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Neue Rechte stellt Demokratie radikal infrage – war die antiautoritäre Erziehung zu erfolgreich? Forscher fordert Umdenken in der Pädagogik

HAMBURG. Die Neuen Rechten stellen die Pädagogik vor neue Aufgaben. Nahmen Denker und Pädagogen lange Zeit an, dass die Erziehung zum mündigen, kritischen Staatsbürger Extremisten quasi automatisch den Nährboden entzieht, müssen sie jetzt mit ansehen, dass gerade die Rechtspopulisten besonders kritisch sind. Es ist Zeit, in der Erziehung umzudenken, fordert der Politikwissenschaftler Yascha Mounk in der aktuellen Ausgabe der „Zeit“. Demokratische Institutionen brauchen nicht nur Kritik, sondern auch Loyalität. Seine Thesen im Überblick.

  1. Kritisches Denken gegenüber den herrschenden Institutionen und Verhältnissen zu vermitteln, war lange Zeit eines der wichtigsten Ziele der schulischen Pädagogik. Nahmen führende Dichter und Denker wie Theodor Adorno, Günter Grass oder Erich Kästner doch an, dass der „Untertanengehorsam“ die Deutschen in den Nationalsozialismus geführt hatte.
  2. Als Umkehrschluss daraus ging es vielen Lehrern in den Klassenzimmern nicht mehr nur darum, Fachwissen zu vermitteln, sondern die Schüler zu kritischen Staatsbürgern zu erziehen, die sich jeglichen faschistischen Tendenzen entgegenstellen würden. Sie nahmen an, dass es für die Demokratie förderlich sei, wenn Kinder Eltern, Politiker und Institutionen kritisch hinterfragten.
  3. Diese antiautoritäre Erziehung sei „in gewisser Hinsicht ungemein erfolgreich“, schreibt Yascha Mounk. Kritik an den Institutionen herrscht allerorten. Als unkritisch könne man aber auch die Neuen Rechten nicht bezeichnen. „Der Wutbürger speist einen großen Teil seiner Wut aus der Überzeugung, von Machthabern und Medienmachern betrogen zu werden.“ Hinter dem Anschlag auf das World Trade Center steckt nach Ihrer Lesart nicht Al-Kaida, wie die „Lügenpresse“ glauben machen will, sondern die CIA. Hinter den Hackerangriffen auf Hillary Clinton oder Emmanuel Macron steckten nicht russische Strippenzieher, sondern die NSA.
  4. Die antiautoritäre Erziehung hat somit das Ziel des Hinterfragens erreicht, aber das Ziel, die freiheitlichen Institutionen zu stärken, verfehlt. Wissenschaftler Mounk zieht das Zwischenfazit: „Eine gut funktionierende Demokratie braucht überzeugte Demokraten, die das System zwar kritisch begleiten, ihm aber auch ein gewisses Maß an Grundvertrauen entgegenbringen.“
  5. Aus der deutschen Vergangenheit könne man daher zwar nach wie vor ableiten, dass die Erziehung zu blindem Gehorsam keine Demokraten erzieht. Um erfolgreich zu sein, darf die demokratische Erziehung jedoch nicht bei bloßer Kritik an den freiheitlichen Institutionen stecken bleiben.

    Arnold Böcklin „Die Freiheit“ 1891. Bild: Wikimedia public domain.

Der an der Universität Harvard lehrende Mounk fordert daher eine grundlegende Debatte zum zweifellos schwierigen Thema und liefert selbst die ersten Argumente dafür. Demokratiebejahende Pädagogik sollte unbedingt von der Grundannahme ausgehen, dass Denkfähigkeit und Loyalität sich nicht widersprechen. Gerade aus der Auseinandersetzung der eigenen freien Meinung mit dem gesellschaftlichen Konsens könne eine solidere Basis der eigenen Annahmen entstehen. Mounk zitiert den britischen Vordenker der Freiheit und Verteidiger der Redefreiheit John Stuart Mill: „Die stetige Angewohnheit, die eigene Meinung zu korrigieren und zu vervollständigen, indem man sie mit den Meinungen anderer konterkariert, sollte nicht etwa Zweifel und Zögern zur Folge haben, im Gegenteil ist sie das einzig stabile Fundament dafür, sich auf die eigene Meinung zu Recht verlassen zu können.“

