Startseite ::: Aus den Verbänden ::: GEW-Chefin Tepe vermisst auf der Tagesordnung des G20-Gipfels das Thema Bildung

GEW-Chefin Tepe vermisst auf der Tagesordnung des G20-Gipfels das Thema Bildung

FRANKFURT/MAIN. Anlässlich des bevorstehenden G20-Gipfels in Hamburg  fordert die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, von den Regierungschefs ein klares Bekenntnis zu mehr Engagement für Bildung im eigenen Land und den Entwicklungsländern: „Bildung ist der Schlüssel für Entwicklung. Doch beim G20-Gipfel in Hamburg steht das Thema Bildung bisher nicht auf der Tagesordnung. Dabei tragen die Staaten der G20 aufgrund ihrer Größe und ihrer wirtschaftlichen Stärke eine besondere Verantwortung“, so Tepe heute in Frankfurt.

Das offizielle G20-Logo. Illu: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Das offizielle G20-Logo. Illu: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Wenn es nicht gelinge, jetzt bald in erheblichem Umfang mehr Geld für Bildung zur Verfügung zu stellen, sei das UN-Nachhaltigkeitsziel einer inklusiven und kostenfreien guten Bildung für alle bis zum Jahr 2030 nicht zu erreichen, stellte sie klar. Nicht zuletzt Deutschland habe hier noch großen Nachholbedarf. Neben zusätzlichen Investitionen für Bildung in den G20 Ländern sei es außerdem wichtig, arme Länder in ihren Bildungsanstrengungen zu unterstützen. „Wir brauchen auch mehr Geld für Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit“, so die GEW-Vorsitzende. „Die Bundesregierung und die anderen G20-Staaten müssen mit gutem Beispiel vorangehen und multilaterale Initiativen wie die ‚Global Partnership for Education‘ (GPE) und den ‚Education Cannot Wait‘-Fonds für Bildung in Krisen- und Konfliktländern finanziell besser ausstatten.“

Am 7. und 8. Juli treffen sich in Hamburg die Staats- und Regierungschefs der zwanzig wichtigsten Wirtschaftsnationen. Die G20-Länder stellen 90 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft, 80 Prozent des Welthandels und zwei Drittel der Weltbevölkerung. Weltweit können rund 260 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule gehen, obwohl sie ein Recht darauf haben. Davon leben zirka 75 Millionen in Krisen- und Konfliktgebieten. Nach Berechnungen der UNESCO werden bei Fortdauer der jetzigen Trends in der internationalen Bildungsfinanzierung erst im Jahr 2042 alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung erhalten. N4t

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*