Startseite ::: Nachrichten ::: Druck auf Wanka wächst: Kommen die Gelder vom Bund? Niedersachsens Kultusministerin sorgt sich um den Erfolg des angekündigten „Digitalpakts“

Druck auf Wanka wächst: Kommen die Gelder vom Bund? Niedersachsens Kultusministerin sorgt sich um den Erfolg des angekündigten „Digitalpakts“

HANNOVER. Auf dem Weg zum digitalen Klassenzimmer ist Niedersachsen auf die finanzielle Unterstützung des Bundes angewiesen. Nun fürchtet Kultusministerin Heiligenstadt um 500 Millionen Euro.

Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) sieht die baldige Digitalisierung an den Schulen des Landes in Gefahr. «Wir brauchen die Unterstützung des Bundes», sagte sie. Sie könne nur hoffen, dass der Bund die von der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) angekündigten fünf Milliarden Euro für die Länder auch zur Verfügung stelle. Es sei eine große Enttäuschung, dass es derzeit keine Perspektive gebe, ob und wann das Geld komme.

Niedersachsen rechnete bislang mit rund 500 Millionen Euro aus dem «Digitalpakt». Heiligenstadt zufolge sollte der Großteil des Geldes für die digitale Infrastruktur an den Schulen, etwa für den Breitbandausbau und eine WLAN-Ausstattung ausgegeben werden. «Wir sehen uns als Land momentan nicht in der Lage, diese dringend notwendigen Investitionen über eigene Landesmittel entsprechend zu fördern», sagte Heiligenstadt. «Wenn nicht Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam die Digitalisierung in den Schulen voranbringen, dann wird das uns um Jahre zurückwerfen.»

Unter Druck: Frauke Heiligenstadt. Foto: Foto AG Gymnasium Melle, Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Frauke Heiligenstadt fürchtet um den Digitalpakt. Foto: Foto AG Gymnasium Melle, Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Im Oktober hatte Wanka ein fünf Milliarden Euro schweres Programm für eine Digitalisierungsoffensive an den Schulen angekündigt. Das Geld sollte in den Jahren 2018 bis 2022 verteilt werden. Die Kultusministerinnen und -minister der Länder erarbeiteten daraufhin Eckpunkte, die den Weg für eine Bund-Länder-Vereinbarung freimachen sollten. Da das Geld bislang nicht im Bundeshaushalt eingeplant ist, haben viele Länder die Sorge, dass es nicht kommen wird. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), die Ressortchefin in Baden-Württemberg Susanne Eisenmann (CDU), forderte Wanka jüngst auf, klarzustellen, wie es mit dem geplanten «Digitalpakt» weitergeht. dpa

Ein Kommentar

  1. Digitaler geht einfach nicht:

    Die Mittel kommen ==> I,
    die Mittel kommen nicht == 0

    Ob die Bundesmittel kommen oder nicht, ist für die Kommunen uninteressant. Was nutzt dei Breitbandtechnologie bis zur Schultür, wenn dahinter keiner die schulinternen Netze administriert. Admins sind nicht-lehrendes Personal, also kommunale Bedienstete wie Hausmeister und Sekretärin. Und selbst für diese gibt es immer mehr Stundenkürzungen.

    Bei den Hausmeistern gibt es dann Poollösungen. Heißt, die fahren mehr durch die Gegend als sie vor Ort sind. Und Schulsekretärinnen sind für die mesiten (kleineren) Schulen lediglich stundenweise – so um die 8-12 Stunden in der Woche – verfügbar.

    Mal sehen, was passiert, wenn eine Schule wegen Netz- oder Serverausfalles am Schuljahresende den Schülern einen Gutschein für ein Zeugnis zu einem späteren Zeitpunkt in die Hand drückt.

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