Startseite ::: Nachrichten ::: Professor zieht Bezüge von der “Ehe für alle” zur Pädophilie – Wissenschaftsminister fordert Uni zum Handeln auf

Professor zieht Bezüge von der “Ehe für alle” zur Pädophilie – Wissenschaftsminister fordert Uni zum Handeln auf

KASSEL. Nach scharfer Kritik eines Professors an der Ehe für alle und umstrittenen Aussagen über Homosexuelle hat Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) die Prüfung disziplinarischer Schritte gegen den Kasseler Wissenschaftler gefordert. Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera war auf der Internetseite kath.net unter anderem mit folgender Aussage zitiert worden: «Sollte das Adoptionsrecht für Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Erotikvereinigungen kommen, sehe ich staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen.»

Provokante Thesen: der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera. Foto: Ulrich Kutschera - X. Wang / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Provokante Thesen: der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera. Foto: Ulrich Kutschera – X. Wang / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Minister Rhein betonte am Dienstag in Wiesbaden, er halte die Äußerungen des beamteten Professors für abstrus. Er erwarte, dass die Universität Kassel prüfe, ob der Professor als Beamter seine Pflichten dadurch verletzt habe, dass er sich in abfälliger oder herabsetzender Weise gegen homosexuelle Menschen geäußert hat.

Die Universität betonte, Professoren könnten für ihre Äußerungen nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Freiheit der Wissenschaft in Anspruch nehmen, die das Grundgesetz sehr weit fasse. Gleichzeitig betonte Uni-Präsident Reiner Finkeldey: «Mich haben in den letzten Tagen viele kritische bis zum Teil entsetzte Reaktionen erreicht, die ich nur allzu gut nachvollziehen kann.» Von Mitgliedern der Universität sollten keine Äußerungen gemacht werden, von denen sich Menschen verletzt und abgewertet fühlen.

Die Hochschulleitung teilte auch mit, sich zu personalrechtlichen Fragen nicht äußern zu dürfen. Die Uni habe Pflichten und Rechte beamteter Hochschulmitglieder «vollumfänglich im Blick». Verletzende und diskriminierende Aussagen gehörten nicht «an unsere Universität».

Kutschera, der auch an der US-Uni Stanford lehrt, hatte vor zwei Jahren bereits für Schlagzeilen gesorgt (und sich eine Rüge von der Uni Kassel eingefangen), als er die Genderforschung auf eine Stufe mit dem religiösen Kreationismus stellte. “Ich sehe enorm viele Parallelen.” Wenn er sich die Aktivitäten in der Geschlechterforschung anschaue, dann sei klar, das habe nichts mit Naturwissenschaft zu tun. “Naturwissenschaftler erforschen reale Dinge, die wirklich existieren”, sagte Kutschera. “Unsere Theorien basieren auf Fakten, während in der Sozialkunde eben vor sich hin theoretisiert wird in aller Regel, und Fakten wenig zählen.” Mittlerweile hat er auch ein Buch dazu unter dem Titel “Das Gender-Paradoxon” veröffentlicht. dpa

50 Kommentare

  1. Herrn Prof. Kutschera bewundere ich immer wieder für seinen Mut, Dinge anzusprechen, die heutzutage unter Tabu stehen und die vor allem Leute in seiner Position nicht mehr sagen dürfen, ohne dafür angefeindet und geächtet zu werden. Siehe auch seine Verurteilung des Gender Mainstreamings!
    Gäbe es doch mehr Menschen mit seinem Format!

    Ein aufschlussreicher Artikel zum Thema Homosexualität und Pädophilie:

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/66998/Studie-Gefaehrdung-der-Jungen

    • Es ist aberwitzig, wie hier unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit die übelste Hetze gegenüber Mitmenschen bzw. gesellschaftliche Minderheiten ausgekübelt wird – es ist bodenlos, Homosexuellen einen Hang zur Pädophilie zu unterstellen und das noch als wissenschaftlich zu verkaufen.

      Sie verlinken hier auf einen Leserbrief, der eine Studie – wie Kutschera übrigens auch – falsch wiedergibt. Darin geht es um eine repräsentative Erhebung der Universität Bamberg, und die kommt zum gegenteiligen Ergebnis wie behauptet. Darin heißt es nämlich im Fazit: “Sogenannte Regenbogeneltern sind genauso gute Eltern wie heterosexuelle Paare. Das Kindeswohl ist bei ihnen ebenso gewahrt wie in anderen Familien.”

