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Gewinner des Jakob-Muth-Preises für inklusive Schule stehen fest – erstmals geht der Preis nach Mecklenburg-Vorpommern

ROSTOCK. Der Schulcampus Rostock-Evershagen wird mit dem Jakob-Muth-Preis für inklusive Schulen 2017 der Bertelsmann-Stiftung ausgezeichnet. Damit geht der Preis zum ersten Mal an eine Bildungseinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern. Der Campus habe die Jury mit seinem „umfassenden Inklusionsverständnis“ überzeugt, teilte die Bertelsmann-Stiftung mit. Unabhängig vom diagnostizierten Förderbedarf unterstütze die Einrichtung alle der rund 1000 Schüler im Alltag oder schwierigen Lebenssituationen durch ein gut funktionierendes Netzwerk.

„Mit der Verleihung des Jakob-Muth-Preises zeichnen wir seit Jahren Schulen aus, die zeigen, dass inklusives Lernen an allen Schulformen gelingen kann“, sagte eine Sprecherin der Stiftung. Der Preis ist den Angaben zufolge mit 5.000 Euro dotiert. Zwar seien in allen Bundesländern die politischen Weichen für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarf gestellt, doch werde vielerorts Kritik immer lauter, dass die Inklusion bei der derzeitigen Ausstattung Lehrer, Schüler und Eltern überfordere, hieß es. Die nun ausgezeichneten Schulen würden zeigen, wie Inklusion trotz schwieriger Rahmenbedingungen funktionieren könne.

Weitere Gewinner sind die Geschwister-Prenski-Schule in Lübeck und die Antonius von Padua Schule im hessischen Fulda. Sie erhalten jeweils 3.000 Euro. Ausgezeichnet werden soll zudem eine städtische Arbeitsgruppe in Oldenburg, die das gemeinsame Lernen systematisch unterstütze. Der Jakob-Muth-Preis wird am 21. Juni in Rostock verliehen. dpa

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