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Studie: Vernichtendes Urteil – Lehrer bewerten Umfeld für Weiterbildung als “miserabel”

Viele Lehrer bewerten ihr Umfeld für eigenes Lernen und Weiterbildung nach einer neuen Studie als miserabel. Nur drei Prozent der im Auftrag der Vodafone-Stiftung befragten Pädagogen finden die Lernkultur an ihrer Schule gut oder sehr gut – 97 Prozent sehen es negativ. Zugleich macht die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage unter 361 Lehrern und Lehramtsstudenten deutlich, dass es an den Schulen eher wenig Anreize zur Qualifizierung gibt.

Während jeder dritte Schulleiter und Fachbereichsleiter (32 Prozent) angibt, dass Lernen und Fortbildung eine große Rolle in Mitarbeitergesprächen spielt, stimmt dieser Aussage nur jeder siebte Lehrer ohne Führungsaufgaben (15 Prozent) zu. Eine klare Mehrheit der Lehrkräfte (70 Prozent) gibt an, keine Auswirkungen auf seine berufliche Zukunft zu befürchten, falls man sich nicht fortbilde. Insbesondere die Fehlerkultur in den Lehrerkollegien wird als schwierig beschrieben: Nur jeder dritte Pädagoge (31 Prozent) meint, zum Lernen an seiner Schule gehöre auch, Fehler machen zu dürfen.

Zu den Trägern der Weiterbildung gehören die Volkshochschulen. Foto: Schlaier / Wikimedia Commons(CC BY-SA 3.0)

Zu den Trägern der Weiterbildung gehören die Volkshochschulen. Foto: Schlaier / Wikimedia Commons(CC BY-SA 3.0)

Außerdem haben sich digitale Lernformate bei Lehrern offenkundig weniger durchgesetzt als in anderen Berufsgruppen, heißt es in der Studie. Zwar sehen 65 Prozent der Lehrer Computer und neue Medien als wesentliche Bereicherung ihres beruflichen Lernens an, aber Beschäftigte anderer Branchen sind hier mit 92 Prozent viel weiter.

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