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Schüler fordern von Schulen ein „Hausaufgabenkonzept“ – um sich bei zu viel Arbeit gegenüber einzelnen Lehrern wehren zu können

WIESBADEN. Den ganzen Tag in der Schule und dann noch Hausaufgaben obendrauf? Wenn es nach der hessischen Landesschülervertretung geht, sollen die Schulen des Landes jeweils ein Konzept für Hausaufgaben erarbeiten, aus dem hervorgeht, was einzelne Lehrer aufgeben dürfen  – und wie sie sich über den Gesamtumfang abzustimmen haben. Bei zu viel Arbeit könnten sich Schüler darauf berufen.

Nicht gerade die optimale Haltung für die Hausaufgaben. Foto: apdk / Flickr (CC BY 2.0)

Nicht gerade die optimale Haltung für die Hausaufgaben. Foto: apdk / Flickr (CC BY 2.0)

Die Landesschülervertreter fordern ein Hausaufgabenkonzept an jeder hessischen Schule, auf das sich Schüler bei zu viel Arbeit berufen können. «Selbst wenn es ein solches Programm gibt, wissen die wenigsten Schüler etwas davon», sagte der stellvertretende Landesschulsprecher Fabian Pflume auf Anfrage in Wiesbaden. Zwar sieht das hessische Schulgesetz vor, «Grundsätze für die Hausaufgaben im Rahmen eines schuleigenen Konzepts» zu beschließen. «Das ist jedoch nur ganz selten tatsächlich der Fall», erklärte Pflume.

Die Landesschülervertretung (LSV) habe beispielhaft 29 der 34 weiterführenden Schulen im Wetteraukreis nach ihren Grundsätzen für die Hausaufgaben befragt, erklärte der 17-Jährige. «Nur vier hatten einen entsprechenden Plan vorzuweisen.»

«Hausaufgaben tragen zur sozialen Ungleichheit bei», betonte Pflume. Häufig profitierten die Kinder von der Hilfe ihrer Eltern. «Oder von einem Nachhilfelehrer, wenn die Familie sich das leisten kann.» Grundsätzlich will die Interessenvertretung der rund 800 000 Schüler an weiterführenden Schulen in Hessen die Heimarbeit deshalb komplett abschaffen. Stattdessen sollen freiwillige Übungsstunden in der Schule das Gelernte vertiefen.

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Dass Lehrer die Hausaufgaben betreuen, wie es etwa an Ganztagsschulen bereits umgesetzt wird, findet auch der Landeselternbeirat sinnvoll. Noch wichtiger sei aber eine größere Differenzierung der Aufgabenstellungen, sagte der Vorsitzende des Landeselternbeirats Reiner Pilz. «Hausaufgaben sollten nicht komplett abgeschafft werden.»

«Auch ohne ein festes Hausaufgabenkonzept sprechen sich die Lehrer untereinander ab», meinte Andreas Lotz, stellvertretender Landesvorsitzender des Hessischen Philologenverbands. «Wir müssen dabei aber die Rückmeldung der Schüler im Blick haben und denen helfen, die von zuhause keine Unterstützung bekommen», erklärte Lotz. Auch die Eltern sollten besser eingebunden werden.

Das Kultusministerium macht eine Abschaffung der Hausaufgaben oder eine Umwandlung in Schulaufgaben nicht mit. Das wurde bereits im vergangenen Jahr deutlich. Es gebe neben den klassischen Hausaufgaben bereits zahlreiche «Aufgaben, die im Rahmen von Lernzeiten oder Lern- und Übungszeiten in der Schule bearbeitet» würden. Auf Hausaufgaben in ihrer «den Unterricht ergänzenden Funktion» werde auch in Zukunft nicht verzichtet, erklärte das Ministerium in der Antwort auf eine entsprechende Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag.

