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Der Arbeitsmarkt ist leergefegt: In Niedersachsen sind rund 500 Lehrerstellen weiter unbesetzt

HANNOVER. In Niedersachsen sind 485 Lehrerstellen unbesetzt. Das sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Mittwoch im Landtag. Zum neuen Schuljahr seien 2805 Stellen ausgeschrieben gewesen, 2320 davon konnten bis Anfang September besetzt werden.

Die Neueinstellungen betreffen auch fast 300 Quereinsteiger, die im Rahmen des vom Kultusministerium vorgelegten 17-Punkte-Plans für den Schuldienst gewonnen wurden. Die noch offenen Stellen sollen im nächsten Einstellungsverfahren zum Februar ausgeschrieben werden.

Die Opposition rügte die Bemühungen der Landesregierung um neue Lehrer als ungenügend. «Diese Stellen sind nicht unbesetzt, es sind unbesetzbare Stellen, die Sie schon längst abgeschrieben haben», sagte der Schulexperte der CDU-Landtagsfraktion, Kai Seefried. Der FDP-Bildungsexperte Björn Försterling verwies darauf, dass das Problem des häufigen Unterrichtausfalls weiter bestehe. «Man muss ja fast denken, Sie hätten das Abitur nach 13 Jahren wieder eingeführt, weil die Schüler dann wenigstens 12 Jahre Unterricht haben.» dpa

2 Kommentare

  1. Ja, und dazu kommen nicht gewährte Sprachförderstunden… denn wo keine Lehrkräfte sind, muss man alles einsparen, was irgendwie zusätzlich ist. Aber die Einstellung von mehr Lehrkräften hätte schon vor etlichen Jahren gesteuert werden können… als die CDU in der Landesregierung saß.

    Unter gegebenen Bedingungen wird der Unterrichtsausfall womöglich demnächst noch steigen, weil die verbliebenen Lehrkräfte nämlich bereits über das Maximum belastet sind und die Aufgaben und Stunden nicht vorhandener KollegInnen zum Teil mit übernehmen müssen: Vertretungsunterricht für pädagogische Mitarbeiterinnen vorbereiten, Ämter und Dienste übernehmen, doppelte Klassenführungen…

  2. Zu wenig Lehrer?
    Alles halb so schlimm. Von den im letzten Jahr angekommenen tausenden von Physikern sind bestimmt einige bereit, in einer Schule zu unterrichten. Problem gelöst.

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