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Polizeieinsatz: Gewerkschaften wollen „Schulen als Schutzräume“ – Innnenminister weist Forderung zurück

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern hat die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) MV und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) von «Schulen als Schutzräumen» zurückgewiesen. «Die Schule ist Bildungsort. Das würde ja heißen, wenn man eine Straftat begeht, könnte man dort nicht eingreifen», sagte Caffier am Freitag.

Die beiden Gewerkschaften hatten am Mittwoch gemeinsam über zwei Fälle berichtet, bei denen Schüler von Beamten aus dem Unterricht geholt worden seien. Eine Schülerin sei in einem Sorgerechtsstreit in Schwerin aus der Schule geholt worden. Daraufhin hatten die Verbände einen sensibleren Umgang der Polizei bei Schuleinsätzen verlangt. Sie seien eine große Belastung für alle Beteiligten.

Zudem hatte es zunächst geheißen, im zweiten Fall sei es um eine Abschiebung gegangen. Wie die Schweriner Polizei mittlerweile bestätigte hat es diese jedoch nicht gegeben. Eine GEW-Sprecherin sprach von einem Missverständnis aufgrund einer Fehlinformation. Die Kernbotschaft von Schulen als Schutzräumen bleibe aber bestehen. «Diese Botschaft teile ich nicht», sagte Caffier und erklärte: «Ich verurteile die Äußerungen der Gewerkschaften, ohne sich vorher über den Sachverhalt zu informieren, wirklich aufs Schärfste.» dpa

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