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Volksinitiative sammelt Unterschriften für mehr Lehrer – und wird ihr erstes Etappenziel wohl bald erreichen

MAGDEBURG. An Sachsen-Anhalts Schulen fehlen Lehrer. Eine Unterschriftensammlung für mehr Pädagogen zeigt erste Erfolge. Der Bildungsminister sieht darin einen Beitrag, um die Situation an den Schulen zu verbessern.

Rund 24.000 Unterschriften in sieben Wochen: Eine Volksinitiative für mehr Personal an den Schulen hat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Es sei unglaublich, wie viele Menschen sich an der Aktion beteiligten, sagte die Sprecherin des Bündnisses, Thekla Mayerhofer, am Mittwoch in Magdeburg. In zahlreichen Institutionen, Vereinen und Geschäften seien Unterschriften gesammelt worden. 30.000 Unterstützer sind nötig, damit sich der Landtag mit den Forderungen befassen muss. Es sei sehr wahrscheinlich, dass dieses Ziel erreicht werde, sagte Mayerhofer. Bis Anfang September soll weiter gesammelt werden.

Die Volksinitiative fordert die Einstellung von zusätzlich 1.000 Lehrern und 400 Pädagogischen Mitarbeitern. Zudem sollen mehr junge Lehrer im Land ausgebildet und auch hier gehalten werden. Das Ziel der Landesregierung von 14.500 Lehrerstellen zum Ende der Legislaturperiode 2021 sei gut, komme aber zu spät. Die Lehrer würden sofort gebraucht und nicht erst in vier Jahren, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eva Gerth.

«Uns eint das Ziel, die Unterrichtsversorgung in Sachsen-Anhalt dauerhaft und langfristig zu sichern», erklärte Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Über die Zahlen sei man sich mit der Volksinitiative im Kern einig. Nur über den Zeitraum gebe es unterschiedliche Auffassungen. «Jede Debatte, die wir zur Verbesserung der Ausstattung unserer Schulen führen, kann nur zur Verbesserung der Situation beitragen.» Nach Angaben des Ministers wird es Ende 2017 insgesamt 14.237 Vollzeitstellen geben.

Mehr als 100 Leiter von Grundschulen wandten sich zudem in einem Brief an Tullner. Sie warnten vor geplanten Kürzungen zum Beginn des nächsten Schuljahres. «Die Schulen stehen vor einer großen Belastungssituation», sagte Gerth. Weniger Personal bei steigenden Anforderungen, Aufgaben und Schülerzahlen seien eine erdrückende Last für Schulleitungen und Lehrer, heißt es in dem Brief. Mit dem bereitgestellten Personal könne der Bildungsauftrag nicht erfüllt werden. dpa

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