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Merkel besucht Schule (anlässlich des EU-Projekttags) und meint: Im Unterricht muss mehr über Europa gesprochen werden

BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die EU und europäische Themen mehr im Schulunterricht zu behandeln. Aus ihrer Sicht sollten zum Beispiel die Bedeutung und die Grenzen des Schengen-Raumes, in dem es keine Passkontrollen gibt, thematisiert werden. «Das müsste eigentlich im Geografie- oder Europaunterricht gelehrt werden», sagte Merkel am Montag bei einer Diskussionsrunde mit Schülern an der Kurt-Tucholsky-Oberschule in Berlin-Pankow. Schließlich sei dieser Raum der Freizügigkeit zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer eine europäische Errungenschaft.

Hat öfter mit Europa zu tun: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: DERIBAUCOURT.COM / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Hat öfter mit Europa zu tun: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: DERIBAUCOURT.COM / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Merkel ließ sich in der Schule einige Projekte erläutern, in denen sich Schüler mit Europa beschäftigen und sich mit Partnern in etlichen EU-Staaten austauschen. Es liege nicht allein in der Verantwortung der Politik, ein gemeinsames Europa weiterzuentwickeln, sagte sie. Hier sei jeder einzelne gefragt.

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Angesprochen auf ein Erstarken des Rechtspopulismus in Deutschland und Europa sagte Merkel: «Populisten kann man am besten das Wasser abgraben, wenn man die Gründe für Unzufriedenheit durch politisches Handeln bekämpft.» Und: «Schnelle, scheinbar einfache Lösungen – das hat noch nie in der Geschichte funktioniert.» Die Diskussionsrunde war Teil eines EU-Projekttages, den es jedes Jahr an Schulen gibt. Überall in Deutschland standen am Montag solche Veranstaltungen mit Politikern auf dem Programm. Ziel des Projekttages ist es, bei den Schülern «Lust auf Europa zu wecken», wie es die Kanzlerin ausdrückte. dpa

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