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Baaske: Noten für Schüler in der 1. und 2. Klasse sollen durch Berichtszeugnisse ersetzt werden

POTSDAM. Brandenburgs Schüler der 1. und 2. Klasse sollen zukünftig verpflichtend keine Noten mehr bekommen. Stattdessen solle es flächendeckend eine schriftliche Leistungsbeurteilung geben, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag. Das rot-rote Kabinett beschloss eine entsprechende Änderung des Schulgesetzes, der der Landtag noch zustimmen muss. Mit der Neuregelung soll verhindert werden, dass in den sogenannten Flex-Klassen – zusammengefasste Klassen aus 1. und 2. Jahrgangsstufe – die einen Schüler Zeugnisse mit Noten bekommen und die anderen ohne.

Hat Reformen angekündigt: Brandenburgs Schulminister Günter Baaske (Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg)

Hat Reformen angekündigt: Brandenburgs Schulminister Günter Baaske (Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg)

Mit der Gesetzesänderung sollen auch die Einsatzmöglichkeiten für pädagogische Helfer im Unterricht erweitert werden. Sie dürfen nicht nur an Förderschulen, sondern künftig auch an Grundschulen eingesetzt werden, die gemeinsames Lernen von Schülern mit und ohne besonderen Förderbedarf anbieten.

Auch eine neue Schulbezeichnung wird im Gesetz verankert: die Schulzentren. Dabei handelt es sich um bereits existierende Zusammenschlüsse von Grundschulen mit Ober- oder Gesamtschulen – mit gemeinsamem Leiter und Konzept. Es werde weder eine neue Schulform noch ein neuer Abschluss geschaffen, betonte Baaske. Es gibt bereits 36 solcher Zusammenschlüsse im Land. dpa

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37 Kommentare

  1. Weise jeder Note einen Textbaustein im Umfang von ein paar Sätzen zu und perfekt ist das Zeugnis ohne Noten.

  2. Dümmer geht es nimmer.

  3. Fragt mal die rheinland-pfälzischen Grundschullehrerinnen, wie die sich freuen, wochenlang Berichte für ihre Kleinen zu schreiben, die (wie Arbeitszeugnisse) nichts Negatives enthalten dürfen und entsprechend zwischen den Zeilen gelesen werden müssen. Den Eltern wird das Zeugnis ausführlich erläutert. Ein echter Beitrag zur Intensivierung des Arbeitslebens, genau wie man es von Rot-Rot erwarten darf.

    • Ich hatte in Klasse 1 und 2 auch noch Berichtzeugnisse. Ganz unabhängig davon gebe ich Ihnen recht. Bei den folgenden Elterngesprächen wird der Text wieder in Zahlen von 1 bis 6 übersetzt werden dürfen. Frieds Vorschlag mit den Textbausteinen ist eine Überlegung wert. Die Automatisierung nicht, aber 2-3 Sätze für jede Teilnote erleichtern das Leben enorm — übrigens auch bei der Notenbegründung beim mündlichen Abitur.

    • Das selbe, was Sie beschreiben, wird in NRW praktiziert. Es darf nur positiv geschrieben werden, damit die Schüler durch ein feedback bloß nicht verunsichert werden . Um so schlimmer stellt sich die Situation für die lieben kleinen da, wenn diese dann plötzlich Schulnoten erhalten, welche die katastrophalen Lernergebnisse dann dokumentieren. Dann schon lieber nur Noten und klares aufzeigen der Stärken und Schwächen im Gespräch mit den Eltern.

  4. Berichtszeugnisse sind doch viel genauer. Was sagt schon eine Note? Dass man am Tag xy die Arbeit vermasselt hat?

    • Die Berichtszeugnisse sind dann genauer, wenn die Worte für die Schreibende dasselbe bedeuten wie für alle Lesenden und wenn beim Schreiben des Zeugnisses sehr viel Zeit und Sorgfalt investiert wurde. Wer wegen eines schlechten Tags und verhauener Arbeit eine schlechte Jahresnote vergibt, der hat nicht verstanden, wie aus den Einzelnoten eine Zeugnisnote entstehen sollte.

    • Klassenarbeiten zählen maximal 50% der Zeugnisnote, eine einzelne Klassenarbeit maximal 25%. Insofern sagen Notenzeugnisse genauso viel oder wenig aus wie Berichtzeugnisse, besonders die zeiteffizient verfassten.

      • Ich glaube nicht, dass die meisten hier wissen, wie die Textzeugnisse in NRW für die zieldifferent unterichteten Schüler (Lerner) verfasst werden.

        Der Inhalt wird beschrieben und Anschließend wird berichtet welche der angegebenen Kompetenzen der Schüler erreicht hat.

        z.B. Inhalte: Wiederholung der Grundrechenarten

        „XY kann die grundlegenden Rechenoperationen (Strichrechnung) im einstelligen Bereich zufriedenstellen ausführen, lediglich beim Zehnerübergang bedarf er der Unterstützung.“

        Nicht erwähnt wird, dass er die Subtraktion überhaupt nicht begriffen hat, folglich die Grundlagen der Punktrechnung weggelassen worden sind.

        • Natürlich sind die Kompetenzen, die der Schüler nicht erreicht hat, viel wichtiger. Das geht allerdings im Zwang der positiven Formulierung komplett unter.