      Wer, timo, ist denn als nächstes dran? Katholiken vielleicht? Die scheinen ja auch einen Hang zu kleinen Jungs zu haben – siehe Regensburger Domspatzen.

      • Empörungsgeheul und Diffamierung schüchtern mich nicht mehr ein.
        Wie immer, wissen natürlich nur Sie und Co., was sachlich und moralisch richtig oder falsch ist.

        • Wo diffamiere ich denn? Ich widerspreche – und zwar entschieden. Der Unterschied ist Ihnen offenbar nicht geläufig.

          • Klären Sie mich doch bitte auf. Wenn das nur Widerspruch sein sollte, wie sieht denn dann Ihr Diffamieren aus?

          • Auch Ihnen ist der Unterschied offenbar nicht klar. Ich diffamiere überhaupt nicht – ich sage mit keiner Zeile, was ich von “timo” persönlich halte (besser so!). Ich beurteile nur seine Äußerung. “timo” hingegen diffamiert mit Hinweis auf einen obskuren Leserbrief und mit seinem Applaus für Kutschera Millionen Homosexuelle in Deutschland – mit der aberwitzigen These, dass sie eigentlich pädophil seien. Wenn das keine Hetze ist, was denn dann?

            Nur mal zur Erinnerung: Homosexuelle wurden iin Nazi-Deutschland aufgrund von pseudo-wissenschaftlichen Argumenten als “entartet” dargestellt, dann verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet. Auch den Juden wurde seinerzeit unterstellt, arische Mädchen reihenweise zu vergewaltigen – es wird sich sicher in irgendeinem Archiv noch ein hübscher Artikel aus dem “Stürmer” finden lassen, von dem sich Kutschera und “timo” dann auch bestätigt finden.

          • Schon wieder diffamieren Sie. Mir scheint, Ihnen ist der Unterschied zwichen Widerspruch und Diffamierung nicht klar.

          • Wo liegt der denn – Ihrer Meinung nach?

          • Wenn Sie mal wieder die Nazi-Keule rausholen, diesmal gegen Prof. Kutschera und Timo, ist das Diffamierung.

          • Falsch: Homosexuellen mit pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen öffentlich Kinderschänderei zu unterstellen, ist Volksverhetzung.

            Und dann, wenn’s dafür Widerspruch gibt, loszujammern und sich als Diffamierungsopfer darzustellen – das ist erbärmlich.

          • PS. Sie haben sich ja hier auch schon als AfD-Anhängerin geoutet, Reni. Wie steht’s denn Ihrer Meinung nach – müssen wir uns ernsthaft auch um die Kinder sorgen, die die AFD-Spitzenkandidatin Weidel mit ihrer Lebensgefährtin großzieht?

          • Lassen wir mal dahingestellt, welches Verhalten erbärmlich ist. Die Meinungen dürften da auseinander gehen.

      • Es ist aberwitzig, aber erwartbar. Karrieren wie die von Kutschera laufen doch immer gleich ab: Am Anfang steht jemand, der angenehm streitbar ist. Vielleicht stimmt man ihm nicht zu, aber man respektiert, dass er Argumente hat oder sich darum bemüht oder man hat sogar Sympathie für seine Anliegen. Irgendwann driften die Personen dann routinemäßig ab und verlieren sich in immer extremeren Ansichten und Umgebungen. Weshalb auch immer.

        Was Kutschera wohl zur katholischen Sorge um Kinder sagt, die sich etwa so äußert?

        http://www.news4teachers.de/2017/07/gefaengnis-hoelle-und-konzentrationslager-mindestens-547-gewaltopfer-bei-regensburger-domspatzen/

