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Kostenlos Milch und Obst – Grundschulen aus Schleswig-Holstein können sich bewerben

KIEL. Ein Jahr lang kostenlos Obst, Gemüse und Milch für Schulkinder: Grundschulen und Förderzentren in Schleswig-Holstein können sich für die Teilnahme an dem EU-Programm bewerben. Das Geld reicht etwa für jede zehnte Einrichtung. Die Bewerbungsfrist beginnt am 31. März.

Äpfel sind unbestreitbar gesund; Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Äpfel sind unbestreitbar gesund; Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Bis zu 50 Grundschulen und Förderzentren in Schleswig-Holstein können von Sommer an ein Jahr lang kostenlos Obst, Gemüse und Milch für ihre Schüler bekommen. Dies ist Bestandteil eines Programms der Europäischen Union. «Gerade an einigen Schulen gibt es hier echten Bedarf. Außerdem lernen die Kinder so, wo das Essen herkommt und wie sie sich gesund ernähren», sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstag in Kiel. Gemeinsam mit Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) besuchte Habeck die Grundschule am Sonderburger Platz und bereitete mit den Schülern der Klasse 1c Obst und Gemüse für eine kleine Mahlzeit vor.

Vom 31. März an können sich interessierte Grundschulen und Förderzentren bewerben. Die EU stellt 1,1 Millionen Euro bereit, das Land weitere 400 000 Euro. Wer zum Zuge kommen will, muss an pädagogischen Begleitmaßnahmen teilnehmen. Die soziale Situation in der Schule und des schulischen Umfeldes (Brennpunktschulen) sind weitere Auswahlkriterien. Hierzu werde ein möglichst einfaches Verfahren entwickelt, kündigte das Landwirtschaftsministerium an.

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Am 31. März ist für die Schulen eine Informationsveranstaltung am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) geplant. Anschließend werden die Bewerbungsunterlagen für die Schulen und weitere Informationen zum Auswahlverfahren auf der Homepage der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de/schulobst zur Verfügung stehen

Schulen, die an dem Programm teilnehmen, suchen sich nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ihren Lebensmittellieferanten selbst aus. Eine Servicestelle soll die Schulen unterstützen. «Wichtig ist bei dem neuen Programm die Verknüpfung mit pädagogischen Gesichtspunkten», sagte Ministerin Ernst. So bereiteten Schüler das Frühstück gemeinsam vor, besuchten Bauernhöfe oder erforschten die Lebensmittel. «So erfahren sie viel Neues über gesunde Ernährung und Lebensmittelproduktion.» Das Thema «Gesunde Ernährung» sei ein klassisches Thema der Primarstufe und in den Lehrplänen für Heimat-, Welt- und Sachkunde fest verankert. «Deshalb richtet sich das Schulobstprogramm ausschließlich an Grundschulen und an Förderzentren», sagte Ernst.

Um möglichst viele Kinder zu erreichen, ist die Obstverteilung auf zwei Tage wöchentlich je Schule im Schuljahr begrenzt. So können den Angaben zufolge bis zu 50 Einrichtungen berücksichtigt werden – etwa zehn Prozent der Grundschulen. dpa

2 Kommentare

  1. Es geht bei dem Projekt um 400€ pro Schule und Schultag oder etwa 1-1,5€ pro Schüler und Schultag. Jede Schule jeden Schultag hätte statt der lächerlichen 1,5 Mio Euro immer noch für das Bundesland leicht bezahlbare 35-40 Mio Euro gekostet. Der Wille hat wohl für mehr als 0,4 Mio Euro zzgl EU-Zuschuss nicht mehr gereicht …

  2. Hier in RP erlebte meine Frau ein entsprechendes Programm für den Kindergarten. Da gab es Randbedingungen, z.B. mussten alle Lieferungen von einem Anbieter kommen, natürlich ein großer Obstmarkt, der dann Woche für Woche irgendwas brachte, was manchmal schmeckte und manchmal grasgrün unreif war, aus der Region oder von sonstwoinderWelt, genau gleichviel für jedes Kind, nimm alles oder du kriegst nichts … wäre spannend zu erfahren, ob SH es besser macht.

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