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„Education+“: Messe Stuttgart exportiert die Bildungsmesse didacta nach China

STUTTGART. Nach der erfolgreichen Premiere richtet die Messe Stuttgart vom 19. bis 21. Oktober 2017 zum zweiten Mal die „Education+“, eine Messe für berufliche Bildung, im Nanjing International Expo Centre (NIEC) im chinesischen Jiangsu aus. Die Veranstaltung ist in ihren Inhalten inspiriert von der didacta, der weltweit größten Fachmesse für Bildung, die alle drei Jahre in Stuttgart (dazwischen in Köln und Hannover) stattfindet.

Ordentlich was los: Rund 100.000 Besucher strömten im vergangenen Jahr zur didacta in Köln. Foto: Koelnmesse

Ordentlich was los: Rund 100.000 Besucher strömten im vergangenen Jahr zur didacta in Köln. Foto: Koelnmesse

Die „Education+“ wird von der chinesischen Tochterfirma der Messe Stuttgart, Nanjing Stuttgart Joint Exhibition Ltd., in Zusammenarbeit mit Sinomach (China National Machinery Industry Corporation) organisiert. Die Veranstaltung besteht aus den fünf Bereichen Ausstellung, internationaler Kongress, Wissenschaftsforen, Weiterbildungsangebote für Lehrer und der Präsentation von Fallstudien internationaler Bildungssysteme. Der Ausstellungsbereich gliedert sich in die Themen Informationstechnologie, Produktion/ Maschinenbau, Landwirtschaft, Hospitality und Berufsbildung.

Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, berichtet: „Mit der Education+ reagieren wir auf das große Interesse aus China am deutschen Bildungssystem. Für eine erfolgreiche Veranstaltung bringen wir mit: Engagierte Partner in Deutschland und China, die gute Zusammenarbeit mit dem Didacta Verband und die langjährige Erfahrung unserer Tochterfirma im chinesischen Messegeschäft.“

Bildungsmarkt in China: Fokus auf Berufsausbildung

Die Volksrepublik China reagiert aktuell mit dem Reformprogramm „China 2025“ auf den steigenden Bedarf an Fachkräften. Berufliche Bildung wird aktiv im nationalen Bildungssystem und als alternativer Berufsweg neben einem Studium vorangetrieben. Ziel der Education+ ist es, das Thema berufliche Bildung in Einklang mit den Bedürfnissen der Industrie in China voranzubringen.

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Die Kontakte in die Industrie bringt der chinesische Partner SINOMACH mit, eine staatseigene Firmengruppe aus Unternehmen aus unter anderem den Bereichen Maschinenbau, Land- und Forstwirtschaft, Elektrotechnik, Bauwirtschaft, Schiffsbau und Umweltwissenschaften. SINOMACH wird auf der Forbes-Liste als das 293. größte Unternehmen der Welt mit Betriebseinnahmen in Höhe von über 35.000 Milliarden US Dollar gelistet.

Deutscher Gemeinschaftsstand bestätigt

Die „Education+“ wurde auf Antrag des Didacta Verbands vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in das offizielle Auslandsmesseprogramm des Bundes aufgenommen. Dieses Programm umfasst Messen im Ausland, an denen sich der Bund in Kooperation mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für die deutsche Außenwirtschaft beteiligt. Auf Basis dieser Förderung erhalten Aussteller der „Education+“ die Möglichkeit, sich und ihre Produkte auf einem deutschen Gemeinschaftsstand unter dem Motto „Made in Germany“ zu besonderen Konditionen zu präsentieren.

Duale Ausbildung: Ein Erfolgsmodell – trotzdem ein Auslaufmodell?

Der Hauptgeschäftsführer des Didacta Verbandes, Reinhard Koslitz,  berichtet: „Das deutsche Bildungssystem ist, gerade im Bereich der beruflichen Bildung, weltweit Vorreiter. Das Interesse an unserer Expertise und den Angeboten ‚Made in Germany‘ ist groß. Der deutsche Gemeinschaftsstand ist ein attraktives Angebot für Aussteller, sich dem Markt China anzunähern. Wir erwarten eine rege Beteiligung.“

Erfolgreiche Erstveranstaltung

Vom 13. bis 15. Oktober 2016 präsentierten auf der ersten „Education+“ 143 Aussteller auf 9.500 Quadratmeter Lehr- und Lernmittel, Ausstattung, Präsentationstechnik, Software und E-Learning-Lösungen. Auch Verlage und Bildungsinstitute stellten sich vor. Zur Erstveranstaltung kamen über 4.100 Besucher, mehr als 85 Prozent davon reisten aus 31 verschiedenen Provinzen in China an. Ausländische Besucher aus elf Ländern waren ebenfalls in Nanjing vor Ort.

Treibende Kraft für die Premierenveranstaltung waren zum einen regionalpolitische Gremien der Region Jiangsu in China sowie das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) mit seiner Initiative “iMOVE: Training – Made in Germany”. Das BIBB organisierte auch maßgeblich das Rahmenprogramm mit dem Education+ Summit sowie Foren und Workshops. Auf dem Programm standen unter anderem Best-Practice-Beispiele und Pilotprojekte, die das Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg und der Landesakademie Esslingen in China durchführen. N4t

 

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