          • Eben, der Scheixx ist nur im Umkehrschluss zu entschlüsseln. Ich muss explizit wisen, was in den Curricula steht und die beschriebenen Inhalte, Methoden und Erziehungsziele kennen und mit dem textzeugnis abgleichen. Die Kompetenzen, die erwähnt werden, sind vollkommen ohne Belang. Der eigentliche Erkenntniswert besteht in dem, war überhaupt keine Erwähnung findet.

            Wenn also 15 Kompetenzen in unterschiedlichen Stufen erreichbar gewesen wären und nur 4 Kompetenzen im basalen Bereich verortet werden, dann liegt die Aussage darin, dass Schüler XY ganz wenige Kompetenzen auf niedrigem Niveau erworben hat und die meisten anderen geforderten Kompetenzen nicht beurteilt werden konnten,d a ein Kompetenzzuwachs ausblieb.

  5. Mississippi

    Stehen Sie auf Peter Petersens Pädagogik ?
    Kennen Sie dessen Hintergrund und seine Abgründe?
    Kann man das voneinander trennen ?

    • In meinem Bundesland (BaWü gibt es in Klasse 1 auch Berichtszeugnisse, in Klasse 2 nur Noten in Deutsch und Mathematik. Das hat nicht Peter Petersen entschieden. Wer sind Sie eigentlich? Hier mit 2 verschiedenen Namen aufzutreten und uns Lehrern sagen wollen, wo es langgeht?

      • „Wer sind Sie eigentlich?“
        Wenn Sie diese Frage wirklich interessiert und Sie sie nicht nur zur herablassenden Abqualifizierung gebrauchen, können Sie mit einem Klick auf Google mehr über diesen Herrn erfahren, der sogar unter seinem Namen und nicht anonym wie Sie schreibt.

        • @ U.B.: Aber er schreibt auch unter Ignaz Wrobel und das ist er ja wohl nicht. Und Sie schreiben auch unter einem Pseudonym.

          • Jetzt bin ich überrascht, mississippi, dass die Herren von Lintig und Wrobel ein und dieselbe Person sein sollen. Sind Sie sicher?
            Ich wundere mich, weil ich qualitativ einen gewaltigen Unterschied sehe, aber vielleicht haben Sie Recht.
            Woraus schließen Sie das?

            Entschuldigen Sie bitte meinen etwas rüden Ton von gestern Abend, er ist mir jetzt erst so richtig aufgefallen. Ich war wohl schon reichlich müde.

          • @ U.B.
            Das muss soll jeder machen, wie er will. Wer regelmäßig hier mitliest, dem fällt halt so etwas auf. Anonymität oder auch nicht ist halt manchmal vertrackt. ; – )

  6. Das hat er nicht entschieden. Ich wundere mich nur darüber, warum dessen Ideen von Unterricht eine derartige Verbreitung erfahren konnten. Ich stieß bei Benjamin Ortmeyer und Oelkers auf diesen Pädagogen.
    Seine Pädagogik fördert eher den Zusammenhalt der Klasse, als die Effektivität der Vermittlung der Lerninhalte.

  7. Mississippi

    Andererseits muss ich meine Patienten über die Risiken und Nebenwirkungen,sowie alternative Verfahren aufklären. Außerdem muss ich mich an wissenschaftlich belegte Leitlinien halten. Verhalte ich mich nicht danach, droht mir eine zivilrechtliche Klage und bei Schäden ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft
    Und das wird zu Hauf praktiziert.
    Jetzt ist es aber so, dass eines meiner Kinder bei drei Handykaps falsch beschult, mit falschen Methoden geschädigt wurde und es erheblichen Aufwandt bedurfte das Ganze wieder in normale Bahnen zu bringen.
    Jetzt verstehen sie vielleicht warum ich mit diesem Elan gegen diese Methoden vorgehe.

  8. In Niedersachsen gibt es seit mindestens 40 Jahren Berichtszeugnisse in Klasse 1+2. Am Ende der 2. Klasse wird darüber beschieden, ob das Kind die Lehrgangsziele erreicht hat. Auch wenn es seit ein paar Jahren „Kompetenzen“ heißt, hat sich daran nicht wesentlich etwas geändert.

    Viel Unmut gab es allerdings angesichts eines Vorgehens seitens des Ministerums, den Förderschülern mit zieldifferenter Beschulung auch Noten zu geben, ohne die Standards dafür klar festzulegen. Dann stehen in Klasse 3 Kinder mit zielgleicher und mit zieldifferenter Beschulung nebeneinander und vergleichen ihr Zeugnis. DAS ist weitaus schwieriger zu vermitteln, als ein Berichtszeugnis zu verfassen, in dem die Lernstände der Schüler festgehalten werden.
    Elterngespräche führt man ohnehin, dafür bräuchte die LehrerInnen-Woche einen zusätzlichen Tag.

    Die kritisierten Vorschläge kommen nicht von irgendwelchen Lehrkräften oder Pädagogen, sondern aus den Ministerien, sie haben mit den Methoden, gegen die Sie schreiben, eigentlich gar nichts zu tun, da wie im Fall Niedersachsen die Verbalbeurteilungen seit Jahrzehnten ausgehändigt werden – unabhängig von Methoden im Unterricht. In o.g. Fall ergibt sich der Vorschlag aus einer misslichen Lage innerhalb der flexiblen Eingangsstufe (Flex-Klassen), in anderen Situationen entspricht eine Verbalbeurteilung in Klasse 1 und/oder 2 jahrzehntelanger Praxis, die dem Umstand Rechnung trägt, dass die Entwicklung in den ersten beiden Jahren ein besonderes Augenmerk verlangt und weit indiviudeller vor sich geht, als Noten es ausdrücken könnten – auch hier: ohne ansehen der Methode! Auch bei einem fibelzentrierten Unterricht gibt es Kinder, die die entsprechenden, notwendigen Leistungen im ersten Jahr nicht zeigen, im zweiten aber dermaßen ausbauen, dass sie am Ende als gute SchülerInnen ins 3. Schuljahr gehen.