Der jetzige Schüler-Vorschlag, der noch im Frühjahr an das Kultusministerium gehen soll, ist ein Kompromiss: «Wir halten weiter an unseren Forderungen fest. Ein echtes Hausaufgabenkonzept wäre aber ein erster Schritt in die richtige Richtung», sagte Pflume. Schüler hätten so Richtlinien, an denen sie sich orientieren und mit deren Hilfe sie sich bei erdrückender Arbeitslast zur Wehr setzen könnten. Außerdem plant die LSV zum Ende des Schuljahres eine landesweite Umfrage unter Schülern, um ihre Argumente noch besser mit Zahlen zu untermauern – auch zum Streitthema Hausaufgaben. dpa

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37 Kommentare

  1. Ein Hausaufgabenkonzept sehe ich kritisch! Ich gebe fast immer spontan Hausaufgaben auf. Leider gibt es zu viele Kollegen, die der Meinung sind, Hausaufgaben gehörten zu einer Unterrichtsstude dazu. Ich halte das für falsch. Einziger Zweck von Hausaufgaben sind meiner Meinung nach die Übung und Festigung an einfach Aufgaben. Also gebe ich keine Hausaufgaben auf, wenn sich dies gerade nicht anbietet, und das ist in ca. 50% aller Stunden der Fall. Würden alle in etwa dieser Quote folgen und Fächer wie Sport, Musik usw. ganz darauf verzichten, würde es kaum ein Problem geben.

    • Ob man das nach Fächern aufschlüsseln kann? Es gibt grundlegende Inhalte, die „schreien“ nach Vertiefung, andere weniger. Ich denke, im Klassenverbund läßt sich das regeln, ohne das es zuviel wird. Die entsprechende vorausgehende Kommunikation vorausgesetzt.

  2. Die Schüler sollen froh sein, dass sich die meisten Lehrer nicht an die Grenzen des Hausaufgabenerlasses halten und müssen bedenken, dass Nacharbeit des Unterrichts und Vokabelnlernen keine Hausaufgaben im Sinne des Erlasses sind.

  3. Dann möchte ich nicht wissen, wie diese Schüler ein Studium bestehen wollen, geschweige denn ein Duales Studium.
    Klar in der Berufsschule gibt es eher selten Hausaufgaben.
    Dennnoch gilt: Lernen ist wichtig.
    Ansonten stimme ich Küstenfuchs und Jürgen zu.

    • Ersetzen wir Lernen, durch Einüben oder Vertiefen? 🙂
      Vom Berufsschüler wird erwartet, daß er sich selbst auf den Hosenboden setzt. Ansonsten schaut der ausbildende Betrieb danach.

      • Wie soll denn der Lehrer die Hausaufgaben differenzieren? Schwache Schüler müssen mehr Übung und für diese zusätzlichen Übungen auch noch überproportional mehr Zeit als die starken Schüler, selbst wenn diese mit Vertiefungsaufgaben versorgt werden. Gemäß Erlass muss sich der Lehrer an den Durchschnittsschülern orientieren.

        • Theorie und Praxis? Momentan schwache Schüler, müssen da durch. Grundsätzlich schwache oder überforderte Schüler, sind, auf Dauer, an der falschen Schule? Das mag zwar hart klingen, es ist aber so. Der aufmerksame Lehrer kennt ja seine Pappenheimer und ist in der Lage dies einzuschätzen. Im Verbund mit den Eltern. Wie gesagt, Theorie und Praxis. 😉

          • Meine Meinung. Aber dem Lehrer glaubt ja keiner, besonders wenn sich Eltern und Schüler gegen den Lehrer verbünden.

          • Jürgen und seine Pappenheimer

            General von Pappenheim und Generalfeldmarschall Tilly
            Am 20.5.1631 erfolgte nach Artilleriebeschuss die Erstürmung der Stadt Magdeburg (35.000 Einwohner) mit einem Großfeuer, Plünderungen und einem Gemetzel an der Zivilbevölkerung mit 20.000 Toten. Danach gab es noch 449 Einwohner in der Stadt Magdeburg.
            Verwickelte die Kaiserlichen Truppen Breitenfeld in eine offene Feldschlacht, bei der diese vernichtend geschlagen wurde. Anschließend zog er ab 1632 Plündernd durch Westfalen, wobei er von der neutralen, freien Reichsstadt Schutzgeld gegen eine Brandschatzung erpresste.

