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Chronisch unterbesetzt 2: In Sachsen-Anhalt trommelt eine Volksinitiative für mehr Personal an den Schulen

MAGDEBURG. In Sachsen-Anhalt wird eine Volksinitiative für mehr pädagogisches Personal an den Schulen gestartet. In den letzten Tagen rissen Berichte über die katastrophale personelle Ausstattung des Bildungssystems nicht ab, Das Bildungsministerium unter Minister Marco Tullner (CDU) und Landesregierung hätten bislang wenig unternommen, teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Freitag in Magdeburg mit. Die geplante Volksinitiative gehe auf das Engagement mehrerer Organisationen zurück. Dazu gehörten der Grundschulverband, der Verband Sonderpädagogik, der deutsche Sportlehrerverband, der Landeselternrat, der Sekundarschullehrerverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Partei die Linke.

«Wir kommen voran, auch wenn der Weg steinig ist»: Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner. Foto: EvDa13 / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Er sah es vor kurzem noch so: «Wir kommen voran, auch wenn der Weg steinig ist»: Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner. Foto: EvDa13 / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Am Dienstag kommender Woche will sich die Volksinitiative in Magdeburg der Öffentlichkeit vorstellen und auch die Ziele und das weitere Vorgehen erläutern. Die ersten Unterschriften sollen am 4. Mai vor dem Landtag gesammelt werden. Mit Hilfe einer Volksinitiative können Bürger erreichen, dass sich der Landtag mit bestimmten Themen beschäftigen muss. dpa

3 Kommentare

  1. Die können gerne Trommeln soviel sie wollen: Die Landesregierungen insgesamt haben die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte so unattraktiv gemacht, dass sie gar keine Menschen bekommen, die eventuell vorhandene oder zu schaffende Stellen besetzen könnten.

    • Das sehe ich genauso. Die schönen Seiten des Berufes werden durch die vielen Schattenseiten leider überlagert. So lange sich die Arbeitsbedingungen nicht verbessern und nichts für den Ruf der Lehrer getan wird, wird sich auch kaum jemand finden lassen, es sei denn er hätte den Beruf so oder so gewählt. Denn eine Liebe zu Kindern oder eine Liebe zum Fach reicht bei weitem nicht aus um in diesem Beruf unter den Bedingungen bestehen zu können. Es gibt genug, die es bereuen, diesen Beruf gewählt zu haben, weil die Praxis ganz anders ist, wie sie es sich vorgestellt haben. Auch ein (kurzes) Praktikum zeigt nicht das, was man dann tagtäglich im Beruf erlebt. Wenn eine Fortbildung, sei sie noch so anstrengend, von Lehrern vornehmlich als Erholung empfunden wird, dann läuft doch etwas falsch in dem Beruf.

  2. Eberhard Höfer

    Wo bzw wie kann man sich in die Liste der Unterstützer der Volksinitiative eintragen?

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