    Viel interessanter finde ich, dass es Unterschiede in den Bundesländern gibt und immer wieder voneinander abgeschrieben wird, dies dann aber als „neue Erfindung“ oder „Stein der Weisen“ verkauft wird.

  9. @ Axel von Lintig: Das mag ja sein, dass Ihre Tochter falsch beschult wurde. Dafür können wir nichts und hätte es etwas geändert, wenn sie Noten anstelle eines Berichtes bekommen hätte? Was sagt die Note ausreichend? Reicht es oder reicht es nicht? Ist es schlecht? Wie schlecht? Was kann sie nicht? Kann sie überhaupt etwas? Was muss man verbessern? Wo genau liegen die Defizite? Gelingen ihr ein paar Dinge vielleicht doch? Das erfahren Sie aus der Note nicht.
    Noten kommen noch früh genug.
    Werden Ihre Patienten immer sofort gesund? Müssen Sie nicht auch mal umkehren und andere Wege einschlagen? Was einem Patienten hilft, bewirkt eventuell bei dem anderen zu wenig. Man kann nicht ein Programm ablaufen lassen und hinten kommt der gesunde oder kluge Mensch heraus.

    • Mississippi
      1. Ich finde einfache Noten eigentlich schon ausreichend.
      2. Von Textbausteinen halte ich überhaupt nichts, da diese im geringsten eine ausreichende Beurteilung ermöglichen.
      3.Außerdem halte ich eine individuelle Beurteilung durch Lehrer für genauer und qualifizierter.
      4. Zur Medizin:
      Im Bereich der Medizin werden Methoden, welche im Vergleich zu anderen nur einen sehr geringen Effekt haben erst gar nicht mehr praktiziert, da diese nicht in die Leitlinien aufgenommen werden.
      Sogenannte Expertenmeinungen haben nur eine untergeordnete Rolle , so dass der Einfluss einzelner Personen auf die sachgerechte Therapie untergeordnet ist, weil es die S-Leitlinien gibt, an die sich jeder besser halten sollte.
      Nicht jeder Patient wird gesund. Es gehört zu unseren Aufgaben die Patienten in einer allgemeinverständlichen Weise über die Risiken, die Nebenwirkungen , Komplikationen und mögliche alternative Methoden aufzuklären.Und ohne diese Aufklärung gibt es nur im Notfall eine angemessene Therapie.
      5. Die Hattie-Metaanalyse liefert Daten , welche uns erlauben zu sagen, welche Unterrichtmethoden und Faktoren welchen Effekt auf das Lernverhalten der Schüler haben.Diese Daten sind auf deutsche Schüler übertragbar.
      Und dieser Diktion sollte man sich als Lehrer vernünftiger Weise unterziehen.

  10. Für mich ist das Problem, dass dann alles gleich so extrem gemacht wird. Wenn Text, dann muss es in manchen Bundesländern schon extrem viel sein. Warum geht nicht etwas Text oder ein Ankreuzverfahren? Zum Lern- und Sozialverhalten sollte es auf jeden Fall die Möglichkeit geben, etwas zu schreiben. Im 1. Schuljahr müssen es wirklich noch keine Noten sein, aber im 2. Schuljahr sollte dann so langsam darauf hingeführt werden, damit nicht der große Schock im 3. Schuljahr kommt. Mir ergeht es in meinem Bundesland so, wie Pälzer oben geschildert hat – eine wochenlange Zusatzarbeit – wo der Zeitaufwand in keinem Verhältnis zm Nutzen steht.

  11. mississippi

    Es hat nichts mit Noten zu tun,es ging um die Methode einem Kind mit einer auditiven Wahrnemungsstörung infolge einer beidseitigen, dreijähriger Schalleitunsstörung ,zu zwingen mit einer Anlauttabelle sich selbst das Schreiben beibringen zu wollen. Und das erfolgte auch noch in der Inklusion. Ich verhalte mich diesbezüglich auch nicht unsachlich.

    • Da es ja gar nicht um Noten geht, sage ich mal: es geht auch gar nicht um die Methode:
      Es geht immer wieder um diesen EINEN Fall, bei dem vielleicht wirklich einiges nicht gut gelaufen ist.

      Da Sie ja immer ihre medizinischen Richtlinien vorzeigen, sage ich mal, was in einem solchen Fall an unserer Schule passiert wäre:
      – Das Kind hätte hoffentlich einen Kindergarten besucht und wenn es der nächstgelegene gewesen wäre, wäre es im Alter von 4 Jahren dort durch eine Ärztin vom Gesundheitsamt untersucht worden (das wäre flächendeckend sinnvoll, von U-Untersuchungen mal abgesehen) … und man hätte Auffälligkeiten feststellen können. Daraufhin hätte es eine Empfehlung gegeben, das Kind genauer zu untersuchen oder aber auch eine Form von Frühförderung mit ggf. komplexen Leistungen in unterschiedlichen Therapiebereichen.

