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Inklusion: Mecklenburg-Vorpommern kündigt „Fortbildungsoffensive“ für Lehrer an

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommern will Lehrer besser qualifizieren. 7000 Lehrer in sieben Jahren will das Kultusministerium erreichen.

In Mecklenburg-Vorpommern sollen in den nächsten sieben Jahren rund 7000 Lehrer für die Umsetzung der Inklusion an Schulen fortgebildet werden. Dafür startet im neuen Schuljahr eine «Fortbildungsoffensive Inklusion», teilte das Bildungsministerium mit.

Die Lehrer im Nordosten sollen langfristig besser qualifiziert werden, Kinder mit verschiedenen Leistungsniveaus gemeinsam zu unterrichten. Foto: BAG „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“

Die Lehrer im Nordosten sollen langfristig besser qualifiziert werden, Kinder mit verschiedenen Leistungsniveaus gemeinsam zu unterrichten. Foto: BAG „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“

Damit sollen die Lehrer an regionalen Schulen, Gesamtschulen und beruflichen Schulen qualifiziert werden, mit Kindern mit verschiedenen Leistungsniveaus und Behinderungen zu arbeiten. «Wir verfolgen damit eine schrittweise und behutsame Umsetzung der Inklusion», erklärte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD). (dpa)

• zum Bericht: Mecklenburg-Vorpommern legt Strategie zur Inklusion vor – Förderschulen lernen sollen geschlossen werden
• zum Bericht: Bildungsminister Brodkorb sieht „historischen Inklusionsfrieden“ in Mecklenburg-Vorpommern

14 Kommentare

  1. mit anderen Worten wird eine komplette Schülergeneration von überwiegend nicht dafür ausgebildeten Lehrern unterrichtet.

    außerdem: wer weiß schon, in welche Richtung die Bildungspolitik dann schaut. neue kernlehrpläne sek i dürfte es dann wieder geben, wenn man einen 10-jahresrhytmus beibehält.

    • 10-Jahresrhytmus … Sie Optimist:)

      Mit nichts Anderem kann man Kollegien dauerhafter beschäftigen als mit der Implementation von neuen Kernlehrplänen , dem Herunterbrechen derselben auf schulinterne Curricula einschließlich Kriterien Katalogen für die leistungsmessung und Bewertung und der Umsetzung der entsprechenden Fachkonferenzbeschlüsse. Also dieses Dauerbeschäftigungsprogramme verdient alles andere als eine 10 Jahresrhytmus oder gehören Sie auch zur Gruppe der von Gas-Gerd gescholtenen Faulen Säcke?
      Wer die größte Blindleistung liefert, hat übrigens Anspruch auf ein Beförderungsamt. Da es keine Regelbeförderungen (in NRW) mehr gibt, ist das die einzige Möglichkeit sich bei den schulfachlichen Dezernenten einen Namen zu machen. Das wollen Sie den Karrieristen doch nicht versauen mit Ihrem 10-Jahresrhytmus, oder?

      • Ich denke schon, dass die 10 Jahre hinkommen bzw. 5 Jahre, aber dann im Wechsel Sek I – Sek II. In diesem Fall bräuchten wir bald wieder neue, z.B. inklusive Lehrpläne für die Sek I. Um 2010 oder 2011 wurde der Kernlehrplan Sek I in NRW gültig …

        • Na, das ist doch auch einmal eine Begründung warum die Studienratslaufbahn mehr Schmerzensgeld erhält als die Lehrerlaufbahn. Die einen müssen im 5-jährigen Wechsel ran, die anderen nur alle 10 Jahre. Boah, bin ich froh:)

          • Ich kenne die Lehrplanentwicklungen der Sek II seit meiner Schulzeit:

            Bis Ende 1990er: LK ab 11/2, sechsstündig, Mathe nach 12/II abwählbar
            Um 2000: LK ab 12/1, fünfstündig, Mathe nicht mehr abwählbar
            Um 2005: Kompetenzorientierung Sek I
            Um 2010-2015: Kompetenzorientierung Sek II
            Aktuell: Inklusion Sek I

            Was an den anderen Schulformen abgesehen von der Kompetenzorientierung und aktuell der Inklusion noch passiert ist, weiß ich zugegebenermaßen nicht.

