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Achtung Minenfeld! Reform der Sexualerziehung steht auch in Bayern an – Spaenle lässt sich aber Zeit

MÜNCHEN. Die geplante Reform der Sexualerziehung bildet auch für Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle ein Minenfeld. Eltern- und Lehrerverbände begrüßen die Reform. Doch auch Kritiker melden sich vehement zu Wort. Das Spaenle sich auch mit diesem trifft, ruft wiederum Lesben- und Schwulenverbände auf den Plan. Die Änderungen bräuchten noch Zeit, heißt es nun aus dem Kultusministerium.

Die geplante Reform der Sexualerziehung an bayerischen Schulen braucht noch einige Monate Zeit. «Der Minister beabsichtigt, zu gegebener Zeit die Richtlinien zu Familien- und Sexualerziehung zu unterzeichnen», sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in München. Dies werde aber noch etwas dauern; bis dahin laufe ein Dialogprozess.

Wie war das nochmal mit den Bienen und den Blumen? Die Reformen der Sexualerziehung haben sich bislang stets als konfliktgeprägtes Felder für die Schulpolitik erwiesen. Foto: Axel Hindemith / Wikipedia Commons

Wie war das nochmal mit den Bienen und den Blumen? Die Reformen der Sexualerziehung haben sich bislang stets als konfliktgeprägtes Feld für die Schulpolitik erwiesen. Foto: Axel Hindemith / Wikipedia Commons

Der Freistaat hat die rund 15 Jahre alten Richtlinien überarbeitet und zur Diskussion gestellt. Schüler sollen besser über Missbrauch aufgeklärt werden und die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten von Menschen kennenlernen. Neben Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität geht es auch um sexualisierte Bilder in den Medien.

Eltern- und Lehrerverbände hatten die Reform begrüßt. Kritik kam etwa von der «Demo für alle», die sexuelle Identität und Orientierung als Themen im Unterricht ablehnt. Minister Ludwig Spaenle (CSU) hatte sich vor einigen Wochen mit deren Vertretern getroffen, was wiederum Kritik der Opposition sowie von Lesben- und Schwulenverbänden auslöste.

Das Ministerium erklärte dazu, das Treffen reihe sich «in eine Vielzahl von Gesprächen» zwischen dem Kultusministerium und zahlreichen Verbänden und Organisationen zur Fortschreibung der Richtlinien ein. Dazu gehörten auch Vertreter der christlichen Kirchen. Eine Entwurfsfassung sei zudem schon im Landesschulbeirat und im Bildungsausschuss des Landtags diskutiert worden. (dpa)

• zum Bericht: Jetzt nimmt sich auch die CSU des Themas „Sexuelle Vielfalt“ an – bald auch Proteste in Bayern?

5 Kommentare

  1. Irgendwie muss man ja dem Nachwuchs erklären, dass Kinderehen in 2 Jahren ganz normal sein werden und sie sich schon einmal darauf vorbereiten können.

    • Außerdem sollte er frühzeitig lernen, sein Geschlecht in Frage zu stellen und offen zu sein für die vielfältigen Möglichkeiten eines unverkrampften Sexuallebens. Die geburtliche Vorverurteilung zum Mädchen oder Jungen ist eine inhumane Einschränkung des Sexuallebens aller Menschen, die im Zeitalter der Moderne nicht mehr hingenommen werden darf.
      Erziehung zur Offenheit gegenüber allen Spielarten von Lust und Befriedigung ist längst überfällig und fördert Toleranz und Akzeptanz. Die Kinder müssen nicht nur wissen, dass es unmoralisch ist, Menschen mit anderen sexuellen Vorlieben zu verurteilen, sondern dass sie selbst auf diese Spezialitäten neugierig sein und sie ruhig mal ausprobieren dürfen oder sogar sollten.
      Das eigentlich wichtige menschliche Geschlecht ist, wie die Wissenschaft uns lehrt, das Gender-Geschlecht. Es wird nicht nach den plumpen, uralten Regeln der Natur angeboren, sondern durch vielfältige äußere Einflüsse erworben bzw. ausgesucht. Wegen seiner Beeinflussbarkeit heißt es ja auch „soziales Geschlecht“. Es nagelt die Menschen auch nicht unbarmherzig fürs ganze Leben fest, sondern kann jederzeit zur Bereicherung der Sexualität umdisponiert werden.
      Nur Leute, die unbedingt Kinder kriegen wollen, müssen sich noch den altmodischen Gesetzen der Natur beugen, aber auch hier schreitet der Fortschritt voran durch immer neue Erkenntnisse der Medizin oder Fortschritte im Leihmutterschafts- und Adoptionsrecht.
      Dass Bayerns Kultusministerium sich den Segnungen einer modernen Sexualpädagogik der Vielfalt nur zögerlich zuwendet, ist mal wieder typisch für dieses hinterwäldlerische Bundesland. Statt auf die moderne Gender-Wissenschaft zu hören, hat man hier offene Ohren für prüde, erzkonservative und ultrareligiöse Fortschrittsverweigerer.
      Doch auch diese werden klein beigeben müssen, wenn ihre Einstellung lange und hartnäckig genug an den Pranger der Intoleranz, Inhumanität und Wissenschaftsfeindlichkeit gestellt wird.

      Für alle, die es nicht gemerkt haben sollten: An diesen gehöre ich auch.

      • Wie viele Tassen Matetee mit Bio-Rohrzucker und Dinkel-Hafer-Schnittchen mit veganem Sojakäse mussten Sie sich spritzen, um diesen Text ohne lautes Lachen schreiben zu können? Ich habe mich köstlich amüsiert. Also über den Text, nicht über den Tee und die Schnittchen.

      • Ich habe mich auch köstlich amüsiert, obwohl Ihr Sarkasmus bittere Wahrheiten offenlegt, die nur wenige erkennen angesichts der schönen Werbesprüche für die Sexualpädagogik der Vielfalt.
        Wohin sie führt, wird den meisten wahrscheinlich wieder erst klar, wenn sie vor vollendeten Tatsachen stehen und sich erste „Erfolge“ abzeichnen.
        Bis dahin stehen Kritiker an dem von Ihnen trefflich beschriebenen Pranger.

  2. Jetzt verstehe ich auch, warum die Grünen so sehr dafür sind, die Flüchtlinge alle nach Deutschland zu holen. Kinderehen und und alles was zu den ehelichen Pflichten dazugehört kommt den Grünen sehr entgegen.
    Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article141406874/Gruenen-Politikerin-Kuenast-geraet-in-Erklaerungsnot.html

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