      – Das Kind wäre im Alter von 4 Jahren in NRW zu Delfin 4 eingeladen worden … in Niedersachsen gibt es etwas ähnliches. Es hätte dort Auffälligkeiten geben können, sodass es einen zweiten ca. 20 min Einzeltest gegeben hätte und im Anschluss womöglich die Teilnahme an der Sprachförderung vor der Einschulung, die durch die Lehrkräfte der Grundschule erteilt wird. Diese unterrichten das Kind dann einzeln oder in einer Kleingruppe eine oder mehrere Stunden in der Woche im Schuljahr vor der Einschulung, schreiben Beobachtungen dazu auf, suchen ggf. das Gespräch mit den Eltern und geben dann zur Einschulung auch ein Votum ab.

      – Das Kind wäre im Jahr vor der Einschulung im Rahmen der allgemeinen Schuluntersuchung eingeladen und getestet worden. Auch da hätte man etwas feststellen können, das zumindest eine genauere Untersuchung – in diesem Falle bei einem Pädaudiologen – gerechtfertigt hätte.

      – Das Kind wäre von der Schule im Jahr vor der Einschulung in einem Gruppen-Verfahren getestet worden und es hätte in der Gruppensituation z.B. beim Aufgabenverständnis oder bei der phonologischen Bewusstheit Auffälligkeiten geben können, dem folgen Elterngespräch und Empfehlungen, sowie ein Votum zur Einschulung bzw. Schulreife.

      – Die Eltern hätten von der Störung schon längst gewusst und hätten die Schule rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, sodass die Schule möglicherweise bereits im Jahr vor der Einschulung eine Überprüfung, in diesem Fall für den Bereich Hören, eingeleitet hätten. Dieses Verfahren wird in Zusammenarbeit mit einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Höbeeinträchtigtenpädagogik durchgeführt. An dieser Schule werden Testverfahren eingesetzt, die allgemein üblich sind, allerdings werden häufiger die (gleichen) Tests von HNO-KollegInnen aus dem Umland nicht akzeptiert, sondern die Kinder erneut getestet. Es gibt eine Zusammenarbeit dieser Schule mit einem HNO-Prof, der in manchen Fällen hinzugezogen oder empfohlen wird (auch darüber kann man streiten) und am Ende gibt es ebenfalls eine Diagnose und eine Empfehlung medizinischer Art wie auch ein fertiges Gutachten zum möglichen Unterstützungsbedarf im Bereich Hören, einschließlich Hinweisen zu baulichen Maßnahmen etc., deren Umsetzung die Eltern dann bei dem Schulträger vehement einfordern müssten… Es gibt auch Schulträger, die gerne bereit sind, aktustische Dämmung in Klassen vorzunehmen und deren Mitarbeiter selbst die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen für alle Kinder verstehen.

      – Das Kind wäre vielleicht trotz Auffälligkeiten (ich kann da manche Gutachten des Gesundheitsamtes nicht immer nachvollziehen) eingeschult worden, das ist mit oder ohne Wahrnehmungsstörungen und mit oder ohne Unterstützungsbedarf auch in der Regelschule möglich, wobei es keine Förderstunden als den 2 Std. pro Woche pro Klasse (pauschal, nicht pro Kopf) gibt, bei Unterstützungsbedarf Hören können weitere 3 Std. pro Kopf beantragt und ggf. gewährt werden (gilt für Nds, Grundschule).
      Im Anfangsunterricht wären bei den Übungen zur phonologischen Bewusstheit in den ersten Wochen oder ersten freien Schreibversuchenim Herbst oder im Winter (bei egal welcher Methode jenseits dessen, was man als „Abschreiben“ bezeichnet) Defizite aufgefallen. Daraufhin hätte es einen Förderplan gegeben, gezieltere Übungen, ein Gespräch mit den Eltern und womöglich auch Hinweise, wie das Kind im häuslichen Bereich gefördert werden kann – samt Material – und welche Ärzte sinnvollerweise konsultiert werden sollten, um bestimmte Störungen auszuschließen, sofern dies noch nicht erfolgt ist.

      Gerade deshalb gehören qualifizierte Grundschullehrkräfte in die ersten Jahrgänge, die sich mit sehr vielen Lernschwierigkeiten und Hemmnissen beschäftigt haben und denen Defizite früh auffallen, um eine Förderung zumindest anstoßen zu können und den winzigen Spielraum im Rahmen des bestehenden Schulsystems auszuschöpfen.

      – Für das Kind werden in Förderplänen, Gesprächen, Auswertungen, erneuten Planungen genaue Ziele und Maßnahmen vereinbart, die klassenintern geleistet werden können, außerdem ist es möglich, über einen Nachteilsausgleich Hören weitere Hilfestellungen zu erreichen.

      – Den Eltern ist frei gestellt, eine Schulbegleitung für ihr Kind zu beantragen. In Niedersachsen ist es so, dass die Schule den Eltern zwar den Hinweis darauf geben kann, alles andere bleibt aber die Aufgabe der Eltern, die sich kümmern möchte oder auch nicht … und dabei wieder auf die Gutachten der Ärzte angewiesen sind. Da kennen Sie sich ja gut aus und wissen, dass diese immer genau nach Richtlinien arbeiten. Wären Sie aber unwissend an den falschen geraten, hätte ihr Kind jetzt eine tägliche Dosis Ritalin verordnet, von Therapie wäre nie die Rede gewesen, von Förderung auch nicht.

