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Mangel an Sorbisch-Lehrern: Kultusministerin verspricht Abhilfe – und schaut über die Landesgrenzen hinaus

DRESDEN. Sachsen will den Mangel an Sorbisch-Lehrern durch Seiteneinsteiger und Personal aus dem Ausland beheben. Das stellte Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) am Mittwoch im Landtag klar. Der demografische Wandel mache auch vor der Lausitz nicht halt, bis 2025 würden rund 100 Lehrer und Schulleiter an sorbischen Schulen in den Ruhestand gehen, sagte die Ministerin. Ausreichend grundständig ausgebildete Lehrer seien aber nicht vorhanden. Beim Blick über die Landesgrenzen hinaus hat Sachsen vor allem Lehrer aus Tschechien im Blick. Kurth verwies auf entsprechende Gespräche mit Prag.

Die Linken sahen am Mittwoch nach einer Fragestunde im Parlament eine große Differenz zwischen Bewerbern für einen Studienplatz am Institut für Sorabistik der Leipziger Universität und Studienanfängern. Demnach hätten in den Wintersemestern der vergangenen drei Jahre zwar insgesamt 58 Frauen und Männer für ein Studium im Lehramt Sorbisch beworben, aber nur 16 hätten ihre Studien tatsächlich aufgenommen, rechnete der Abgeordnete Heiko Kosel vor. Laut Kurth wurde allen Bewerbern ein Platz angeboten. Warum es zu der überraschend großen Diskrepanz gekommen sei, könne auch sie nicht nachvollziehen. Die Linken wollen nach eigenem Bekunden an dem Thema dranbleiben. dpa

Minderheiten an Schulen – sorbische Lehrer dringend gesucht

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