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Ex-Zehnkämpfer und Olympia-Sieger Busemann findet: “Wer im Sport erfolgreich ist, ist es auch im Leben”

ST.WENDEL. Kinder, die Sport machen, kommen besser durchs Leben, ist Ex-Zehnkämpfer Busemann überzeugt. Er ist als «Promi» bei der Deutschen Sportabzeichen-Tour dabei – und wünscht sich mal wieder Olympische Spiele in Deutschland.

Sport bereitet junge Menschen nach Ansicht des ehemaligen Weltklasse-Zehnkämpfers Frank Busemann gut aufs spätere Leben vor. Kinder lernten bei Training und Wettbewerb nicht nur soziale Fertigkeiten wie Fairness, sondern auch Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit, sagte der Olympia-Zweite von 1996 im saarländischen St. Wendel. «Wer im Sport erfolgreich ist, setzt dies zu 90 Prozent im Berufsleben fort.»

Busemann ist als «Sportbotschafter» an diesem Freitag in St. Wendel bei der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes dabei. «Ich mache das seit neun Jahren, St. Wendel ist meine 72. Station», sagt der 42-Jährige. Rund 1300 Teilnehmer, darunter etwa 1000 Schüler und 70 Kita-Kinder, werden im Rennen um das Deutsche Sportabzeichen an den Start gehen. Die Tour geht durch insgesamt zehn deutsche Städte. St. Wendel ist nach Berlin der zweite Stopp.

Frank Busemann hätte gerne wieder Olympische Spiele in Deutschland. (Foto: 9EkieraM1/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Busemann, der 1996 in Atlanta Silber holte, hat als Kind zweimal die Woche trainiert, als Jugendlicher dreimal. Er ist überzeugt: «Fitte Kinder bleiben fitte Erwachsene.» Wenn im Kindesalter die Basis gelegt sei, bleibe Sport ein fester Bestandteil im Leben. Es müsse nicht immer Leichtathletik sein: «Grundsätzlich finde ich jede Bewegung sinnvoll, solange sie Spaß macht.» Bei den Wettkämpfen herrsche immer ein bisschen ein «olympischer Geist».

Busemann würde sich wünschen, dass die Olympische Spiele wieder mal auf deutschem Boden ausgetragen werden. «Aber wenn ich ganz ehrlich bin: Ich kann es mir nicht vorstellen. Der Zeitgeist momentan sagt Nein – und ich befürchte, die nächsten 30 Jahre werden wir keine Olympischen Spiele in Deutschland haben», sagte er. Es gebe derzeit in der Bevölkerung einfach zu viele Bedenken dagegen. Er hoffe, dass «wir irgendwann mal wieder zu der Leichtigkeit kommen, Sport einfach gemeinsam zu feiern». dpa

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