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Grundschulübertritt stellt vielen Eltern vor Betreuungsprobleme

BERLIN. Rund 60 Prozent der Grundschulen in Deutschland laufen heute im Ganztagsbetrieb. Doch das reicht bei weitem nicht aus, den Betreuungsbedarf der Grundschuleltern zu decken.

Trotz des Ausbaus der Ganztagsschulen und der ganztägigen Betreuung von Grundschulkindern ist der Bedarf weiter größer als das Angebot. Beim Übergang von der Kita zur Grundschule gebe es «Betreuungslücken», räumte das Bundesfamilienministerium in seiner Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag ein. Wie die «Rheinische Post» am Donnerstag mit Bezug auf die Anfrage berichtet, beklagen mehr als 22 Prozent der Eltern von Grundschülern ohne Betreuungsangebot nach dem Unterricht die fehlenden Möglichkeiten.

Wechseln ihre Kinder von der Kita zur Grundschule, bekommen viele Eltern ein Betreuungsproblem. Foto: Regenwolke0 / pixabay (CC 0)

Wechseln ihre Kinder von der Kita zur Grundschule, bekommen viele Eltern ein Betreuungsproblem. Foto: Regenwolke0 / pixabay (CC 0)

Auch 14 Prozent der Eltern von Kindern, die nach der Schule einen Hort besuchen, haben zusätzlichen Betreuungsbedarf von durchschnittlich zehn Stunden pro Woche. An 24 Prozent der Ganztagsgrundschulen gebe es demnach mehr Anmeldungen als Plätze. Insgesamt haben heute 60 Prozent aller Schulen einen Ganztagsbetrieb. Vor 15 Jahren waren es weniger als 20 Prozent.

Gerade viele Eltern von Schulstartern seien mit massiven Betreuungsproblemen konfrontiert, sagte Grünen-Fraktionsvize Katja Dörner. «Beim Ausbau der Ganztagsschulen haben SPD und Union viel zu lange die Augen vor der Realität verschlossen», kritisierte sie. (dpa)

Zwei Drittel aller Schulen bieten Ganztag an – die Lehrerausbildung hat das Thema bisher verschlafen

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