      Wie viele Personen waren bis hierhin schon daran beteiligt, das Kind zu beurteilen und einzuschätzen?
      Aber am Ende war es DIE EINE Lehrerin mit DIESER EINEN Methode, die dem Kind geschadet hat.

      … da hätte ein Notenzeugnis Ende der 1. Klasse auch nicht geholfen, denn die aufgezeigten Maßnahmen wären alle vor oder innerhalb des 1. Schuljahres abgelaufen.

      • Palim

        Danke für die Erläuterungen.
        Das Problem hatte ich bereits beschrieben: Ab dem ersten Lebensjahr beidseitige Schallleitungsstörung infolge chronischem Mittelohr-Erguss bis zum 3. Lebensjahr.
        Es wurden alle U-Untersuchungen durchgeführt. Dem behandelnden Kinderarzt waren die auffälligen motorischen Bewegungseinschränkungen bekannt. Das Gehen erfolgte erst mit 2 Jahren,das Krabbeln erfolgte vorher auch schon verspätet. Erste zwei Worte , Hase und Papa mit einem Jahr, danach Abbruch der Sprachentwicklung.Es erfolgte eine Kommunikation über Schreien. Intensive Sprachförderung durch uns Eltern mit Liedern, Vorsprechen, Vorlesen ohne adäquate Beantwortung durch das Kind.
        Im zweiten Lebensjahr erfolgte die Vorstellung beim hiesigen HNO-Arzt, der keinen validen Hörtest durchführte. Er klatschte unter anderem in die Hände, das Kind zuckte zusammen. Seine Reaktion: Sie hört doch.Der Hörtest erfolgte in einem kleinen Raum mit einfachen Kopfhörern., nicht wie bei einem Päd-Audiologen.
        Der Kinderarzt suchte nach Erklärungsmöglichkeiten der Sprachentwicklungsverzögerung, welche familiär bedingt sein könnten nach seiner Meinung.
        Dann erfolgte mit 3 Jahren die erneute Vorstellung bei einem anderen HNO-Arzt in Hamm,
        Dieser diagnostizierte adenoide Wucherungen mit einem chronischen beidseitigem Mittelohrerguss. Es erfolgten adenoide Polypenabtragung beidseits und die Einlage von Dauerröhrchen.
        Nach der Operation hörte sie sofort,sie erschrag aber bei der Toilettenspülung und war sehr geräuschempfindlich. Es erfolgte eine Logopädische Betreuung, sie besuchte einen örtlichen Kindergarten,.Sie zog sich gerne alleine zurück, spielte lieber alleine und nahm sich viele Pausen.Es erfolgte eine sehr langsame Sprachentwicklung. Der Delfin-Test stellte einen Förderbedarf fest, welcher auch in Anspruch genommen wurde.
        Bis zum ertsen Einschulungstermin sprach sie keine ganzen Sätze sondern nur undeutliche Worte mit einer sehr gering ausgeprägten Mimik. Weitere Fördermöglichkeiten wurden uns nicht vorgestellt, weder Ergotherapie noch andere Methoden und trotz unserer Nachfragen.
        Der Wechsel in einen Förder-Kindergarten brachte weiter Verbesserungen im Verhalten, motorische Gangunsicherheit wie Zwischenschritten beim Treppensteigen waren noch immer vorhanden. Nach der Vorstellung bei der Amtsärztin erfolgte die Rückstellung zur Einschulung um ein Jahr.
        Im 7. Lebensjahr erfolgte die inklusive Einschulung. Zu diesen Zeitpunkt sprach sie keine ganzen Sätze, die Lärmempfindlichkeit war immer noch vorhanden. Dabei war die Konzentrationsspanne deutlich eingeschränkt und betrug ca. 5 bis 10 Minuten.
        Die Lernmethode:Mit einer Anlauttabelle nach Bilder im Delfin-Heft schreiben,Lesen durch Schreiben, Tinto, Rechtschreibwerkstatt Sommer-Stumpenhorst, freies Schreiben. 26 Schüler in der Klasse bei sehr großem Lernpegel in der Klasse ohne Teppichboden. Keinerlei strukturierte Schreib- oder Lesehilfen, weitgehend eigen initiatives und selbst gesteuertes Lernen ohne Intervention des Lehrerin mit einer mehr abwartenden Haltung.
        Am Ende der ersten Klasse erfolgte der Antrag auf ein Beschulung in einer Sprachförderschule , welche erst durch massiven Druck unserer seit schließlich doch bewilligt wurde. Ich hätte alle Optionen gezogen einschlie0lich einer Klage auf der Grundlage von Gutachten.
        Ich habe mir den Kieler Leseaufbau gekauft und damit die erste Tochter und auch die zweite Tochter damit im Lesen geschult.Durch das Lesen von Silben und in Silben untergliederte Wörter in aufsteigender Schwierigkeit erfolgte ein schneller Aufbau der Lesefähigkeiten und eine deutliche Verbesserung der Sprache. Die Leseautomatik funktionierte trotz einer maximalen Konzentratiosspanne von ca. 5 Minuten durch Vor- und Nachlesen und schließlich alleiniges Lesen.
        Gleichzeitig erfolgte jetzt eine intensive ergotherapeutische Unterstüzung. durch eine Montessori Rechnenförderung.
        Als Erschwernis trug Sie noch ein Hörgerät bei unverschlossenem linken Trommelfell.Außerdem ist sie Rechtshänderin, sie sieht aber mit dem linken , dominanten Auge und scant von recht nach links gegen die deutsche Lese-Richtung.
        In der Sprachförderschule erfolgte die silbierte Schreibstrategie mit vorgegebenen Würtern, zum Teil nach Mildenberger-Programm.Darunter erfolgten deutliche Fortschritte.
        Zusätzlich arbeiteten wir mit beiden Kinder am Wochenende mit der Silben-analytischen Methode nach Röber aus dem Mildenberger-Verlag.
        Inzwischen erfolgt die Förderung durch die Förderung der Schreibautomatik mit ähnlichen Wortstämmen erfolgreich.

