die Fliesen sowieso schon zur Hälfte runter sind, kann man auch noch mal dagegen treten», meinte sie. «Das erlebe ich auch bei meinen Lesereisen. Je schöner eine Schule ist, umso sauberer ist sie auch. Desto mehr wird sie von den Schülern dann geliebt und als ihr Eigen betrachtet.»

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