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Verband Niedersächsischer Lehrkräfte: Oberschulen weiterentwickeln und zukunftsfähig aufstellen

HANNOVER. Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR) befürwortet eine wissenschaftliche Evaluation der Arbeit der Oberschule fünf Jahre nach ihrer Einführung, so wie es die CDU-Landtagsfraktion in ihrem unlängst eingebrachten Entschließungsantrag zur Zukunft der Oberschule in Niedersachsen fordert. „Die nach dem Gymnasium zweitbeliebteste weiterführende Schulform kann dadurch zweifelsohne weiterentwickelt und zukunftssicher aufgestellt werden. Die Oberschullehrkräfte haben in dieser Zeit engagiert und mit viel Idealismus diese neue Schulform aufgebaut und mit Leben gefüllt., betont VNL/VDR-Landesvorsitzender Manfred Busch in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es: „Große Sorge bereitet vielerorts die Umsetzung der Inklusion an den Oberschulen, die besonders stark von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf besucht werden. Hier macht sich der Mangel an Förderschullehrkräften besonders eklatant bemerkbar. Der VNL/VDR fordert daher zum wiederholten Male, dass an jeder Schule, insbesondere auch an Oberschulen, mindestens eine Förderschullehrkraft und ausreichend Unterstützungspersonal fest angestellt tätig sein müssen. Der VNL/VDR findet in diesem Zusammenhang den CDU-Vorschlag interessant, den Oberschulen die Möglichkeit zu eröffnen, in den Hauptfächern zusätzliche L-Kurse oder eigene Förderschulklassen einrichten zu können. Zumindest für einen gewissen Zeitraum könnten diese Varianten den Druck aus der aktuellen Inklusionsmisere nehmen. Grundsätzlich müssen jedoch die Oberschulen besser und nachhaltiger in die Lage versetzt werden, alle Schülerinnen und Schüler wirklich inklusiv beschulen zu können.

Der VNL/VDR sorgt sich wegen der schlechten Unterrichtsversorgung an vielen Oberschulen um die Qualität des Unterrichts und die Erfüllung des Bildungsauftrages. Zum einen können nicht alle ausgeschriebenen Stellen besetzt werden, zum anderen gibt es bereits einen großen Fachlehrermangel in Fächern wie im MINT-Bereich, in Französisch und im musisch-kulturellen Bereich. So muss schon heute ein Teil dieses Unterrichtes ausfallen oder es muss fachfremd unterrichtet werden. Dieser Zustand droht sich zu verstärken.

Die Oberschule, die aus den bewährten Schulformen Realschule und Hauptschule hervorgegangen ist, muss nach Ansicht des VNL/VDR auch in Zukunft erfolgreich arbeiten können. Dazu wird eine Oberschule mit einem sowohl leistungs- als auch sozialbewussten Profil benötigt. Sie muss ihrer Aufgabe nachkommen können, Schülerinnen und Schülern die Fortsetzung ihres Bildungsweges sowohl berufs- als auch studienbezogen zu ermöglichen. „Wir begrüßen, dass sich endlich eine große Partei mit einem Entschließungsantrag der Zukunft der Oberschule annimmt. Auf viele der dort genannten Punkte haben wir als Experten bereits früher schon hingewiesen“, so Busch abschließend.“

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