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Ernährungsminister Schmidt kritisiert Defizite in der Lehrerausbildung – „Wir brauchen unbedingt ein Schulfach Ernährungsbildung“

BERLIN. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) kritisiert die mangelhafte Ausbildung der Lehrer in Ernährungsfragen. „Es gibt nur in sechs Bundesländern Lehrstühle, die sich mit der Ernährungswissenschaft beschäftigen“, sagte Schmidt dem Tagesspiegel. „Die Ausbildung der Lehrer ist aber Voraussetzung für eine gute Ernährungsbildung“, kritisierte der CSU-Politiker. Die Grundlagen guter Ernährung würden im Kindesalter gelegt, meint Schmidt. Deshalb habe er ein Institut für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut eingerichtet. Doch Schmidt will mehr: „Wir brauchen unbedingt ein Schulfach Ernährungsbildung“, sagte er dem Tagesspiegel. N4t

 

Minister Christian Schmidt stellt seine Kampagne zur Ernährungsbildung vor. Credit: Quelle: BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk

Minister Christian Schmidt stellte unlängst seine Kampagne zur Ernährungsbildung vor. Credit: Quelle: BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk

9 Kommentare

  1. … Ernährungsbildung, Sexualkunde, Verkehrserziehung, all das und künftig sicher auch noch mehr fordern Politiker als Schulfächer…. sollte man nicht doch einen gewissen Teil der Erziehung in den Händen der Eltern belassen?

    • Richtig. Die Eltern sind dafür zuständig. Außerdem wird meines Wissens zumindest zwischendurch mal in Biologie über Ernährung und Verdauung geredet.

  2. Au fein. Da freut man sich doch schon auf Schulfachforderungskataloge aus den anderen Bundesministerien. Curricula dazu veröffentlich – so die Pressemitteilung – ab 2018 dann das Zaubereiministerium .

  3. Am Besten, wir Lehrer übernehmen die gesamte Erziehung. Die Eltern bekommen die Kinder nur noch am Wochenende zum Vorführen, dass sie Eltern sind und sich mit den wunderbaren Leistungen ihrer Kinder schmücken können.
    Leider haben wir Lehrer nicht die notwendigen disziplinarischen Maßnahmen für eine solide Erziehung mit Grenzsetzung, so dass das Ganze nur ein schöne Utopie ist.
    Man sollte den Aktionismus der Politiker mit irgendwelchen Themen, die sie für ihren Wahlkampf benötigen, nicht mitmachen.

    • Gegenvorschlag: Wir Lehrer bilden nicht mehr die Kinder, sondern zuallererst einmal die Eltern. Denn wenn die wüssten, was gesunde Ernährung ist, warum sie ihren Kindern hilft und wie man sie im Alltag umsetzen kann, müssten wir uns in der Schule nicht mehr darum kümmern. Also: Mehr sinnvolle und zielgerichtete Elternarbeit als Erziehungsunterstützung statt die ewigen uferlosen Diskussionen mit einzelnen Eltern über die Leistungen der Kinder. Dafür aber bitte auch ein passendes Stundendeputat, liebe Politik.

  4. Ich bin es langsam leid, was Schule „so ganz nebenbei“ noch alles leisten soll.
    Zum Teil – siehe Ernährung – sind Inhalte schon längst in den Curricula verankert.
    Lehrern wird dann zusätzlich immer vorgeworfen, sie seinen nicht gut ausgebildet.

    Warum kann der Minister nicht eine ganz einfache Ernährungsampel durchsetzen, die jedem – auch den Analphabeten oder anders alphabetisierten – vor Augen führt, was gesund ist und was nicht?
    Warum hat nicht jede Schule eine Schulküche, in der man mit Kindern arbeiten kann, zusätzlich eine Hauswirtschaftsmeisterin oder wenigstens einen Bufdi, der dabei hilft?
    Warum werden Programme, die es bereits gibt, nicht von der Politik finanziert, sodass jede Schule sie nutzen kann?

    Manchmal möchte ich sagen: Wenn ich eine weitere Zusatzaufgabe übernehme, die Arbeitszeit erfordert, erwarte ich auch Zusatzgehalt.
    Zusatzstudium Ernährungswissenschaft, Zusatzstudium Medienwissenschaft, Anerkennung Studium Psychologie, Zusatzstudium Schulmanagement oder die Übernahme entsprechender Aufgaben in der Schule: bitte bezahlen! Dabei wird ja jetzt der Master für Grundschullehrer schon nicht angemessen entlohnt – wie dickebank mehrfach dargelegt hat. Darum ist aber weder die Ausbildung schlecht noch die geleistete Arbeit.

    Wenn jede dieser Forderungen Kosten verursachen würde, die aus dem Budget der Politiker oder Wissenschaftler zu bezahlen wären, würden sie erheblich vorsichtiger sein mit solchen Äußerungen und sich ggf. vorab informieren, was in Schule bereits erfolgt und umgesetzt wird.
    Und wenn mal offen gelegt würde, dass Lobbyisten Politikerentscheidungen beeinflussen und am Ende die Werbe-Unterlagen der gleichen Lobbyisten als Unterrichtsmaterial in die Schulen gebracht werden, würden diese Forderungen auch entschiedener entlarvt.
    Dann würde auch nicht jedes Mal in der Zeitung stehen, die Lehrer seien schlecht (ausgebildet).

  5. Was soll denn bei einem solchen Fach herauskommen? Jeder weiß doch, was ungesund ist und was nicht – juckt es die Leute?

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