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Lehrer streiken wieder am Dienstag – „Beschäftigte müssen reagieren“

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Gewerkschaften für Dienstag (14.2.) zu weiteren Warnstreiks und Protestaktionen in Baden-Württemberg und Sachsen aufgerufen. Auch die Gewerkschaft der Polizei beteiligt sich.

In Baden-Württemberg werden neben den Mitarbeitern in Universitäten, Autobahnmeistereien oder Landesmuseen auch angestellte Lehrer die Arbeit vorübergehend ruhen lassen, wie die Lehrergewerkschaft GEW am Freitag ankündigte. Mehrere tausend Unterrichtsstunden würden ausfallen, hieß es. Wie schon am vergangenen Dienstag wird es in Stuttgart eine Kundgebung geben. Es geht im Südwesten um 285 000 Beschäftigte, von denen 185 000 verbeamtet sind.

Die Abgeordneten des Landtags hätten die Erhöhung ihrer Altersbezüge kürzlich damit begründet, sagte GEW-Landeschefin Doro Moritz, dass ein Mandat im Landtag attraktiv bleiben müsse. «Umso mehr haben die deutlich schlechter bezahlten angestellten Lehrerinnen und Lehrer ein Gehaltsplus verdient», sagte Moritz. Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross sagte dazu: «Wer sich selbst dermaßen bedient, darf seinem eigenen Personal die Wertschätzung nicht verweigern.»

Auch in Nordrhein-Westfalen streikten in dieser Woche zahlreiche Lehrkräfte. Foto: GEW NRW

Auch in dieser Woche haben  zahlreiche Lehrkräfte gestreikt. Foto: GEW NRW

Schüler und ihre Eltern in Sachsen-Anhalt müssen aufgrund von Warnstreiks am kommenden Dienstag mit Unterrichtsausfällen rechnen. Vor der dritten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten der Länder haben die Gewerkschaften zum Ausstand aufgerufen. Zur zentralen Kundgebung in Magdeburg werden mehrere tausend Teilnehmer erwartet, wie die Lehrergewerkschaft GEW, der Beamtenbund dbb und die Gewerkschaft Verdi am Freitag mitteilten.

Neben den Beschäftigten an Schulen und Hochschulen sind auch alle übrigen Beschäftigten des Landes zum Warnstreik aufgerufen – darunter etwa Straßenmeistereien und die Finanzverwaltung. Nach Angaben des dbb arbeiten in Sachsen-Anhalt etwa 38 000 Menschen im Öffentlichen Dienst des Landes. Hinzu kommen rund 22 000 Beamte, auf die das Ergebnis der Tarifverhandlungen übertragen werden könnte.

Die Gewerkschaften fordern Entgelterhöhungen in einem Gesamtvolumen von sechs Prozent. «Wenn die Arbeitgeberseite an ihren Ritualen festhält und wie in der Vergangenheit in den ersten Verhandlungsrunden kein Angebot vorlegt, müssen die Beschäftigten darauf reagieren», begründete Verdi-Landesbezirksleiter Oliver Greie den Aufruf zum Warnstreik. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hält die Forderungen als Arbeitgeber für zu hoch. Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 16. Februar. dpa

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