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So viele Studierende wie nie – doch der Peak ist möglicherweise überschritten

WIESBADEN. Mit fast 3 Millionen erreicht die Zahl der Studenten in ganz Deutschland in diesem Wintersemester einen neuen Rekordstand. Zunehmend zeigen sich dabei aber auch regionale Unterschiede was die Attraktivität der Studienstandorte anbelangt. Darüber hinaus haben 2016 weniger Menschen ein Studium neu aufgenommen, als 2015.

In Deutschland gibt es so viele Studierende wie nie zuvor. Im laufenden Wintersemester sind 2,8 Millionen Studentinnen und Studenten an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden waren das 48 300 mehr als im Wintersemester davor – eine Steigerung von 1,8 Prozent. Die Zahlen basieren auf ersten vorläufigen Ergebnissen.

Hat der Trend zum Studium seinen Höchststand erreicht? Die Zahl der Studienanfänger zumindest stagnierte in diesem Jahr . Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)

Hat der Trend zum Studium seinen Höchststand erreicht? Die Zahl der Studienanfänger zumindest stagnierte in diesem Jahr . Foto: this.is.seba / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Zahl der Studienanfänger hingegen stagniert, wie das Bundesamt mitteilt. Im Studienjahr 2016 – es umfasst das Sommersemester und das darauf folgende Wintersemester – nahmen 505 900 Menschen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule auf, 0,1 Prozent weniger als im Studienjahr 2015.

Knapp zwei Drittel der Studierenden sind an wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, gut ein Drittel an Fachhochschulen. Nur 1,3 Prozent studieren an einer Kunsthochschule und 1,4 Prozent an einer Verwaltungsfachhochschule.

Sie sind allerdings die größten Gewinner bei den Erstsemestern: Die Verwaltungsfachhochschulen legten um 7,9 Prozent zu, während wissenschaftliche Hochschulen und Kunsthochschulen etwas weniger Neulinge hatten und Fachhochschulen stagnierten.

Sinkende Studentenzahlen gibt es in allen ostdeutschen Flächenländern außer Thüringen. Den größten Zuwachs dagegen hatten Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Zahlenmäßig liegt Nordrhein-Westfalen mit aktuell knapp 772 000 vorn, gefolgt von Bayern (381 000) und Baden-Württemberg (363 000). (dpa)

3 Kommentare

  1. Boah, was für ein Peak denn? Ist damit gemeint, was wir auf gut Deutsch „Gipfel“ nennen?

    Mann, Mann, Mann ………… ohne Englisch fühlen sich manche nicht wohl.

  2. Zahlen allein sagen überhaupt nichts. Schauen wir mal, wer das Studium durchhält, einen Abschluss schafft und einen Job bekommt. Es gibt immer mehr Studienabbrecher oder -wechsler, weil man überfordert ist.

  3. Wie groß sind denn die Jahrgänge überhaupt?
    In welchen Bundesländern gab es denn in diesem Jahr noch einen doppelten Abitur-Jahrgang?
    In welchen Ländern hat sich das erledigt?
    Und welche Bundesländer kehren am Gymnasium zurück zu G9, sodass dort in einem Jahr erheblich weniger Abiturienten sein werden, weil die SuS ein Jahr länger in den Schulen sitzen?

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