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Bürgerinitiative gegen «Turbo-Abi» kann’s nicht schnell genug gehen: G9-Rückkehr schon im nächsten Schuljahr

DÜSSELDORF. In der Debatte um das umstrittene «Turbo-Abi» hat die Bürgerinitiative «G-ib-8» in Nordrhein-Westfalen eine schnelle Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium (G9) verlangt. Die politischen Parteien dürften das Thema nicht für Wahlkampfzwecke instrumentalisieren und eine Entscheidung auf die Zeit nach der Landtagswahl im Mai 2017 verschieben, forderte Anja Nostadt, Sprecherin der Bürgerinitiative familiengerechte Schule und Bildung «G-ib-8».

Die Akzeptanz in der Bevölkerung für das achtjährige Gymnasium (G8) sei nicht gegeben, die Politik müsse nun endlich noch in diesem Jahr reagieren. In der Vergangenheit hatten sich in mehreren Umfragen etwa drei von vier Bürgern gegen die Schulzeitverkürzung auf insgesamt zwölf Jahre ausgesprochen.

Die Bürgerinitiative appellierte an die Politik, nicht mithilfe von Evaluationen oder Studien künstlich auf Zeit zu spielen. Eine Rückkehr zu G9 sei kurzfristig machbar, wie auch die Beispiele Hessen und Niedersachsen zeigten. Die Parteien im Landtag sollten G9 mit überwiegendem Halbtagsunterricht bis Dezember per Gesetz beschließen. Die Schulen hätten dann ausreichend Zeit, sich zum Schuljahr 2017/18 von G8 auf G9 umzustellen. «G8 ist als Reform schon lange gescheitert», sagte Nostadt der dpa. Auch Bayern sei auf dem Weg zum flächendeckenden G9.

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) will demnächst erneut zu einem Runden Tisch zur Schulzeitverkürzung einladen. Begründet hatte sie das auch mit der Abkehr der Landeselternschaft der Gymnasien vom vorherigen gemeinsamen Konsens für G8. dpa

Zum Kommentar: Warum wir jetzt (auch mal wieder) über die Vorteile von G8 sprechen müssen

3 Kommentare

  1. Konzipiert und bezahlt die Initiative dann auch die Bücher? Stellt die Initiative dann auch die schulinternen Lehrpläne um? Welche Schuljahre wären davon betroffen?

    • Worin die Bürgerinitiative Recht hat, ist die sthttp://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Gymnasien-im-Fuessener-Land-wollen-wieder-zurueck-zu-G9;art26090,2345922stellu7ng, dass in Bezug auf G8 und G9 eigentlich alles erprobt und evaluiert ist. Immerhin hatten wir in der Bundesrepublik nach dem Krieg rund 50 Jahre lang ein neunjähriges Gymnasium.
      Die Sache mit den Lehrplänen und Büchern würde ich nicht so eng sehen. In Bayern gelten beim hiesigen G9 (heißt vorerst Mittelstufe plus) die alten Lehrpläne weiter, werden halt gestreckt und die Schulbücher damit während des Schuljahres gewechselt.

      Allerdings glaube ich, und damit bin ich bei xxx, dass mittelfristig die Lehrpläne in einem künftigen G9 auch wieder die Chance zu mehr Übung, Vertiefung und mehr Inhalten aktiv nutzen sollten. Wir brauchen also über kurz oder lang neue Lehrpläne für ein neues G9. Eine bloße Dehnung würde letzendlich einen Qualitätsverlust bedeuten, zumal ja bei der Schulzeitverkürzung viele Inhalte aus den Lehrplänen rausgeflogen sind, und zwar nicht nur verzichtbare.

  2. Sorry, da ist bei meinem Eintrag was schiefgelaufen.
    Der erste Satz muss lauten: Womit die Bürgerinitiative Recht hat, ist die Tatsache, dass … usw.

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