Außerdem bleibe die Nation nach wie vor eine mächtige Kraft. Dieses Feld sollten die Pädagogen in keinem Fall den Feinden der freiheitlichen Demokratie überlassen. „Bei allen Bedenken sollte es deshalb Aufgabe der deutschen Pädagogen sein, einen moderaten, freiheitsliebenden Patriotismus zu stiften, der sich gegen nationalistische Angriffe zu wehren vermag.“ Etwa indem die Errungenschaften der deutschen Gesellschaft seit 1945 herausgestellt werden. nin

102 Kommentare

  1. Axel von Lintig

    Kästner wuchs im Kaiserreich auf und erlebte die Fortsetzung alter Organisations- und Denktrukturen des Kaiserreichs in der Weimarer Republik. Bei den anderen beiden richtete sich die Erziehung zum kritischen Geist gegen das Verrgessenwollen der Adenauerregierung, die die Verarbeitung des NS-Staates und die Verfolgung der Schuldigen verhinderte, diese in ihren Posionen beließ und eine Außeinandersetzung mit den Schuldigen verhinderte.
    Es ging allen dreien um ein Verhindern des Verdrängens von Schuld und Verantwortung.
    Eine kritische Erziehung zum Umgang mit Autoritäten ist heute durch das Selbstverständnis zur deutschen Geschichte deshalb nicht nötig.
    Allein es wurde in der Nachkriegszeit Adenauers fast alles unter den Tisch gekehrt,was hätte verfolgt werden müssen.

  2. Axel von Lintig

    Natürlich gehört es zur Erziehung an Schulen und in Elternhäusern zur Loyalität zu unserem Staat hinzuerziehen. Aber das geht auch nicht ohne eine Reflexion zur eigenen Geschichte. Durch diese Reflexion wird erst bewußt gemacht, in welch guten Zeiten wir heute in Europa leben dürfen.

  3. ZITAT: „Demokratische Institutionen brauchen nicht nur Kritik, sondern auch Loyalität.“

    Das scheint mir ein gutes Leitmotto zu sein.

    Die „Freiheitlichkeit des Einzelnen“ scheint mir heutzutage in einer „Verantwortungslosigkeit gegenüber anderen“ zu enden. Jeder pocht auf seine Rechte, hat nur seine Vorteile im Blick, will, dass „Vater Staat“ für alles aufkommt, alles absichert, alles finanziert.

    In einem anderen Forum meinte jemand neulich, der Staat sei für die Bürger da und nicht umgekehrt – das habe ich aber mal anders gelernt (siehe berühmter Spruch: Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst). Der Gemeinsinn scheint abhanden gekommen zu sein. Es wäre gut, ihn wieder zu stärken und auch den Schülern zu vermitteln: Du hast nicht nur Rechte, du hast auch Pflichten. Du sollst nicht nur nehmen, du sollst auch geben.

    • Axel von Lintig

      Frage nicht ,was der Staat für dich tun kann, sondern Frage zuerst danach , was du für deinen Staat tun kannst.
      Das sind Gedanken der Aufklärung.

      • Hab mal nachgeforscht, das stammt von John F. Kennedy.

        Sehen wir es positiv. Es ist gar nicht so altbacken, wie manche uns weismachen wollen. 🙂

        • axel von Lintig

          Oder von Friedrich dem Großen.

          • Das Zitat des Alten Fritz scheint mir eher zu sein: „Ich bin der erste Diener meines Staates.“ Er hat das gesagt, aber hat er es auch gelebt?

            Hätte Friedrich es überhaupt für denkbar gehalten, dass der Bürger der Meinung sei, der Staat habe für ihn da zu sein oder etwas für ihn zu tun??
            So wie ich die Geschichte kenne, finde ich das sehr unwahrscheinlich.