    • Offenbar reicht die Intelligenz nicht, um seine eigenen absurde Ideen auch entkräften zu können:
      Wenn es per se eine Missbrauchsgefahr gibt, weil es sich nicht um leibliche Kinder handelt: Dann darf GAR KEINER ADOPTIEREN!
      Warum sollte ein Kind, von einem Ehepaar adoptiert, dort weniger Gefahr laufen? Wo bleibt dort die Sorge? Jedes heterosexuelle Elternteil könnte sich doch in ein adoptieres Kind des anderes Geschlechts “verlieben”!
      Und der Fall Fritzl, war das etwa ein homosexuelles Elternteil, dass die eigene Tochter missbraucht hat?!
      Wenn man Lesben unterstellt, Kinder zu missbrauchen – das sind dann keine Lesben, das sind Pädophile! Oder wofür steht die Bezeichnung “lesbisch”?
      Aber spinnen wir den Gedanken mal weiter:
      Warum sollte ein lesbisches Paar, welches einen Jungen adoptiert, sich in dieses Kind “verlieben”, wie es Herr Professor unterstellt? Warum sollten Frauen, die FRAUEN begehren, plötzlich etwas männliches begehren?!
      Mit DER Argumentation ginge es Kindern, wenn sie von einem homosexuellen Paar des anderen Geschlechts adoptiert werden, sogar noch besser, da sie wohl kaum Gefahr laufen können, dass sich ein Elternteil in sie verliebt, im Gegensatz zum heterosexuellen Elternpaar. Fazit: Adoption nur noch an homosexuelle Paare des anderen Geschlechts des Kindes um die vermeintliche Missbrauchsgefahr auf Null zu senken!

      Diese Argumentation führt sich selbst ad absurdum, aber offenbar ist man vom Hass auf Homosexuelle so paranoid, dass die Intelligenz dort eine Lücke hat. Und sowas nennt sich Professor? Offenbar darf man solche Dinge wohl nicht ansprechen! Mit seiner Argumentation schießt sich der Professor ein Eigentor und merkt es noch nicht einmal!Treffer und versenkt!
      So… noch mehr Absurditäten, die man per se schnell als solche enttarnen kann?

    • Das sin erschreckende studienergebnisse. Mann stelle sich vor, dass Paar Gerold Becker/Hartmut von Hentig hätte Jungen adoptiert. Egal, es wäre das selbe passiert was geschah und durch die frühzeitige Verjährung nie gerichtlich verfolgt werden konnte.
      Nie darf es zu derartigen Adoptionen kommen !

      • Was für Studienergebnisse? Was sollen “derartige” Adoptionen sein? Genauso gut können Sie zusammenfantasieren, was passiert wäre, wenn Jack the Ripper junge Mädchen adoptiert hätte. Ums mal klarzustellen: Es gibt den behaupteten Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie nicht – das hier zitierte Schreiben stammt von dem Psychiater Michael Schröter-Kunhardt, der als (gelinde gesagt) wissenschaftlich unseriös gilt und mit missionarischem Eifer behauptet, dass Schwulsein eine “sexuelle Störung” sei. Das zum Hintergrund: http://www.zeit.de/online/2009/33/homosexuelle-hetze

        Jeder heterosexuelle Pflegevater müsste dann genauso unter Verdacht stehen, seine Pflegetochter missbrauchen zu wollen. Und tatsächlich werden Paare, die sich um Pflege- bzw. Adoption bemühen, von den Jugendämtern gecheckt, ob zum Beispiel Vorstrafen vorliegen.

        Der Fall spielt aktuell in Berlin: http://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/angeklagt-wegen-sexuellen-missbrauchs-pflegevater-vergeht-sich-an-13-jaehriger-26733724

        Warnen Sie jetzt auch davor, heterosexuellen Paaren Kinder zu überlassen?

        • Passiert ist beim Paar Gerold Becker/Hartmut von Hentig in der Odenwald-Schule schon unfassbares und Herr Becker ging straffrei aus, weil seine sexuellen Übergriffe 10 Jahren nach dem achtzehnten Lebensjahr der Opfer verjährt waren, während dieser sich seine Opfer noch in Psychotherapie befanden.
          Und auch die Katholische Amtskirche hat in ihren Reihen, siehe Regensburger Domspatzen, Täter, die jahrelang gedeckt wurden.
          Es ist auf eine deutliche Verlängerung der Verjährungsfrist im Bundestag für derartige Straftaten zu drängen.
          Den Bezug zwischen Homosexualität und Pädophilie haben die Grünen in den 80er und 90er Jahren mit ihren Stadtindianern hergestellt. Die wollten nämlich im Fahrwasser der Emanzipation der Homosexualität auch die Pädophilie straffrei stellen.
          Sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige gibt es selbstverstänldich auch bei heterosexuellen Männern, wahrscheinlich stellen diese sogar die Mehrheit der Täter.Deshalb müssen diese Taten genauso verfolgt werden.
          Von dem Psychiater wusste ich nicht, dass er derart einseitige Studien entwirft.

          • Die meisten pädophilen Täter stammen aus dem direkten familiären Umfeld und sind Männer und den Opfern gut bekannt.