  2. „Offensive“ ist ein Begriff aus dem militärischen Bereich und bedeutet soviel wie „Angriff“. Wer oder was ist das Ziel des kultusministeriellen Angriffs? Aha, mal wieder die Lehrerschaft. Ob man da mal über die Wortwahl nachdenken sollte?

    • Die ganzen Quantensprünge, die in der Politik gemacht werden, sind auch bemerkenswert, weil 1µm für quantenmechanische „Teilchen“ nur mit sehr viel Aufwand experimentell umsetzbar sind.

      • Quasi Treten auf der Stelle. – Aber größere Weiten sind von der Politik auch nicht beim Souverän durchsetzbar. Der meckert zwar, weil die da oben nichts tun, tun sie aber etwas, dann heulen die Besitzstandswahrer.

        • Nur, dass dieses Treten auf der Stelle immer als größte Innovation der Welt dargestellt wird oder ersatzweise wirklich große Veränderungen als Quantensprünge bezeichnet werden, weil der Pressemitteilungs- bzw. Redenschreiber nicht weiß, was ein Quant wirklich ist.

          • Treten auf der Stelle? Ich lese wohl nicht richtig. Die Inklusion, die Abschaffung des geliederten Schulsystems oder die Umstellung auf Ganztagsschulen geschehen noch mit Nachdruck und Eile.

          • Weshalb der Volksmund ja auch sagt:

            „Getretener Quark wird breit – nicht stark!“

            Ja, bei diesen phänomenalen Physikkenntnissen sind noch viele MINT-Initiativen notwendig.

            Für Bildungssnobs ist es eben wichtiger zu wissen, was Kandinski gemalt hat als was Isaac Newton entdeckt hat.
            Ersteres lässt sich für gewöhnlich als Nachdruck an die Wand hängen. Was Isaac herausgefunden hat, dämmert einem evtl., wenn sich das Bild vom Nagel verabschiedet hat:)

          • Der getretene Quark wird außerdem sehr flach.

            Die Nägel sind aber auch nicht mehr dazu in der Lage, die immer einfacheren und leichteren Bilder tragen zu wollen. Die Wattewände könnten ja beschädigt werden — finden zumindest die Hauseigentümer.

          • Zeigt der Architekten den jungen Bauherren die neue Eigentumswohnung, fragt der Bauherr, ob die Räume nicht sehr hellhörig eien. Der architekt geht in den Nebenraum und ruft: „Können sie mich hören?“ Antwortet der Bauherr: „Ja.“ „Aber sehen nicht.“ retouniert der Architekt, „Das sind eben echte Wände!“

            Der Schein bestimmt das Sein, Form geht eben über Funktionalität. Das Ziel ist das Abitur aka AHR. DAs Bildungsniveau wird bestimmt durch das Zertifikat, nicht über die Bildungsinhalte. Wenn beim Bildungslimbo die Latte auf 50cm liegt und die die mehrheit diese Höhe mühelos unterschreitet, ist doch das Ziel erreicht. Warum keinen Studien gabg mit Bachelorabschluss für Fußbodenpediküre? – Den für Waste Management gibt es schon lange …

  3. Wow, eine Fortbildungsoffensive! Wenn das die Inklusion nicht zum Kinderspiel macht, fress‘ ich nen Besen.
    Und wer als Fortgebildeter noch immer Probleme hat, ist eindeutig unfähig. Er halte dann lieber den Mund und tue so, als sei er jetzt Herr der Lage.
    Am schönsten ist aber, dass die Lösung so einfach und preiswert ist.

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