      • Palim

        Es geht nicht um den einen Fall, sondern um die Methoden des einenständigen, selbst organisierten und eigen initiativen Lernen von Grundschülern im Lese- und Schrifterwerb im Material zentrierten Unterricht. Und als betroffene Eltern geben wir hier auch die Meinung von ca. 350 betroffenen und befragten Eltern wieder. Schließlich müssen wir Eltern die entstandenen, methodisch bedingten Defizite unserer Kinder ausgleichen oder diesen selber durch eigene oder finanzierte Nachhilfe vorbeugen.
        Wir haben hier in den letzten drei Jahren hier vor Ort Eltern und betroffene Schüler hinsichtlich der Wirkung der praktizierten Methoden von Lesen durch Schreiben und Material zentrierten Unterricht in eigener Initiative der Schüler befragt und diese machten eben diese Methoden für das schlechte Abschneiden ihrer Kinder im Lese- und Schrifterwerb verantwortlich.
        Und wenn hier Personen eine Kritik daran nicht ertragen können, dann ist es deren Problem.

        • Ihre Antwort an mississippi:
          „Es hat nichts mit Noten zu tun,es ging um die Methode einem Kind mit einer auditiven Wahrnemungsstörung infolge einer beidseitigen, dreijähriger Schalleitunsstörung ,zu zwingen mit einer Anlauttabelle sich selbst das Schreiben beibringen zu wollen.“

          EIN Kind mit erheblichem Unterstützungsbedarf benötigt bessere Bedingungen.
          Meiner Meinung nach wären auch bei anderer Methodenwahl die Bedingungen nicht besser und das Kind hätte genauso scheitern können.
          Bei besseren Bedingungen und ausreichend Begleitung hätte das Kind womöglich auch mit dieser Methode erfolgreich gelernt.

          Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben: es ist nicht DIE EINE Methode, deren Verbot alles auf einen Schlag verbessern würde. Schulen brauchen bei heutiger Schülerschaft andere Ausstattung und bessere Bedingungen, wenn man Lernen bei allen Kindern fördern und fordern will.

          • Ich denke auch, Palim, dass bei einem Kind mit „auditiver Wahrnehmungsstörung infolge einer beidseitigen, dreijährigen Schallleitungsstörung“ das Lesen- und Schreibenlernen unter einem ungünstigen Stern steht.
            Andererseits verstehe ich Ihre Behauptung nicht, dass eine andere Methode diesem Kind keine größeren Chancen geboten hätte.
            Herr von Lintig hat doch immer wieder lang und breit beschrieben, auf welchem Weg und mit welchem Lehrwerk seiner Tochter geholfen wurde und wie auch die jüngere Schwester davon noch profitierte.

            Wenn er davon spricht, dass es nicht allein um sein Kind gehe, sondern eine stattliche Anzahl von Eltern aus seinem Umfeld mit der Methode „Lesen durch Schreiben“ ebenfalls höchst unzufrieden sei und in ihr die Ursache für Defizite ihrer Kinder im Lesen und Schreiben sähe, so ist das doch ernst zu nehmen und nicht abzuschmettern mit dem Hinweis auf einen besonderen Einzelfall – zumal die Reichen-Methode inzwischen von vielerlei Seiten für den sprunghaften Anstieg lese- und rechtschreibschwacher Schüler und Schulabgänger verantwortlich gemacht wird.
            Natürlich würde ein Verbot dieser Methode nicht alles auf einen Schlag verbessern, was heutzutage schulisch im Argen liegt. Wie sollte es dieses Wunder auch vollbringen?
            Wenn die Kinder aber wieder besser Lesen und Schreiben lernten durch das einfache und kostenlose Verbot einer fragwürdigen Methode, wäre das doch ein erheblicher Gewinn.

          • Bestimmt wäre das ein Gewinn für die Schüler. Aber für die Lehrer?

            Ich wage mal die Behauptung: Dadurch, dass die meisten Lehrer heute durch eine nie dagewesene Heterogenität der Schüler dermaßen überlastet sind, dass sie kaum wissen, wie sie ihre Mammutaufgaben bewältigen sollen, brauchen sie Methoden, die eine möglichst große Selbstbeschäftigung und ein möglichst großes Selbstlernen der Schüler erlauben.
            Und dazu gehört nun mal die Methode „Lesen durch Schreiben“, auch wenn sie mit so groben Mängeln behaftet ist, dass ein Verbot überfällig erscheint.

          • „Herr von Lintig hat doch immer wieder lang und breit beschrieben, auf welchem Weg und mit welchem Lehrwerk seiner Tochter geholfen wurde“
            Ja, Ursula, hat er. Und vermutlich ist es ihm zu verdanken und seinem Engagement, dass sein Kind so weit gefördert werden konnte.

