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Das „Obama“-Institut: Uni Mainz nennt Institut für Transnationale Studien um

Barack Obama ist der neue Namensgeber für das Institut für Transnationale Studien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Umbenennung sei mit dem Weißen Haus in Washington abgestimmt worden, sagte Alfred Hornung, Sprecher des Obama-Instituts am Freitag. Das entsprechende Schreiben des ehemaligen Präsidenten der USA hänge aber nicht an einer Wand im Institut. «Das ist im Präsidium abgeheftet», sagte Hornung.

Das Obama-Institut ist nach Angaben der Universität eine interdisziplinäre Forschungsplattform, welche die Rolle der USA in einer globalen Welt untersucht. Derzeit arbeiten am Institut rund 50 Wissenschaftler der Kultur-, Geschichts-, Sozial- und Rechtswissenschaften sowie der Geografie zusammen.

Sieht seine Wahlkampfauftritte offenbar als politische Bildungsveranstaltung: US-Präsident Obama. Foto: Pete Souza / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

 Der ehemalige US-Präsident Obama war für viele liberale Denker ein Vorbild. Foto: Pete Souza / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Die Idee zur Umbenennung habe es schon seit 2012 gegeben, doch sei ein aktiver Präsident als Namensgeber nicht infrage gekommen, sagte Hornung. «Weil man nie weiß, wie die Präsidenten sich in ihrer Amtszeit noch verhalten.» Die Einweihung nach der Übernahme des jetzigen US-Präsidenten Donald Trump setze außerdem ein besonderes Signal: gegen Protektionismus und Abschottung und für die multiethnischen, weltoffenen und liberalen Werte von Obama. dpa

3 Kommentare

  1. Ich finde es grundsätzlich schlecht, Namen, Straßen, Plätze, Schulen, Institutionen nach lebenden Personen zu benennen. Das hat immer einen faden Beigeschmack (Personenkult), den man gerade im Osten kennt und kannte.

  2. Ich finde Obama nach allem, was ich über ihn und von ihm hörte, sehr sympathisch. Dennoch ist es nicht recht, ihm Denkmäler zu setzen, solange er noch lebt. Auf fatale Weise spiegelt es den Nobelpreis wider, den Obama quasi im Voraus bekam und den er, wie man jetzt nach der Bilanz seiner Amtszeit klar sehen kann, keineswegs verdient hat (wiewohl ich es ihm gewünscht hätte).

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