          • Kurt Tucholsky würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er wüsste, von wem, in welcher Weiise und wofür seine Pseudonyme „Ignaz Wrobel“ und „Peter Panter“ benutzt werden.
            Ich warte nur noch auf „Theobald Tiger“ und „Kaspar Hauser“, was dann sogar eine Vervierfachung statt nur Verdopplung desselben Schreiberlings wäre.
            Das hat Tucholsky wahrlich nicht verdient.

          • @Papa 51
            Gut erkannt. Ich befürchte nicht nur eine Verdoppelung. 😉
            Übrigens: Eine solch verbissene Diskussion kann nicht gesund sein.

          • PAPA 51

            Sie haben rein gar nichts verstanden. Ich gebe den Schreiberling an sie zurück.Hier bedienen sich alle eines Anonym.Und ihr Spruch mit dem im Grab umdrehen ist auch ein vielfach benutztes Plagiat.
            Nah ,wenigstens erinnern sie sich an diese Pseudonyme, nicht aber an dessen Geist.
            Ich durfte in meinem Leben überlebende Gegner des deutschen Faschismus kennen lernen.
            Sie sind einfach nur pikiert.
            Hier toben sich echte Stahlhelm-Anhänger im Forum und sie stören sich am Umgang mit diesen.

          • Papa 51

            Wenn sie Lehrer sind wäre es schon toll, wenn sie ihre Schüler über Kurt Tucholsky, sein Wirken, sein Leben etc aufklären würden. Genau das macht Unterricht spannend. Man muss Schüler begeistern für Menschen , die sich für Freiheit und Demokratie eingesetzt haben. Dann werden Legenden wieder lebendig.
            So, und jetzt wünsche ich Ihnen noch eine gute Nacht.
            Und ziehen sie sich Ihre Biedermeier-Schlafmütze auf und träumen mal schön weiter von der Zukunft. Auf das Sie die Vergangenheit irgend wann mal einholt.

          • Und in diesen Forum gibt es wirklich gute Menschen mit richtig guten Wortbeiträgen die wirklich lesenswert sind,

            aber diese Beiträge der AfD sind einfach unerträglich !

          • Papa 51

            Und noch eins, aus der Geschichte kann man doch etwas lernen.

      • Wo ist da der Unterschied zwischen Einüben und Vertiefen?

        • werter Herr peter panter, der eine übt sich hier in (vermeintlichen) Sarkasmus ein, ein anderer verteift das Thema –

          • arnulf hopf

            Welche unglaubliche Unkenntnis umgibt Sie.
            Schauen sie sich einmal die Wortbeiträge eines“ Jürgen“ im Artikel über unseren werten Kollegen Höcke in diesem Forum an. Dann verstehen sie hoffentlich was ich meine.

      • An Euch

        Jürgen und die deutsche Geschichte.

        Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdiy, Sohn jüdisch-deutscher Eltern, protestantisch erzogen,gründete das erste deutsche Musik-Konservatorium in Deutschland, führte Händel und Bach neu ein,wie Mozart hochbegabt, hatte eine hochbegabte Schwester, welche überragende Kompositionen schrieb, welche ihr Bruder unter seinem Namen veröffentlichen musste, damit auch diese Werke gespielt wurden.

        Dieser wirklich große Deutsche wurde von den Nationalsozialisten posthum ausgebürgert.
        Wussten sie das.

        Ich bin „stolz“ auf „jenes Deutschland“, das „jener Jürgen“ , (ich könnte ihn drücken, nur wo ?) wegen seiner finanziellen Zuwendungen dieses „heroischen Staates“ für Mutterschaften mit klaren Familienverhältnisse, der Mann arbeitet, die Frau steht am Herd, als Folge einer Geburt ,erfolgt die Erlassung von 25 % des Baukredits durch eine Enteignung der jüdischen Nachbarn.
        Hurra, das schrieb dieser Star. Und sie waren pikiert, als Bernd und dieser Ignaz Wrobel , diesen Biedermann auseinandernahmen. Zum Glück war auch noch Anna da. Auf die ist wirklich Verlass, die gibt Gas und ich habe wirklich Spaß an ihr, weil diese beiden Menschen so menschlich sind und so wenig eingefahren sind in ihrer Denke.