          • Interessant ist doch, dass der Alte Fritz eine sehr liberale Einstellung gegenüber den unterschiedlichen Kulturen und Religionen in seiner „Sandbüchse“ hatte.

            Die Aussage: „Chacun à son goût.“ wird ihm ja auch zugeordnet.

            Die Übersetzung aus Teilen der AfD „Suum cuique“ trifft die Kernaussage des Alten Fritz nicht im entferntesten, zeigt aber wessen Geistes Kind einige AfDler sind, die (den) Buchenwald vor lauter Bäumen nicht sehen.

          • Axel von Lintig

            Pälzer, dickebank

            Stimmt beides, und es meint in seiner Fortsetzung genau das gemeinte, Pflichterfüllung gegenüber dem Staat und Religions- und Glaubenfreiheit für die Bürger seines Staates.Das war zu dieser Zeit nicht selbstverständlich.Am Niederrhein teilten sich die Konfessionen zeitweise die Gotteshäuser.
            Dem Alten Fritz war egal, nach welcher Religion seine Bürger lebten,hauptsache sie trugen zum Steuerafkommen des Staates bei. Deshalb waren ihm die Hugenotten, die Salzburger und alle anderen politischen Flüchtlinge sehr willkommen, weil diese Menschen handwerkliches Wissen und Können mitbrachten.
            Und Sie haben Recht, er , der Alte Fritz ist den meisten von uns näher als die AfD.
            Er wollte seinen absolutistischen Staat verändern, voranbringen und aufbauen.Da konnte er jeden gebrauchen, der dem Land helfen konnte.

          • @AvL – eben, Integration kann nur funktionieren, wenn die Neuankömmlinge die verfasste gesellschaftliche Ordnung des Staates, in den sie immigrieren nicht nur akzeptieren sondern über ihr tradiertes Gesellschaftsverständnis und ihre religiösen und weltanschaulichen Ansichten stellen. Tun sie das nicht, ist der Weg trotz aller Integrationsbemühungen der Alteingesessenen in Parallelgesellschaften geebnet. Dass die Neuankömmlinge um Fuß zu fassen, sich zunächst innerhalb ihrer „Community“ bewegen, um sich Rückhalt zu verschaffen, ist aus meiner Sicht verständlich. Wenn diese Community sich zum „closed shop“ entwickelt, der von bestimmten Intressenvertretern, seien sie kriminell oder religiös oder politisch extrem orientiert, beeinflusst wird, dann wird die asche gefährlich. Solche konspirativen Zirkel stehem einer offenen Gesellschaft diametral gegnüber.

    • Axel von Lintig

      Und wie sieht es mit der Erziehung hin zu eigenen Pflichten aus.
      Die Freiheit des Einzelnen gibt es nur mit der eigenen Pflichterfüllung.

  4. Natürlich ist Systemkritik nur dann ein Problem wenn es „Rechte“ oder „Rechtspopulisten“ sind.
    Wenn Linke in Hamburg Autos abfackeln und Läden plündern um gegen den G20 Gipfel zu protestieren ist das kein Problem, sind ja keine Linken…

    Bei den Rechten gibt es übrigens keine Mangelhafte Loyalität zum Staat, im Gegenteil, viele Rechte sind der Meinung das es den Politikern an Loyalität zum Staat mangelt… Etwa wenn sie autonome Zentren wie die Rote Flora mit Steuergeldern finanzieren oder die Regelung abschaffen das die bezieher von staatlichen Mitteln im Kampf gegen Rechts sich zur Freiheitlich Demokratischen Grundordnung bekennen müssen.

    Das Problem mit antiautoritären Erziehung ist das die Kinder und Junge Erwachsene oft das gleiche gleich bewerten, obwohl es grund verschieden ist.
    Verüben Linke Gewalt gegen Sachen wie Wohnungen, Autos, Läden ist das was ganz anderes als wenn Rechte Gewalt gegen Sachen wie Wohnungen, Autos oder Läden verüben.
    Viele Kinder erkennen den unterschied leider nicht weil hier die Eltern und Lehrer versagen – und dann wundert man sich wenn sie REchte Parteien wie CDU/CSU oder FDP wählen.

