Startseite ::: Recht ::: Datenschützerin: WhatsApp an Schulen ist rechtswidrig

Datenschützerin: WhatsApp an Schulen ist rechtswidrig

BERLIN. Der Nachrichtendienst „WhatsApp“ entspreche nicht europäischen Datenschutzstandards, erklärte Berlins Datenschützbeauftragte Maja Smoltczyk. Die Nutzung durch Lehrer für schulische Zwecke sei damit rechtswidrig.

Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk hat sich gegen die Nutzung des Chatdienstes „Whatsapp“ an Schulen gestellt. Wenn Lehrer für Schüler „WhatsApp“-Gruppen etwa für Hausaufgaben oder zu schulischen Veranstaltungen bildeten, sei das rechtswidrig, sagte Smoltczyk bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2016.

Für die meisten älteren Schüler ist die Nutzung des Instang-Messagingdienstes Wahttsapp eine Selbstverständlichkeit. Für schulische Zwecke dürfen sie jedoch nicht dazu gewzungen werden. Foto: Eric Bailey/startupstockphotos.com (CC0 / Public Domain)

Für die meisten älteren Schüler ist die Nutzung des Instang-Messagingdienstes WhatsApp eine Selbstverständlichkeit. Für schulische Zwecke dürfen sie jedoch nicht dazu gewzungen werden. Foto: Eric Bailey/startupstockphotos.com (CC0 / Public Domain)

Der US-Dienst sei unsicher und entspreche nicht europäischen Datenschutzstandards. Voraussetzung für eine Teilnahme an „WhatsApp“-Gruppen sei die Einwilligung der Betroffenen. «Das setzt aber die Kenntnis aller Gefahren voraus und die Freiheit, auch nein sagen zu können.» Dies sei im konkreten Zusammenhang aber nicht gegeben. Die Beauftragte empfiehlt andere Messenger-Dienste.

Auch beim Schutz von Gesundheitsdaten sieht Smoltczyk «starken Verbesserungsbedarf». «Es fehlen Regelungen für den Datenfluss zwischen den Behörden.» Zum Beispiel hätten IT-Beschäftigte Zugang zu sensiblen Daten – etwa über Krankheitsbilder oder meldepflichtige Erkrankungen. Das sei aber nicht erlaubt, weil diese Personen nicht der Schweigepflicht unterliegen. «Auch der technische Schutz lässt oft zu wünschen übrig», so Smoltczyk. Das Krebsregister Berlin-Brandenburg sei ohne sichere IT-Infrastruktur eröffnet worden. dpa

Studie: In Zeiten von Social Media wird Internetsucht zum Mädchenthema

3 Kommentare

  1. Zum Thema WhatsApp würde ich zu Communityprojekten wie http://WWW.KONTALK.ORG raten.
    Da können Interessierte Schüler den Quellcode „ihres“ Messengers anschauen und sogar Mitgestalten.
    Die ganz cleveren könnten sich sogar im Programmieren versuchen oder Fehler suchen.

    Oder man kann einfach helfen die Übersetzung zu verbessern.

    Und Schulen können sogar einen eigenen Server aufsetzen der z.B. Von von einer Computer AG. betreut wird….

  2. WhatsApp ist außerdem auch erst ab 16.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*