          • Es liegt auf der Hand, dass Jungen nicht gefährdet sind durch heterosexuelle Männer, sondern durch homosexuelle.

            Ich erinnere mich übrigens auch sehr gut an die Zeit der Kinderläden und Stadtindianer. Der Ruf nach sexueller Befreiung aller Spielarten von Liebe (insbesondere die der Homosexualität) und den Abbau von Diskriminierung beinhaltete (wenn auch nebenher und weniger laut) die angebliche Sexualbefreiung von Kindern.
            Die Anerkennung und Straffreiheit von Pädophilie war das Ziel, weil Kinder ja angeblich auch Gefallen an Sex mit Erwachsenen hätten.

          • Aufmüpfer

            Die meisten pädophilen Straftäter lebten im familiären Umfeld der Opfer und sind heterosexuell. Das lässt sich nicht wegdiskutieren.
            Gleichzeitig gibt es auch eine große Anzahl an pädophilen männlichen Straftätern, die auf Jungen stehen.

          • Völlig richtig, Herr Wrobel.

        • Danke für den link der Zeit. Dieser Psychiater sollte nicht in einer gehobenen Stellung an einer deutsche Uni-Klinik wirken.
          Die Verknüpfung von Pädophilie und Homosexualität ist unseriös und diffamierend.
          Herr Gerold Becker stellt wahrscheinlich eine Ausnahme dar.

  2. Ich habe auch einen: homophobie wegen ekelgefühlen beim anblick homosexueller handlungen

    hamp.welt. de/amp/wissenschaft/article4946747 /Psychologen-suchen-Gruende-fuer-Homophobie.html

    (Leerzeichen entfernen)

    • Ich habe da auch einen Gedankengang:
      Es gibt sehr viele unattraktive heterosexuelle Paare, wo die Vorstellung, dass diese Sex haben, auch Ekel erregen müsste.
      Komischerweise läuft bei den Leuten da nicht das Kopfkino und niemand wird “heterophob” und greift gar Leute an.
      Aber wehe, das Paar ist gleichgeschlechtlich…
      Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass es Paare gibt, die auf ihre Weise glücklich sind und keinem weh tun?

      • So lange die Paare, egal welcher Neigung, ihre sexuellen Aktivitäten in den eigenen vier Wänden und mit gegenseitigem Einverständnis ausüben, habe ich damit keine Probleme. Händchenhalten oder ein Kuss in der Öffentlichkeit sind wunderbar, eine gegenseitige Mandelmassage oder gegenseitige anatomische Erkundungen mit welchem Körperteil auch immer müssen nicht sein.

        Ich fühle mich gerade ziemlich spießig.

    • @xxx
      Danke für den Link! Er hat mich zu weiterem Lesestoff geführt.

      Schlussabsatz: „Nach der erfolgreichen Emanzipation dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird und die penetrante „Sichtbarkeit“ zurückstellt. Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskreter behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.”

      https://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html

      • Bitte Bitte. Ihre Beschränkung auf die Schwulen ist einerseits einseitig (man möge mir das schlechte Deutsch verzeihen), andererseits aber auch richtig, weil die Schwulenszene in der allgemeinen Mainstream-Öffentlichkeit viel offensiver auftritt als die Lesbenszene. Vielleicht wirkt eine Frau im Anzug auch “normaler” als ein Mann im Kleid oder “tuntig schwul” unangenehmer als “[hier bitte das lesbische Äquivalent von “tuntig schwul” einsetzen]”.

        Gibt es eigentlich Studien über den Anteil Homosexueller, die mit der typischen Homosexuellen-Szene nichts zu tun haben wollen? Es gibt unter den Homosexuellen mit Sicherheit genauso als “spießig” geltende Paare wie unter Heterosexuellen.

      • Welche Schwulen laufen bitte mit offenem Hosenladen herum?

      • Welche Schwulen laufen mit offenem Hosenladen herum?

        • Sie haben Recht, xxx.: “Es gibt unter den Homosexuellen mit Sicherheit genauso als ‘spießig’ geltende Paare (oder Einzelpersonen) wie unter Heterosexuellen.”
          Ich glaube, dass denen sogar peinlich ist, welches Aufheben um Schwule und Schwulsein heutzutage gemacht wird.

        • Gemeint war wohl die öffentliche Zurschaustellung der Homosexualität in der Öffentlichkeit , und die wird sehr offensiv nach außen getragen.
          Ich lecke meine Ehefrau auch nicht öffentlich ab oder demonstriere für meine Heterosexualität.