  4. Das Photo ist schon reichlich suggestiv!?

  5. An den hier geposteten Beiträgen fällt schmerzhaft auf, dass nicht einmal in einem Nebensatz das Thema HA (selbst-)kritisch dargestellt wird. 1000+1 zufällig erinnerte Details/ Erfahrungen zum Themas werden bedauert, aber keine Auseinandersetzung mit dem Landesschülerrat-Papier geführt. Dabei passiert doch in vielen (Ganztags- usw.-)Schulen schon etwas, das den status quo bei sog. HA verändert. Auch ist die Literatur zum Thema in fast allen Schul-Bibliotheken und in unseren Zeitschtriftenabos unübersehbar; aber Routinen und Beharrungskräfte sind offenbar stärker.
    Steigen wird doch mal aus dem „System“, um zu erkennen, dass hinter unseren in den Beiträgen geposteten QUALEN wir ganz oft (und strukturell nur sehr langsam abnehmend) noch immer als Feuerwehrleute für selbstgelegte Brände aktiv sein sollen/müssen(?)/wollen(?) ! Nehmen wir die Diskussion mit dem Schülerrat doch auf, sprechen wir aufklärend, fordernd und kompromissbereit mit ihnen und nehmen wir die Situation zum Anlass, Selbstverantwortungs- und Mitgestaltungserfahrungen als Grundlage allen selbstbestimmten Lernens zu ermöglichen !

    • Problem ist, dass zu selbstbestimmten Lernen nur die Schüler in der Lage sind, die auch ohne zu Murren die Hausaufgaben erledigen würden. Alle anderen Schüler — die meisten — tun ohne Hausaufgaben nichts für die Schule.

      Ich halte es mittlerweile wie folgt: Die Schüler sind dazu verpflichtet, den Unterricht nachzuarbeiten, wenn sie den Abschluss schaffen wollen. Immerhin wollen das die mit Abstand meisten. Diese Nacharbeit geht am effizientesten in Form von Hausaufgaben.

    • Da ist etwas dran! Ich denke auch, dass vielen der Beiträge mehr Selbstkritik gut zu Gesicht stehen würde. In vielen ländlichen Gebieten sind einige Schüler ab der 5. Klasse (egal ob Gymnasium oder Gemeinschaftsschule oder wie auch immer die Alternative heißt) an einigen Tagen nicht vor 17:15 Uhr wieder daheim(andere hingegen schon um 15:50). Bei 11-Jährigen sehe ich da keine Chance mehr auf sinnvolle Hausaufgaben, auch bei 17-Jährigen kann da noch höchstens eine Stunde als sinnvoll erachtet werden, eher weniger. Auch ein „normaler“ Arbeitnehmer hat dann Feierabend!

      Leider schaffen es nicht alle Kollegen, dies durchgehend im Kopf zu haben. Das sollten wir Lehrer einmal selbstkritisch sehen. Auch der Vorwurf, Hausaufgaben trügen zur sozialen Ungleichheit bei, ist ja nicht vollkommen von der Hand zu weisen.

      Daher kann ich die Forderung nach einem Konzept verstehen. Ob ich sie als sinnvoll und insbesondere praktikabel erachte, sei mal dahin gestellt.

      • Es ist doch keiner gezwungen im ländlichen Raum zu leben. Hinzu kommt dass im gebundenen Ganztag (Rechtslage in NRW) Hausaufgaben im klassischen Sinn vertiefender Übung nicht statthaft sind.

        • „Es ist doch keiner gezwungen im ländlichen Raum zu leben.“
          Das soll doch nun wirklich kein sinnvoller Beitrag zur Diskussion sein, oder gibts den Beitrag auch in „schlau“?

