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Für bessere Arbeitsbedingungen: 2.000 Lehrkräfte protestieren vor dem Landtag in Dresden

DRESDEN. Rund 2.000 Lehrer aus allen Regionen Sachsens haben sich laut Sächsischem Lehrerverband (SLV) heute nach Unterrichtsschluss vor dem Sächsischen Landtag in Dresden versammelt, um ihren Forderungen nach verbesserten Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen.

Anlässlich des Maßnahmenpakets zur künftigen Lehrerversorgung, das die Staatsregierung ohne die Gewerkschaften und deren Zustimmung beschloss, hatte der SLV gemeinsam mit anderen Lehrergewerkschaften zu dieser Protestaktion aufgerufen.  “Das Paket enthält aus Sicht vieler Pädagoginnen und Pädagogen keine Höhergruppierungsmöglichkeiten und keine konkreten Entlastungen für alle Lehrkräfte”, so heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Weiter heißt es: “Vor Ort meldeten sich spontan Lehrerinnen und Lehrer zu Wort, die dem Freistaat jahrzehntelang gute Arbeit geleistet haben und dafür Wertschätzung erwarten. Katlen Worotnik, Grundschullehrerin aus der Chemnitzer Region, kritisierte vor allem die niedrigere Eingruppierung ihrer Kolleginnen und Kollegen: ‘Grundschullehrerinnen und -lehrer haben eine verantwortungsvolle Tätigkeit, ihre universitäre Ausbildung steht der in anderen Schularten keineswegs nach. Deshalb ist die Forderung nach der Entgeltgruppe 13, wie sie die Gewerkschaften in die Verhandlungen mit der Staatsregierung einbrachten, mehr als gerechtfertigt und überfällig!’

Weitere Forderungen, die die Protestteilnehmer an diesem Nachmittag zu Papier brachten und auf einer langen Leine vor dem Landtag sichtbar machten, betrafen unter anderem Höhergruppierungsmöglichkeiten für langjährige Beschäftigte in Form der Studienratslaufbahn oder Beförderungsämtern, zusätzliche Entlastungen, die Klassenleiterstunde sowie spezifische Maßnahmen für Gymnasien und Berufliche Schulen, die bisher im Paket gänzlich fehlen, obwohl die Lehrerversorgung für die Beruflichen Schulen und auch für bestimmte Fachkombinationen an den Gymnasien bereits jetzt große Probleme bereitet.

Der Sächsische Lehrerverband drängt darauf, dass wertschätzende Maßnahmen alle Schularten und Altersgruppen betreffen. Außerdem müssen sie in ihrer Gesamtheit die künftige Lehrerversorgung sichern und eine generelle Aufwertung für den Lehrerberuf in Sachsen bedeuten.” N4t

Zum Bericht: Übertarifliche Zulage soll neue Lehrer anlocken – und alte halten: Sachsen beschließt (endlich) Maßnahmenpaket gegen Bewerbermangel

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