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Bildungsforscher tagten in Dortmund zum Thema Heterogenität – und sprachen sich für einen stärkeren Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis aus

DORTMUND. Nationale Expertinnen und Experten diskutierten am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) in Dortmund über Erkenntnisse der aktuellen Bildungsforschung. Bildungsverläufe im Kontext gesellschaftlicher Heterogenität und damit eine der zentralen Herausforderungen im Bildungsbereich in Deutschland standen dabei im Mittelpunkt. Dabei verwiesen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für alle Bildungsabschnitte auf die zentrale Rolle, die der sozioökonomische Hintergrund und ein Migrationshintergrund für die Bildung junger Menschen in Deutschland haben.

Ausgangspunkt des Symposiums war ein Eröffnungsvortrag aus der Arbeitsgruppe von Professorin Heike Solga (WZB, Berlin), die aus der Blickrichtung der Soziologie den Fokus auf den erfolgreichen Übergang von der Schule in eine Ausbildung richtete. Es folgten die Perspektiven der Erziehungswissenschaft, der Fachdidaktik und der Pädagogischen Psychologie. Nach der Diskussion von Schulformeffekten durch den Mitherausgeber des Nationalen Bildungsberichts Professor Maaz (DIPF, Frankfurt) wurde die kontroverse Frage sozialer Ungleichheiten im Lebenslauf durch Professor Schindler (Universität Bamberg) thematisiert. Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildeten zwei provokativ angelegte Standpunktdiskussionen zur Bedeutung der Erstsprache und zu Effekten der Differenzierung im Bildungswesen.

Die Tagung war die dritte Veranstaltung einer Reihe zu zentralen Fragen der Bildungsforschung und Bildungspraxis und wird vom Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) ausgerichtet, das in Deutschland zentrale Studien wie IGLU verantwortet. Professorin Nele McElvany, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS), fasst die Bedeutung der Veranstaltung zusammen: „Es ist an der Zeit, dass wir den Blick gezielt auf Bedingungen erfolgreicher Bildungsprozesse für alle Schülerinnen und Schüler richten. Die Forschung weiß schon viel zu den Themen der individuellen, sozialen und institutionellen Bedingungen für Bildungsprozesse von heterogenen Schülergruppen. Hier ist ein verstärkter Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis sinnvoll. Gleichzeitig ist die Wissenschaft den Schulen im Moment an einigen Stellen auch noch Antworten dazu schuldig, wie unterschiedliche Schülergruppen optimal gefördert werden können.“

Weiterführende Informationen zu der Veranstaltung

Das ausführliche Programm finden Sie auf der Homepage des IFS unter folgendem Link: www.symposium.ifs.tu-dortmund.de

Begleitend zu dem Symposium entsteht ein gemeinsames Buch zu dem Tagungsthema, das in der Reihe „Dortmunder Symposium der Empirischen Bildungsforschung“ beim Waxmann Verlag im Frühjahr 2018 erscheinen wird.

 

 

Hintergrund: das IFS

Das interdisziplinäre Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund ist als Forschungseinrichtung an der Schnittstelle von Wissenschaft, schulischer Praxis und Politik angesiedelt. Die durch die drei Lehrstühle (Prof. Dr. McElvany, Prof. Dr. Bos, Prof. Dr. Holtappels) etablierten Forschungsbereiche des Instituts arbeiten zu aktuellen Themen im Bereich der Empirischen Bildungsforschung mit dem Ziel, schulische Lern- und Entwicklungsprozesse, Schulentwicklung und Bildungsergebnisse im Kontext ihrer individuellen, sozialen und institutionellen Bedingungen zu erfassen, zu erklären und zu optimieren.

Mit mehr als 32.500 Studierenden (darunter rd. 7.000 Lehramtsstudierende) und über 7.000 Beschäftigten in Forschung, Lehre und Verwaltung gestaltet die Technische Universität Dortmund Zukunftsperspektiven auf den Gebieten Ingenieur- und Naturwissenschaften, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Das IFS mit seinen aktuell drei Professuren und rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trägt mit seiner Arbeit wesentlich den Profilbereich der Jugend-, Schul- und Bildungsforschung der TU Dortmund mit.

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