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Ulmer Schule sorgt sich um ihre frühere Abiturientin: Lehrer fordern von der Türkei die Freilassung von Mesale Tolu

ULM. Die früheren Lehrer der seit fast einem Monat in der Türkei inhaftierten Journalistin und  Übersetzerin Mesale Tolu haben in einer öffentlichen Erklärung ihre Freilassung gefordert. «Die Schulgemeinschaft des Anna-Essinger-Gymnasiums (in Ulm) ist in tiefer Sorge um unsere frühere Abiturientin», heißt es darin. Zugleich fordern sie von der Türkei eine ordentliche rechtsstaatliche Behandlung der 33-jährigen deutschen Staatsbürgerin.

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Ebenso wie die Lehrer bekundeten viele Schüler Solidarität mit der in Ulm geborenen Übersetzerin, sagte Schuldirektor Marius Weinkauf am Montag. «Sie fragen uns, was das in der Türkei für eine merkwürdige Aktion ist, dass da jemand so lange im Gefängnis sitzt, ohne dass man erfährt, was diesem Menschen vorgeworfen wird.» Die bedenkliche politische und rechtliche Lage in der Türkei werde auch im Politikunterricht thematisiert.

«Wir haben Mesale als eine nachdenkliche und engagierte Schülerin gekannt und geschätzt», heißt es in der Erklärung der Lehrer. «Ihre Zivilcourage und ihr jetziges Eintreten für Freiheit und Demokratie entspricht auch unserem Wertekanon und unseren schulischen Bildungszielen.» Nach Angaben des Sprechers des «Solidaritätskreises für Mesale Tolu», Baki Selçuk, vom Montag hat ihre Anwältin noch immer keine Akteneinsicht bekommen. dpa

 

Ein Kommentar

  1. In der Türkei darf man einen Menschen für 5 Jahre in Untersuchungshaft sperren, und die EU denkt immer noch ernsthaft über einen Beitritt der Türkei in die Gemeinschaft nach. Für mich völlig unverständlich.

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