  3. Es ist verwunderlich. Ein durchgeknallter Professor (beschönigend als unbequem bezeichnet) stellt ohne jede wissenschaftliche Grundlage eine krude These, man könnte es auich Scheißhausparole nennen, auf und selbst in einem Bildungsforum applaudieren unaufgeklärte homophobe Stammtischparolengröler so sehr, dass schon 30 Kommentare zu finden sind.

    • “Ohne jede wissenschaftliche Grundlage” behaupten links-ideologische Meinungsgegner.

      Ihre Kommentare, wenn es um rein schulische Dinge geht, schätze ich weit mehr als Ihre bornierte Lebensanschauung und Weltsicht.

      Was Sie sagen, ist für mich Stammtischgegröle, wie ich es in seiner Reinrassigkeit von kaum jemandem hier kenne, den Sie, weil andersdenkend, wahrscheinlich zum verhassten rechten Lager zählen. Hauptsache, Andersdenkende werden zu Abschaum gemacht. In diesem Fall zu “unaufgeklärten homophoben Stammtischparolengrölern”.

      So kommen ganz schnell 30 Kommentare zustande: Immer wieder müssen sich Menschen wegen ihrer Meinung gegen Beschimpfungen verteidigen. Allein Sie und ich haben zwei weitere Kommentare ohne jeden sachlichen Wert beigesteuert, weil nur Angriff und Verteidigung bzw. Gegenattacke Thema waren.

      • „Ohne jede wissenschaftliche Grundlage“ bedeutet, dass es wohl kaum eine solche gibt. Dies hat auch mit “links-ideolgisch” kaum etwas zu tun. Der Gedankengang ist doch folgender:

        Zwei schwule Männer heiraten nicht, weil sie sich gegenseitig lieben, sondern nur, um ein Kind zu adoptieren (was so einfach ja nun auch nicht ist), das sie dann munter vergewaltigen können.

        Mal ganz im Ernst, wer wirklich glaubt, dass es hier mehr als die extrem seltenen Einzelfälle, die es auch im heterosexuellen Bereich schon gegeben hat, geben wird, muss völlig gefangen in einer homophoben Zwangsvorstellung sein. Dies wie dieseer Professor “staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch” zu nennen ist doch erkenntbar dumm und falsch, das hat mit Weltanschauung oder linker Ideologie wenig zu tun.

        Mal eine Frage aus dem persönlichen Umfeld zum Theme “Kinder und homosexuelle Bezugspersonen”: Sind ihre schwulen Kollegen schlechtere Lehrer? Die vier, die ich persönlich kennen, sind es nicht.

        • Die Ehe ist eine Zivilehe. Das katholische Sakrament ist etwas vollkommen anderes.
          Wer diese beiden Ehebegriffe gleichsetzt, sollte seine Einstellung zum Grundgesetz einmal überdenken.

          • Ich bin verwirrt! Wo habe ich von einer katholischen Ehe oder einem kirchlichen Sakrament, das es für Schwule doch sowieso nicht gibt, geredet?

        • “durchgeknallter Professor” – “ohne jede wissenschaftliche Grundlage” – “Scheißhausparole” – “unaufgeklärte homophobe Stammtischparolengröler”

          Diese Hassausdrücke bringen Sie in knapp 4 Kommentarzeilen unter und haben keine Probleme damit, andere wegen angeblichen Stammtischgegröls an den Pranger zu stellen. Zeigen Sie mir einen Kommentar hier, der so perfekt das erfüllt, was man sich unter “Stammtischparolengegröle” vorstellt, wie Ihrer.

          Was soll zum Schluss Ihre an den Haaren herbeigezogene Frage “Sind ihre schwulen Kollegen schlechtere Lehrer?” Natürlich sind Sie es nicht!!!
          Wer aber gern “Phobien” attestiert, um Personen mit anderer Meinung in einer Sachfrage zu verunglimpfen, zu dem passt diese tückische Frage mit ihrer Nebenbei-Unterstellung von Homophobie.

          • Der Vorwurf von Kutschera und Konsorten lautet: Homosexuelle seien Kinderschänder – und die, die sich gegen diese öffentlich geäußerte Bodenlosigkeit wehren, sollen Hasskommentatoren sein?

