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Schon wieder Schülerfeier aus dem Ruder gelaufen? Polizei berichtet von viel Alkohol und Pöbeleien in Heidelberg

HEIDELBERG. Mehr als 30 angetrunkene Schüler mussten nach der Schülerfeier zum Ende der Prüfungen medizinisch behandelt werden. Die Polizei beklagt eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Sicherheitskräften. Positiv: Die Zahl der Straftaten ist gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Angetrunkene Jugendliche, Pöbeleien und ein Rasen voller Müll: Behörden haben von der jüngsten Schülerfeier in Heidelberg eine eher traurige Bilanz gezogen. «Wir mussten 70 Mann einsetzen, diese Leute könnten wir auch anderswo gut gebrauchen», kritisierte ein Polizeisprecher. Insgesamt etwa 2500 Abiturienten und Realschüler hatten am Mittwoch auf der Neckarwiese den Abschluss der Prüfungen gefeiert – ausgelassen und mit Alkohol.

Die Stimmung der Schüler beschreibt die Polizei in eine Meldung als ausgelassen. Ein Umschlagen in Aggressivität habe verhindert werden können, Foto: Rodrigo Della Fávera / flickr (CC BY 2.0)

Die Stimmung der Schüler beschreibt die Polizei in eine Meldung als ausgelassen. Ein Umschlagen in Aggressivität habe verhindert werden können, Foto: Rodrigo Della Fávera / flickr (CC BY 2.0)

Helfer mussten mehr als 30 stark angetrunkene Schüler in Zelten medizinisch betreuen, hieß es. Zehn Jugendliche, darunter ein 16-Jähriger mit einen Blutalkoholwert von 1,6 Promille, mussten zur weiteren Versorgung in Kliniken gebracht werden. Ein weiterer Schüler wurde nach einem Sturz in den Neckar von Rettungskräften geborgen.

«Wir ziehen jedes Jahr ein erschreckendes Fazit, aber diesmal kamen besonders viele Pöbeleien hinzu», sagte ein Behördensprecher. Darüber hinaus seien die Vorgärten, Hinterhöfe und Hausfassaden hemmungslos zum Urinieren und dem Verrichten von noch „größeren Geschäften“ benutzt worden. Zu beobachten sei eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Sicherheitskräften. «Wenn wir uns bei den Eltern beschweren, bekommen wir oft zu hören: „Das ist Ihr Job, wir bezahlen Sie mit unseren Steuergeldern.“», sagte er. Positiv zu vermerken sei eine gesunkene Zahl von Straftaten gegenüber dem Vorjahr. So registrierte die Polizei etwa sechs Rauschgiftfunde und wenige Schlägereien. (dpa)

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