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Einbrecher knackten Schultresor mit Abi-Aufgaben – Ministerium verschickt landesweit neues Prüfungsmaterial

HANNOVER. Vermutlich auf der Suche nach Bargeld knacken Einbrecher in einem Gymnasium im niedersächsischen Munster mehrere Tresore. In einem liegen die Fragen für das Abitur in Politik. Das Kultusministerium in Hannover befürchtet Missbrauch – und tauscht die Aufgaben kurzfristig aus.

Ein Einbruch in ein Gymnasium in Munster hat für Abiturienten landesweit Folgen gehabt: Für das schriftliche Abitur am Montag im Fach Politik-Wirtschaft bekamen sämtliche Mädchen und Jungen andere Aufgaben als ursprünglich geplant.

Die Prüfungen seien grundsätzlich reibungslos abgelaufen, teilte das Kultusministerium in Hannover mit. Bereits am Sonnabend seien die Aufgaben ausgetauscht worden. Alle Schulen habe man rechtzeitig über den Schritt informiert. Nur in einer Handvoll Schulen habe sich der Start des Prüfungstages geringfügig verzögert. Auch dort hätten die Schüler aber die vorgesehene Zeit zum Bearbeiten der Aufgaben bekommen, hieß es im Ministerium.

In der Nacht von Freitag auf Samstag waren Einbrecher in das Gymnasium in Munster eingedrungen. Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion in Soltau sagte, gelangten die Täter durch ein Fenster in das Schulgebäude. Sie brachen verschlossene Türen auf und knackten mehrere kleine Tresore. In einem davon lagen auch die Aufgaben für das Abitur in Politik und Wirtschaft.

«Das war aber nach unseren Erkenntnissen nicht die Zielrichtung der Täter», sagte der Polizeisprecher. Die Einbrecher hätten 700 Euro erbeutet und seien vermutlich «weit weg vom Kreis der Abiturienten». Um einen möglichen Missbrauch auszuschließen, entschied sich das Kultusministerium trotzdem, die Prüfungsfragen neu zu formulieren. dpa

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