            Ersetzen Sie den Begriff “Homosexuelle” mal durch den Begriff “Juden” – dann wird Ihnen vielleicht klar, wie perfide von Kutschera und seinen Freunden hier Stimmung gegen eine gesellschaftliche Minderheit gemacht wird – mit eben genauso an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen, mit denen in Nazi-Deutschland Juden bedacht wurden.

            “Jüdische Blutschande”, “Auspeitschung und Schändung deutscher Mädchen und Frauen durch Juden”, Jüdische Mädchenhändler in Nürnberg” – das waren Schlagzeilen des “Stürmer” vor 1933. Inhalte solcher Berichte: “eine krude Mischung aus absurden Weltverschwörungsfantasien, sadistischer und pornografischer Gräuelpropaganda, wüsten Beschimpfungen und dreisten Lügen; illustriert mit stereotypen Karikaturen von unschuldigen blonden Mädchen in den Händen lüsterner Juden.” (Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/der-stuermer-geschichte-eines-hass-organs.1310.de.html?dram:article_id=291175)

            Worin unterscheiden sich solche Verleumdungen substanziell von den Aussagen Kutscheras?

  4. @Anna
    Sie behaupten: “Der Vorwurf von Kutschera und Konsorten lautet: Homosexuelle seien Kinderschänder.”
    Wollen Sie mich verdummen? Auch wenn Sie Herrn Kutschera für ein ganz übles Subjekt halten, so ist er doch nicht so hirnverbrannt und monströs, wie Sie ihn mit der infamen Verkürzung seiner Meinung darstellen.

    Lernen Sie erst einmal, dass nicht jedes Mittel den Zweck heiligt, eine Meinung durchzusetzen. Sinnvolles Diskutieren bedeutet nicht, Andersdenkende auf schäbigste Weise “unschädlich” zu machen.

    Der Nazikeule mit typischer Rhetorik-Frage zum Schluss konnten Sie natürlich auch nicht widerstehen. Wäre ja auch ein Wunder gewesen. Von probaten Mitteln, egal wie unanständig, lässt so mancher eben nicht ab. Hauptsache es gelingt, sich selbst und anderen vorzumachen, sie seien die Frucht hochmoralischen Denkens und Trachtens.
    Trotz Widerwillen erlaube ich mir, Ihnen umgekehrt die Frage zuzumuten: Worin unterscheidet sich Ihr geistig-verbaler Umgang mit Andersdenkenden substanziell von den Methoden, die Nazis gegenüber ihren Meinungsgegnern anwendeten?

    • Wollen Sie ernsthaft hier darüber diskutieren, ob Homosexuelle Kinderschänder sind? Nichts anderes steckt in Kutscheras Behauptung, ein Adoptionsrecht für Homosexuelle sei “staatlich geförderte Pädophilie”.

      Und zum Thema Nazikeule: Wer glaubt, unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit gegen Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer gesellschafltichen Minderheit hetzen zu können, ist entweder geschichtsvergessen (womit sich die Frage: “Wollen Sie mich verdummen?” erübrigen würde) – oder jemand, der bewusst die Regeln des Rechtsstaats bricht.

      Einen gestandenen Lehrer wie Küstenfuchs als “Links-Idelogen” zu bezeichnen, ist lächerlich. Mich fragen Sie allen Ernstes, worin sich mein “geistig-verbaler Umgang mit Andersdenkenden” von denen der Nazis unterscheidet? Andersdenkende würden von mir auf “schäbigste Weise unschädlich“ gemacht? Sie sollten sich mal ernsthaft auf Ihren Geisteszustand untersuchen lassen.

      Was wirklich auffällt: Ob Höckes Tiraden, Hetze gegen Flüchtlinge oder diese “Diskussion” jetzt – im Forum von News4teachers fährt kein Zug voller inhaltlichem Unrat vorbei, auf den Leute wie Sie und “Reni” nicht aufspringen.

      • Milch der frommen Denkungsart

        Daß Biologismen jedweder Art haltlos und unter jeder Kritik sind, gilt gleichermaßen sowohl für das substanzlose Gesalbader eines Herrn Kutschera wie auch übrigens für die unreflekt- tierte Verbaldiarrhoe einer norddeutschen Politikerkarikatur, die rechten (nota bene: nicht etwa rechtsextremen !) Positionen per se terroristisches Erbgut attestiert.

        Ferner muß der Hinweis erlaubt sein, daß in diesem Forum ebenso gestandene Lehrkräfte es sich bereits mehr als einmal gefallen lassen mussten, als angeblich rechtsaußen verun-glimpft zu werden.
        Es sind also nicht nur Schneider, die jedesmal neu Maß nehmen.

