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Lehrer für Sorbisch-Unterricht in Sachsen dringend gesucht

In Sachsen werden dringend Lehrer für den Unterricht in sorbischer Sprache gesucht. Um den Bedarf decken zu können, werde geprüft, ob auch Bewerber zum Studium zugelassen werden können, die keine sorbischen Muttersprachler seien, sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) laut Mitteilung ihres Ministeriums am Donnerstag in Leipzig. Sie besuchte dort gemeinsam mit ihrer brandenburgischen Amtskollegin Martina Münch (SPD) das Institut für Sorabistik, das deutschlandweit einmalig ist.

Laut Stange könnten unter Umständen Bewerber mit polnischen, tschechischen, slowakischen und russischen Sprachkenntnissen für die Sorbisch-Ausbildung in Frage kommen. «Die Kapazitäten des Instituts für Sorabistik reichen aus, es mangelt aber an geeigneten Bewerbern», erklärte sie.

Münch warb für Brandenburg mit guten Berufsperspektiven für die am Sorabistik-Institut ausgebildeten Lehrer. «Eine sehr gute Qualifizierung von Sprach-Lehrkräften ist eine wesentliche Voraussetzung für die Bewahrung der wendischen Kultur und Sprache», so Münch. Für die Schulen in Brandenburg ist der Bereich Niedersorbisch von Bedeutung, da es die in der Niederlausitz gesprochene sorbische Sprache ist. In Sachsen ist dagegen das Obersorbische beheimatet. dpa

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Institut für Sorabistik

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