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„Bildungstrend 2015“: Sachsen, Bayern und Schleswig-Holstein bilden die Spitzengruppe

BERLIN. Die Debatten um die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends gingen bereits am Mittwoch los, zumindest in Baden-Württemberg, dessen Schüler bei den Vergleichstests schwach abgeschnitten haben. Am Freitag stellt die Kultusministerkonferenz die Schulbildungs-Vergleichsstudie vor.

In Baden-Württemberg begann das Hauen und Stechen um die Schulpolitik schon, bevor der Absturz in der Kompetenz-Tabelle überhaupt offiziell war. Dort gerieten sich Regierung und Opposition am Mittwoch über absehbar miese Noten beim «IQB-Bildungstrend» für Deutsch und die Fremdsprachen heftig in die Haare – also noch bevor die Ergebnisse am Freitag von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin präsentiert werden. Die Schul(d)frage dürfte nicht das letzte Schwarzer-Peter-Spiel in den Ländern sein. Die Debatte liefert auch einen Vorgeschmack auf die große PISA-Präsentation im Dezember.

Bundeslands-Fahnen

Spannende Wochen für die Bildungspolitik: Auf den Bildungstrend 2015 folgt schon in Kürze PISA. Foto: Martin Berk / pixelio.de

Die Bayern sind wie schon vor acht Jahren alles in allem Spitzenreiter bei den Vergleichstests für die Schulfächer Deutsch und Englisch in den 9. Klassen. Dahinter überraschen die Aufsteiger Schleswig-Holstein und Sachsen, großer Verlierer ist das 2008/2009 zweitplatzierte Baden-Württemberg, Schlusslichter bleiben Bremen und Berlin. Einige Ergebnisse der Studie – einer regionalen Ergänzung der Kultusministerkonferenz (KMK) zum internationalen PISA-Test wurden bereits am Mittwoch und Donnerstag bekannt.

In beiden Bereichen – Deutsch und Englisch – liegen weiterhin die Stadtstaaten Bremen und Berlin in der IQB-Tabelle hinten. Und das großes Flächenland Nordrhein-Westfalen ist in puncto Deutsch-Kompetenzen auch weiterhin enttäuschend – für die Düsseldorfer CDU/FDP-Opposition willkommene Munition gegen Rot-Grün. SPD-regierte Länder wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, auch das von der Linken geführte Thüringen liefern derweil eine recht solide Performance.

Nach IQB-Angaben haben mehr als 37 000 Mädchen und Jungen der 9. Jahrgangsstufe aus über 1700 Schulen in allen 16 Bundesländern an der Studie teilgenommen. Die Schulen wurden nach einem Zufallsverfahren ermittelt, ebenfalls per Zufall wurde eine Teilnehmerklasse bestimmt. Die Datenerhebung lief von April bis Juni 2015. Überall ging es um Kompetenzen in Deutsch und Englisch – in Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zudem um Französisch.

Die Debatten in der Schulpolitik werden wohl heftig werden, und nicht so bald abflauen. In rund sechs Wochen präsentiert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Ergebnisse ihres sechsten PISA-Vergleichs seit dem Jahr 2000. Für 10 000 Schüler in Deutschland und eine halbe Million weltweit endete der Test für Naturwissenschaften, Mathematik und Lesekompetenz bereits im Mai 2015. Nun hoffen alle, dass der positive Trend aus den Folgeerhebungen seit dem PISA-Schock im Jahr 2000 anhält. (News4teachers, Werner Herpell, dpa)

• zum Bericht: Ex-Musterländle Baden-Württemberg stürzt im Bildungsvergleich ab – Eisenmann attackiert ihren Vorgänger Stoch

Ein Kommentar

  1. kennt jenand die Aufgaben?
    war die zufällige Auswahl der Schulen und Klassen repräsentativ für die Schüler des Bundeslandes?
    wurden die Änderungen im Lehrplan seit der letzten Erhebung berücksichtigt?

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