    • @realo:
      Hier geht es nicht um “Andersdenkende”, sondern um eine Professor, der für jeden offensichtlich Unfug erzählt. Und bitte beantworten sie doch mal meine oben schon gestellte Frage:
      Ist folgendes Szenario in größerer Zahl denkbar?
      Zwei schwule Männer heiraten nicht, weil sie sich gegenseitig lieben, sondern nur, um ein Kind zu adoptieren (was so einfach ja nun auch nicht ist), das sie dann munter vergewaltigen können.

      Glauben Sie das ernsthaft?
      Wenn ja, brauchen wir nicht weiter reden.
      Wenn nein, dann kommt wohl kaum “staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zu”.

  5. @Küstenfuchs
    Bei gemäßigtem Ton antworte ich gerne. Nein, ich halte das “Szenario in größerer Zahl” für undenkbar.

    Falls es Ihnen noch immer nicht aufgefallen sein sollte: Meine Kommentare haben herzlich wenig mit Herrn Kutschera zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie mit ihm und jenen Lesern umgesprungen wird, die ihn und seine Meinung weniger verurteilenswert sehen als Sie, Bernd oder Anna sehen.
    Es bringt mich immer wieder auf die Palme, wenn diese Personen dann übel beschimpft werden, so dass Diskussionen in der Sache gar nicht mehr möglich sind, obwohl sie mich interessieren würden und sinnvoller wären als Verunglimpfungen.
    Was bringt es, Andersdenkende vom hohen Ross herab sofort unter Beschuss zu nehmen, anstatt sich mit ihnen in der Sache auseinander zu setzen?

    Das war die ganze Zeit mein deutlich sichtbares Anliegen. Warum Sie oder Anna es nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen, bleibt Ihr Geheimnis. Stattdessen fühlt sich Anna berufen, zum Schluss ihres letzten Kommentars noch einmal voll zuzuschlagen mit der Bemerkung, dass im Forum von n4t kein Zug voller inhaltlichem Unrat vorbeifährt, auf den Leute wie ich nicht aufspringen.

    • “Was bringt es, Andersdenkende vom hohen Ross herab sofort unter Beschuss zu nehmen, anstatt sich mit ihnen in der Sache auseinander zu setzen?”

      Genau das ist doch der Punkt – es geht hier nicht um “Andersdenkende”, um Meinungen, die von der Meinungsfreiheit gedeckt wären. Es geht um Hetze gegen gesellschaftlichen Minderheiten, über die es nichts zu diskutieren gibt. (Genauso gut könnte ich hier zur Diskussion darüber aufrufen, ob Sie ein Arschloch sind oder ob die Deutschen stinken.) Kutschera ist ein Fall für den Staatsanwalt. Anzeigen wegen Volksverhetzung liegen gegen ihn ja auch schon vor.

      “Meine Kommentare haben herzlich wenig mit Herrn Kutschera zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie mit ihm und jenen Lesern umgesprungen wird” – mal abgesehen davon, dass der Satz widersprüchlich in sich ist: Doch, Ihre Haltung hat natürlich mit Kutschera und ähnlichen Hetzern zu tun. Sie, “realo”, wollen in einem öffentlichen Forum dazu beitragen, Aussagen diskutabel und damit (wieder) salonfähig zu machen, die jahrzehntelang in der demokratischen und rechtsstaatlichen Bundesrepublik vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung Deutschlands verpönt waren. Völlig abstrus wird es, wenn Sie in Erdogan-Manier Kritikern von Hetze Nazi-Methoden unterstellen. So wird das Fundament unserer Gesellschaft untergraben. Und dann wundern Sie sich, dass Sie dafür Widerspruch ernten?

    • @realo
      In diesem speziellen Fall geht es auch nicht um eine andere Meinung. Meinungsfreiheit ansich ist ein hohes Gut. Kutschera macht aber Folgendes: Es stellt eine (offensichtlich falsche) These in den Raum, um eine ganze Bevölkerungsgruppe (Homosexuelle) in die Nähe von besonders widerwärtigen Straftätern zu rücken, die vollkommen zu Recht gesellschaftlich geächtet werden.

      Und genau da hört es doch auf, dass dieser Unsinn von der Meinungsfreiheit gedeckt werden müsste. Im Grunde ist es nur eine pauschale Beleidigung einer Gruppe, die 4-5% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Für Lehrer zur Veranschaulichung: Im Schnitt pro Klasse eine(r).