          • @küstenfuchs – eigentlich müssten Sie es besser wissen. Wie kommen Bewohner im schulpflichtigen Alter von den nord- und ostfriesischen Inseln und Halligen mit Ausnahme von Norderney zu Gymnasialabschlüssen? Die verlassen des Schulabschlusses wegen das häusliche Umfeld und ziehen in die Nähe der Schule.

            Wer also die Fahrzeit mit dem Schulbus für zu zeitaufwendig hält, muss sein Kind bei Verwandten oder Bekannten in Nähe der Schule unterbringen oder eine Internatslösung anstreben.

          • Das ist zum einen kaum vergleichbar und zum anderen kaum praktikabel. Es gibt schlicht mehr betroffene Kinder als bezahlbare Internatsplätze.
            Zudem kann man auf allen nordfiesischen Inseln bis zur 10. Klasse einen mittleren Schulabschluss machen (mit einer entsprchenden Förderungen besonders schlauer Kinder, anders als an normalen Geminschaftsschulen) und erst dann ggf. eine Oberstufe besuchen, auf Föhr und Sylt gibt es sogar Gymnasien. Dass man auf Gröde oder Hooge ein solches Angebot nicht vorhalten kann, ist logisch. Ich aber rede auch von 10-Jährigen aus der 5. Klasse, die sowohl an Gymnasien als auch Gemeinschaftsschulen bis 15:45 Unterricht haben und dann im Zweifel noch eine lange Fahrzeit. Wenn wir alle Kinder fördern wollen, dürfen wir nicht erhebliche Teile ausgrenzen.

            Im Übrigen: Hier fordern nicht die Elternvertreter, sondern die Schülervertreter ein solches Konzept. Und die Schüler bestimmen nicht, wo sie wohnen.

          • Wieso wollen Sie anderen Kindern die Möglichkeit zu einem 8-stündigen Schulschlaf vorenthalten? Reicht doch dass sie während der Busfahrten wach sind, um die Hausaufgaben abzuschreiben.

  6. Den Zusammenhang müssten sie mal erläutern. Im Übrigen: Wenn die Hausaufgaben ohnehin zum großen Teil abgeschrieben werden, wieso dann überhaupt welche aufgeben?

  7. Hausaufgaben sind manchmal nötig. Wenn SuS sich auf Klausuren vorbereiten sollen, die den Rahmen einer Doppelstunde sprengen, geht es leider nicht anders. SuS wollen Feedback und Sicherheit bei der Vorbereitung auf die Klassenarbeiten/Klausuren, wie soll ich ein adäquates Feedback geben, wenn die SuS mit ner 40-Minuten-Analyse zu mir kommen und dann wissen wollen, was das in der Klausur für eine Note wäre?
    Betrachte ich meine Oberstufe, so sehe ich SuS, die eine Textquelle auf einer Seite analysieren und welche, die sich die Leistungserwartung einer Klausur zum Maßstab machen. Beides ist ok, solange es dem Folgeunterricht nützt und dem Schüler/inn einen ausreichenden Raum für die Kontrolle der eigenen Skills bietet, die sie schließlich im Abitur brauchen. Gebe ich da keine Hausaufgaben auf, weise ich da nicht auf die Anforderungen einer Klausur hin, muss ich mir später anhören, sie seien nicht richtig vorbereitet gewesen.
    Was mir zudem aufgefallen ist und was sich in der allgemeinen Diskussion wiederfindet, ist – etwas überspitzt gesagt- die Annahme, dass man als Schüler seine Pflicht für die Allgemeine Hochschulreife in dem Moment als erfüllt ansieht, sobald man es geschafft hat, seinen Hintern aus dem Bett zu hieven und in die Schule zu kriegen.  ( mit ein wenig Augenzwinkern)

    • genauso überspitzt formuliert genügt den hintern aus dem bett hieven und in die schule kriechen den halbwegs cleveren schülern dank der kompetenzorientierten abspeckung der abituranforderungen für den erhalt des abiturs.

      realistisch gesehen tun nach wie vor die cleveren tendenziell mehr für die schule als die, die am lautesten nach dem hausaufgabenkonzept schreien.

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