            Ich bin sehr dankbar darum, wenn ich mit Eltern gemeinsam arbeiten kann, wir gemeinsam überlegen, was möglich ist und wenn Eltern selbst sich so stark um ihre Kinder bemühen, weil das System Schule dies zurzeit nicht kann und Politiker das offenbar auch nicht ermöglichen wollen.
            Nicht so glücklich bin ich, wenn Eltern die Ziele für ein Kind, das Wahrnehmungsstörungen hat, extrem hoch stecken, und meinen, nur das tägliche Diktat und der benotete Rechentest bringen das Kind zu ihrer Meinung nach angemessenen Leistungen.

            Aus den Ausführungen A.v.L.s ist ersichtlich, dass das Kind EINZELförderung mit erheblichem zeitlichen Aufwand und individueller Begleitung erhalten hat und unter diesen Umständen Fortschritte erzielen konnte.
            DIESE Bedingungen gibt es in Schulen aber gar nicht. Ich bekomme für die SuS in meiner Klasse nicht mal die 2 Std. pro Woche zusätzliche Förderschulbegleitung, die für alle SuS und alle Fächer ausreichen muss.
            Und wenn ein Kind mit Beeinträchtigung im Gleichschritt mit allen anderen durch ein anderes Lehrwerk getrieben wird, ohne dass auf die individuellen Bedürfnisse geachtet oder eingegangen werden kann, wird es auch daran scheitern, ebenso, wie wenn man es in eine Ecke setzt und Mandalas anmalen lässt, damit es ruhig und beschäftigt ist, und dies dann als „Inklusion“ verkauft.
            Das Kind wird auch nicht besser, wenn ich nach einem Jahr eine 5 auf das Zeugnis setze, es braucht nämlich die Anerkennung kleinster Fortschritte, um das Lernen selbst zu begreifen.

            Wahrnehmungsstörungen und andere Beeinträchtigungen lösen sich ja nicht auf, nur weil Kinder in einem Raum mit anderen sitzen oder weil man erwartet und fordert, dass das Kind das vom Schulbuchverlag ausgerechnete Tempo (Anzahl der Seiten des Schulbuchs/ 40 Schulwochen) einhalten muss.

            Inklusion braucht gut ausgebildete Lehrkräfte und die Lehrkräfte brauchen ZEIT AM KIND und für die Vorbereitung.
            Da gibt es nicht EINEN Weg für alle.
            Das blinde Kind braucht andere Materialien als das taube, das ist offensichtlich. Ebenso gibt es Kinder, die sich mit dem Lesen schwer tun, aber ein Kind mit Störungen in der phonologischen Bewusstheit braucht andere Hilfen als das mit visueller Wahrnehmungsstörung.

            Insgesamt – und da bin ich vermutlich von Axel von Lintigs Meinung gar nicht so weit entfernt – brauchen die Kinder Anleitung. Das ist eben die „Zeit am Kind“, die kaum gewährt wird und die Lehrkräfte eigentlich gar nicht haben, aber doch dringend brauchen. Selbstständiges Üben und Trainieren braucht es auch – das ist ein wenig wie der Volksschulunterricht im letzten Jahrtausend, aber die Schülerschaft war ein andere.
            Offene Aufgabenformen, Forschen und Entdecken sind ebenfalls sinvoll, aber alles braucht – meiner Meinung nach – Anleitung, Begleitung und ggf. Hilfestellung entsprechend der Fähigkeiten der SuS … und um so mehr, wenn Kinder Defizite in Grundfähigkeiten haben.
            Dies im Blick zu haben, zu dosieren, anzupassen, ist die Aufgabe der Lehrkraft, die nicht allen die gleiche Menge zur gleichen Zeit mit gleichem Ziel geben kann. Meiner Meinung nach geht das nämlich bei keiner Methode, nicht bei einer stark gelenkten, aber auch nicht bei einer komplett offenen.

            Inklusiver Unterricht mit Kindern unterschiedlicher Begabung und Beeinträchtigung ist eine komplexe Angelegenheit. Da bin ich dankbar um helfende Eltern, wäre aber auch dafür, dass die Bedingungen, unter denen dieser Unterricht laufen muss, endlich der Tätigkeit und Erwartungshaltung angepasst wird, damit es nicht irgendwann allen i-Kindern so geht wie der Tochter des Herrn v.L.

          • Ketzer,Ursula Prasuhn, Sofawolf,GriasDi,Palim und andere

            Durch die Methoden Lesen durch Schreiben ,
            sowie freies Schreiben mit einer Bilder-Anlaut-Tabelle in eigenständiger, eigen initiativer und selbst gesteuerter Form,
            erarbeiten sich die Schüler mit einer positiven Verstärkung durch den Lehrer (smile, Lob keine Verbesserung etc.) , ohne Fehlerkorrektur ,
            eigenständige ,systematische und falsche Strategien zum Erlernen des Schreibens im Langzeitgedächtnis.
            Diese sind sehr resistent und schwer wieder durch Umlernen zu umgehen und bleiben bestehen.
            Das sind Erkenntnisse der neueren Hirnforschung.Sie verbleiben wie Spuren im Hochschnee (Spitzer)

