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Druck von Elternseite wächst: Volksinitiative «Gute Inklusion» sammelt 10.000 Unterschriften in Hamburg

HAMBURG. Die Volksinitiative «Gute Inklusion für Hamburgs SchülerInnen» hat nach eigenen Angaben in nur sechs Wochen mehr als die erforderlichen 10 000 Unterschriften gesammelt. Die Initiative will aber noch weitere Unterstützer für ihr Anliegen suchen und die Unterschriftensammlung erst Anfang Mai in der Senatskanzlei abgeben, wie Initiativensprecher Pit Katzer am Sonntag mitteilte. Ziel ist, dass sich die Bürgerschaft noch vor der Sommerpause mit dem gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder befasst.

«Über 10.000 Unterschriften in so kurzer Zeit zeigen, wie wichtig insbesondere den Eltern die bessere personelle und räumliche Ausstattung der schulischen Inklusion ist», erklärte die Vertrauensperson der Volksinitiative, Sylvia Wehde. Die Initiatoren fordern mehr pädagogisches, therapeutisches und pflegerisches Personal an den Schulen. Zudem müsse es mehr Therapie- und Pflegeräume geben. Gebäude und Schulhöfe sollen barrierefrei werden. dpa

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3 Kommentare

  1. Gibt es Schätzungen dafür, wie viel Geld zusätzlich gebraucht wird?

  2. Die Eltern fordern (wahrscheinlich) eine mindestens genauso gute Förderung an _jeder_ Regelschule wie an den früheren Förderschulen, sprich für jede mögliche Behinderung so viele ausgebildete Lehrkräfte, dass jedes der Kinder gemäß der jeweiligen Jahrgangsstufe gemäß der Behinderung unterrichtet werden kann. Interessanterweise gab es das alles beim früheren System schon, weil die gewünschte Förderung im regulären Klassenverband schlicht und ergreifend nicht möglich ist. Bei den wie auch immer lernbehinderten Schülern geht das spätestens ab Klasse 7, je nach dem schon ab Klasse 3 oder noch früher nicht mehr.

    Um einfach mal eine Zahl in den Raum zu werfen, wären das mindestens 10-20 Förderschullehrkräfte in Vollzeit an jeder einzelnen der rund 400 Hamburger Schulen, was jeden Monat rund 400x15x4000€ = 24 Mio € kostet, wenn man grob 4000€ brutto für jede Sonderschullehrkraft ansetzt. Da die Politik etwa 0€ zusätzlich für die Inklusion ausgeben möchte, ist die Unterschriftenaktion eine gute oder schlechte PR, mehr nicht.

  3. Sie bemängeln, dass die Bedingungen der gut ausgestatteten Integrationsklassen durch die Einführung der Inklusion insgesamt verschlechtert wurden.

    Die Initiatoren fordern, dass es in Grundschulen 3 Std. pro Kopf für i-Kinder gibt und bei der Grundversorgung von durchschnittlich 7% i-Kindern ausgegangen wird. (ursprünglich waren es weit weniger, die Anzahl der i-Kinder ist aber in den letzten Jahren erheblich gestiegt, dafür die Versorgung zusammen gestrichen worden).

    Letztlich fordert die Hamburger Initiative eine bessere Ausstattung personeller, räumlicher und therapeutischer Art sowie Barrierefreiheit.

    Die genauen Forderungen sowie deren Hintergründe kann man auf der Seite der Initiative nachlesen.

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