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Nach Streit mit der Mutter («Sieh zu, wie Du morgen in die Schule kommst») marschiert Junge nachts los, um pünktlich zu sein – Polizei findet ihn im Wald

BAD ORB. Als Polizisten den 15-jährigen Schüler um halb fünf Uhr morgens aufgegriffen haben, sei er völlig durchfroren gewesen. Nach einem Streit mit seiner Mutter hatte der Jugendliche versucht, die 15 Kilometer von seinem Wohnort zur Schule zu Fuß zu überwinden.

Weil er sich mit seiner Mutter gestritten hatte, hat sich ein pflichtbewusster Jugendlicher aus dem Main-Kinzig-Kreis in der Nacht allein auf seinen 15 Kilometer langen Schulweg gemacht. Polizisten fanden den durchgefrorenen 15-Jährigen am Mittwochmorgen gegen 4.30 Uhr auf einer dunklen Landstraße im Wald. Er hatte versucht, den Weg von Bad Soden-Salmünster nach Bad Orb zu laufen, wie die Polizei in Offenbach am Donnerstag mitteilte.

Mitten in der Nacht haben Polizisten den 15-jährigen auf der Landstraße aufgegriffen, dabei wären 15 Kilometer Schulweg zu Fuß schon bei Tag nicht ohne. (Foto: HDRMeurer/Flickr CC BY-NC 2.0)

Mitten in der Nacht haben Polizisten den 15-jährigen auf der Landstraße aufgegriffen, dabei wären 15 Kilometer Schulweg zu Fuß schon bei Tag nicht ohne. (Foto: HDRMeurer/Flickr CC BY-NC 2.0)

Die Beamten nahmen ihn zur Wache mit, wo er sich aufwärmte und seine Geschichte erzählte: Am Vortag hatte er sich mit seiner Mutter gestritten. Diese soll ihm während des Streits den Satz «Sieh zu, wie Du morgen in die Schule kommst» an den Kopf geworfen haben.

Da die Busse streikten, nahm er den Spruch seiner Mutter wörtlich. Er stellte sich einen Wecker, zog sich früh morgens an und brach zu dem etwa 15 Kilometer langen Fußmarsch auf. Der Fahrer eines Streufahrzeuges hatte ihn unterwegs ein Stück mitgenommen. Als die Beamten die Mutter anriefen, konnte sie laut Polizei nicht glauben, dass ihr Sohn ihren Ausspruch ernst genommen hatte. (dpa)

Ein Kommentar

  1. Respekt! 15 ist das richtige Alter für solche unglaubliche Touren.

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