            Dadurch kommt auf die Lehrer und seine Schüler in den folgenden Jahren noch mehr Arbeit hinzu. Fehler häufen sich und nehmen noch mit steigendem Alter der Schüler zu. (Vermutung von Günther Thome,ABC und andere Irrtümer über Orthographie, Rechtschreiben,LRS). Dies bestätigen aber die Resultat nach Beschulung am Ende der 10 bis 13. Klasse.
            Heraus kommen die zusätzlichen 20 % Schüler mit einer antrainierten Lese-Rechtschreibschwäche durch diese Methoden.
            Wichtigste Aufgabe der Lehrer ist beim Lese- und Schreiberwerb der Schüler darauf zu achten, dass von der ersten Klasse an die richtigen Basisgrapheme vermittelt werden, z.B ie = langes „i“ in zweisilbigen deutschen Wörtern.
            Ab der zweiten Klasse werden dann die Orthographeme,
            z.B.ih,ieh und i vermittelt.
            Das ABC bildet nicht die Laute der deutschen Sprache ab.
            Diese Methode ist längst veraltet und gehört in das 19.Jahrhundert.
            Hier folgen nun nur einige Beispiele für diese Behauptung.
            Sprechen Sie sich einmal folgende Worte vor und achten sie auf das Phonem (akustischer Laut ) t und sein Graphem:
            rot, Ratte, Wald, Stadt, Theater. Es sind 5 Grapheme.
            Oder das selbe Phonem in Häuser, heute,Scheune,Bäume.
            Man muss dem Schüler Hilfen mit Übungen geben und einer Gegenkontrolle: Haus Häuser, Baum Bäume, und der Schüler muss nach dem Wortstamm suchen.

            Lesen durch Schreiben und freies Schreiben schaden allen Schülern in unterschiedlichem Maße in Abhängigkeit von der Intervention durch die Eltern, Nachhilfelehrer oder den Lehrer.
            Aber warum sollte der Lehrer eine derartige Methode anwenden, die geradezu derartige systematische und strukturierte Fehler zulässt. Der Lehrer bindet sich damit noch mehr Arbeit an sich oder seine nachfolgenden Kollegen, die Eltern und an die erforderlichen Nachhilfelehrer.
            Deshalb wurde diese Methode auch von nahezu allen 350 betroffenen, befragten im Raum Warendorf abgelehnt.
            Es ist die Mischung aus eigenständigem, selbst gesteuertem und überwiegend Material zentrierten Lernen mit diesen Methoden , welche dieses katastrophale Potential in sich tragen.
            Wir und alle anderen Befragten sehen das so.
            Andere Personen, welche dies anders sehen , sind die Hauptvertreter dieser Methoden, die fernab der täglichen Schultätigkeit nichts mit den Auswirkungen dieser Methoden zu tun haben.
            Diese äußern sich regelmäßig in der Presse und in ihrem Hauptverbreitungsorgan ihres Verbandes und beschwichtigen,
            disseminieren und verteidigen wider besseren Wissens und ohne wissenschaftlich, valide Grundlagen ihre Methoden.

          • Palim

            Die synergistische Arbeit von Lehrern und Eltern ist sehr wichtig für den strukturierten Lese- und Schrifterwerb. Allein der Lehrer sollte die Eltern in diesem Prozess anleiten bei eigenständigen Übungen zu Hause. Das geht auch mit kurzen schriftlichen Hinweisen , was förderlich wäre.
            Es käme allen beteiligten zu gute, wenn die Hetereogenität der Schulklassen aufgehoben würde und die Schüler in eigenen Gruppen, Klassen zusammengefasst wurden. Dann hätten die Lehrer auch mehr Zeit für die einzelnen Lerngruppen

          • Palim

            Die synergistische Arbeit von Lehrern und Eltern ist sehr wichtig für den strukturierten Lese- und Schrifterwerb. Allein der Lehrer sollte die Eltern in diesem Prozess anleiten bei eigenständigen Übungen zu Hause. Das geht auch mit kurzen schriftlichen Hinweisen , was förderlich wäre.
            Es käme allen beteiligten zu gute, wenn die Hetereogenität der Schulklassen aufgehoben würde und die Schüler in eigenen Gruppen, Klassen zusammengefasst wurden. Dann hätten die Lehrer auch mehr Zeit für die einzelnen Lerngruppen

  12. Die einen machen es mit Noten, die anderen mit Farben (wie neulich zu lesen war), wieder andere mit Wortgutachten. Wo liegt der Unterschied?
    Da les ich doch lieber eine 5 als ein vernichtendes Wortgutachten.
    Übrigens der Vera-Test wirbt damit, dass Stärken und Schwächen der Schüler (mit Wortgutachten) analysiert werden und jede Lehrkraft eine Rückmeldung zu einzelnen Schülern bekommt. Ehrlich gesagt: diese Wortgutachten kann man in die Tonne treten, eine Note hätte es auch getan.

  13. Mein Gott, diese Kuscheldidaktiker immer. Was gibt es an Noten auszusetzen? Die Kinder haben weniger Probleme als die Eltern, die ihr Kind schon im ersten Schuljahr auf dem Gymnasium sehen. Mit Misserfolgen und Rückschlägen muss jeder umzugehen lernen. Nur weil ich in Deutsch keine Note erhalte, wird mein Arbeitgeber doch irgendwann merken, dass ich nicht lesen und schreiben kann. Und diese sinnlosen Textformulierungen, die alles und nichts sagen und nur wohlwollend sein dürfen. Da fände ich ein Punktesystem besser, zeigt es doch auch Tendenzen (2+/2-) ab. Ansonsten sollten Lehrer wenigstens eine Woche Unterrichtszeit bekommen, denn solch ein Zeugnis lässt sich nicht eben schnell ausrechnen.

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