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Bund will Kinderbetreuung mit mehr als einer Milliarde zusätzlich fördern – Familienministerin Schwesig spricht von „Meilenstein“

Ein neues Investitionsprogramm soll bis zum Jahr 2020 für 100 000 zusätzliche Kita-Plätze sorgen. Der Bundestag beschloss am Donnerstag einstimmig, den Ländern und Kommunen gut 1,1 Milliarden Euro für den Ausbau der Kindertagesbetreuung zur Verfügung zu stellen. Damit wollen die Abgeordneten den zusätzlichen Bedarf ausgleichen, der wegen steigender Geburtenraten und durch den Zuzug von Flüchtlingskindern erwartet wird. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss noch der Bundesrat zustimmen, was allerdings als Formsache gilt.

Familienministerin Schwesig ist zufrieden.

«Wir brauchen in Deutschland gute Kita-Plätze, um Beruf und Familie zu vereinbaren, aber auch, um alle Kinder gut fördern zu können», erklärte Familienministerin Manuela Schwesig. Die SPD-Politikerin sprach von einem «Meilenstein» – zumal erstmals nicht nur Plätze für Kinder unter drei Jahren gefördert würden, sondern auch für Ältere bis zum Schuleintritt.

Die Opposition stimmte ebenfalls für das Vorhaben, forderte aber weitergehende Maßnahmen. «Das reicht hinten und vorne nicht», kritisierte die familienpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Franziska Brantner. Statt 100 000 Kita-Plätzen würden 350 000 benötigt. Norbert Müller von der Linken forderte darüber hinaus bundesweite Qualitätsstandards und beitragsfreie Kitas. Der CDU-Abgeordnete Maik Beermann warnte hingegen, bei einer völligen Beitragsfreiheit drohten Abstriche bei der Betreuungsqualität. dpa

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