      Sie unterstellen Kutschera und Co immer noch, sie seien “Andersdenkende”. Er weiß doch selbst ganz genau, dass er Unsinn erzählt. Es geht hier gar nicht um eine wissenschaftliche und/oder gesellschaftliche Diskussion, in der man sich mit den Argumenten einer anderen Seite auseinandersetzen müsste oder dies auch nur könnte. Deshalb ist auch der Vergleich von Anna mit dem dritten Reich, wo Juden mit wissenschaftlich kruden Rassethesen verfolgt wurden, nicht so ganz weit hergeholt und eine “Nazikeule”.

      Und wenn es sich wie eben etwas genauer dargestellt eigentlich nur um eine Beleidigung und nicht um eine irgendwie unterfütterte Meinung handelt, dann ist doch die Bezeichnung Scheißhausparole nicht so falsch. Und wer nach sekundenlangem Nachdenken dieser Kutschera-These ernsthaft zustimmt, der ist vermutlich auch ein “unaufgeklärter homophober Stammtischparolengröler”.

  6. Die Kernaussage zur Pädophilie macht Ignatz Wrobel mit folgendem Beitrag:
    “Die meisten pädophilen Straftäter lebten im familiären Umfeld der Opfer und sind heterosexuell. Das lässt sich nicht wegdiskutieren.
    Gleichzeitig gibt es auch eine große Anzahl an pädophilen männlichen Straftätern, die auf Jungen stehen.”

    So ist es öffentlich bekannt. Die “große Anzahl” kommt nach meinem Gefühl dadurch zustande, dass wir immer wieder von aufgedeckten Missbrauchsfällen im Umfeld von konfessionellen Internaten, vor allem auf früher bezogen, hören.
    Was Kutschera behauptet, kann ich nicht nachvollziehen. Die gleichgeschlechtlichen Paare haben als Erwachsene eine Beziehung. Da geht es nicht um das Gefälle Erwachsener – Kind in Bezug auf sexuelle Machtausübung zum Zweck der Befriedigung etc.´wie bei Pädophilen der Fall. Ich glaube nicht, wie in manchen Beiträgen erwähnt, dass sich ein Erwachsener in ein Kind “verliebt”. Nein, die Motivation ist in wesentlich niedrigeren Bereichen anzusiedeln, nämlich in der Machtausübung über welche, die sich nicht wehren können bzw. in bestimmten Fällen den einfachen Weg zu gehen ohne Rücksicht auf entstehende schwere Traumata.
    Wenn Kutschera gegen die Gender – Bewegung ist, was ja der Fall zu sein scheint, dann kann man darin wohl die Gründe seiner Aussage finden.
    Wenn bei den verschiedenen Meinungen zu Gender um das biologische und soziale Geschlecht “gestritten” wird und was natürlich ist und was nicht, sind das gewichtige Argumente, aber Pädophile in Bezug auf diese Diskussion mit ins Spiel zu bringen, leuchtet mir nicht ein.

    • Mir drängt sich der beklemmende Eindruck auf, dass bestimmte Diskussionen immer weniger möglich sind, wenn sich jeder potentielle Teilnehmer erst gründlich fragen muss, ob er für das, was er sagt, nicht postwendend in die rechte Hass- und Hetzecke gestellt wird. Ich traue mir jedenfalls nicht zu, jedes Fettnäpfchen und jede Fußangel zu vermeiden.

      @ysnp
      Ihr unaufgeregter, sachlicher Beitrag gefällt mir. Er entspricht in etwa dem, was auch ich über Herrn Kutscheras These von der angeblich staatlich geförderten Pädophilie denke. Er benutzt denkbare Einzelfälle, die es ebenso bei heterosexuellen Adoptiveltern gibt, zur Unterfütterung seiner Ablehnung der “Ehe für alle”. Allerdings vermute ich darin nicht die Absicht einer Hetze gegen sexuelle Minderheiten, sondern ein glühendes Nein zu dieser Ehe, dessen biologistische Begründung aber tatsächlich Ressentiments nährt.

      Was Herr Kutschera zum Gender Mainstreaming gesagt hat, leuchtet mir sehr viel mehr ein. Hier stimme ich ihm weitgehend zu, auch wenn ich mich lebhaft an die Beschimpfungen erinnere, die das vor einiger Zeit für andere (z.B. “mehrnachdenken”) zur Folge hatte.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*