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Große Pause, große Namen: Klaus Kordon

Wenn prominente Autoren an ihre Schulzeit zurückdenken, kommen ihnen meist der Unterricht in Deutsch und Geschichte in den Sinn. Auf der Bildungsmesse didacta haben wir Schriftsteller Klaus Kordon zur schulischen Bildung befragt. Seine Erinnerungen und Ansichten schildert er im Interview.

Haben Sie noch Erinnerungen an Ihren Deutsch-Unterricht?
Klaus Kordon: „Als wir den Faust durchgenommen haben, ist unser Lehrer in eine Ecke gesprungen und war Mephisto, dann in die andere Ecke und war Faustus. Den habe ich bewundert. Wir haben uns auch verstanden, er hat meine Aufsätze richtig interpretiert.“

Welche Literatur ist Ihrer Meinung nach in der Schule Pflicht?
Klaus Kordon: „Man sollte die passende Literatur finden. Es gibt wunderschöne Geschichten in der deutschen Literatur, tolle Kinderund Jugendbücher. Man hat den Eindruck, dass oft gebracht wird, was die Schüler nicht interessiert. Es muss nicht immer nach dem Interesse der Schüler gehen, sonst würden die nur die einfachsten Dinge lesen. Aber ein bisschen mehr auf das Zeitgemäße eingehen, fände ich nicht schlecht.“

Welche Kompetenzen sollte ein Schüler erwerben?
Klaus Kordon: „Eigenes Denken. Man kann verschiedener Meinung sein, ohne sich durchsetzen zu wollen. Eine gute Diskussionskultur finde ich wichtig.“

Klaus Kordon wurde in Berliner Nordosten geboren. Nachdem seine Mutter starb, wuchs er in Kinder- und Jugendheimen auf. Nach einjähriger politischer Haft wechselte er 1973 von der DDR in die Bundesrepublik. Seit 1980 ist er freiberuflicher Schriftsteller und hat für seine Kinder- und Jugendbücher zahlreiche Preise bekommen. In seiner Lesung anlässlich der didacta las er einen Ausschnitt aus seinem Buch Krokodil im Nacken. Zu diesem Buch, das eines seiner persönlichsten ist, hat der Cornelsen Verlag das Arbeitsheft Deutschbuch Ideen zur Jugendliteratur herausgebracht. cornelsen.de/deutschextra

 

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