    • Axel von Lintig

      Gewalt gegen den Staat und gegen seine Bürger, gegen Sachen,Kaufhäuser etc. kennt keine Unterschiede in der politischen Orientierung der Täter, sie ist nicht zu rechtfertigen und wird vom demokratischen Staat verfolgt werden.
      Die Gewalttäter der unterschiedlichen politischen Richtungen unterscheiden sich nicht in ihren Intentionen.Die Ziele dieser Gruppen sind die selben, die Ablehnung unseres demokratischen Staatswesens und der Gewaltenteilung in unserem Staatswesen. Wer anderes will kann in die Türkey oder nach Ungarn auswandern.
      Was jetzt nach den in Hamburg vorhersehbaren Ereignisssen erfolgt, ist in Teilen eine Instrumentalisierung der Gewaltauswüchse zu politischen Zwecken einzelner Politiker im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes. Dieses Verhalten der gegenseitigen Schuldvorwürfe ist abzulehnen.
      Nur der Staat besizt ein Gewaltmonopol und er bezieht es aus der demokratischen Legitimation durch Wahlen vom Volk. Gleichwohl sind seine demokratisch gewählten Abgeordneten zu pflichtbewusstem Handeln gegenüber dem demokratischen Staatswesen verpflichtet.
      Es gibt keine Systemkritik unserer bürgerlich demokratischen Parteien am System der Demokratie.
      Wo soll das der Fall sein ?

    • Seit wann sind cdu csu und fdp rechts? Spätestens seit merkel nicht mehr und damit hat insbesondere die csu ihre Probleme.

      • Bei der FDP hat es immer schon einen national-liberalen Flügel gegeben. Dieser ist vermutlich in der jetzigen FDP so groß wie der rechts-liberale Flügel – wobei „rechts“ in diesem Zusammenhang nichts mit der gesäßgeometrie eines Parlamentes zu tun hat.
        Die wirtschaftsliberale aka neoliberale FDP ist mit Sicherheit nicht links, nur rechts eben auch nicht.
        Bleiben die Konservativen – und die sind in der Merkel-geführten Bundespartei eben eine unbedeutende Minderheit. In der CSU sind sie Bestandteil der Trachtengruppe, aber sie sind nicht rechtskonservativ im Sinne eines FJS.

        Die auflösung der Milieus und das Anpeilen der Mitte durch die Schröder-SPD und die Merkel-CDU hat die Ränder ja erst freigegeben, so dass sich rechts die afD als Partei der kleinen Leute aka Wutbürger etablieren konnte, sofern sie nicht als Altkader oder irrlichternde, gewerkschaftsnahe Sozialisten eine Heimat in der SED-Nachfolgeorganisation mit demokratischem Anstrich gefunden haben.

        De facto gibt es keine rechte Partei. Nur alles was an politischen Meinungen jenseits der mainstream getriebenen sozialliberalen Mittelstandspartei aka CDU existiert als rechts und damit des Nationalsozialismus verdächtig zu brandmarken, ist Blödsinn.
        Die NPD ist eien rechtspartei. Und teile der AfD sind in hohem Maße rechtslastig. Nur auf der anderen seite ist auch nur die Kommunistische plattform innerhalb der Partei „Die Linke“ wirklich links. Alle anderen Parteien sind profillos – aber weder rechts noch links.

        • Ist es wirklich eine Frage von links oder rechts oder hat es Wutbürger nicht schon immer gegeben, nur waren die früher nicht so selbstbewußt?

          Wutbürger sind in der Masse doch Versager, die ganz viele Menschen um sich rum sehen, denen es besser geht (wobei es ihnen selbst ja nicht einmal schlecht gehen muss). Und weil man viel lieber anderen die Schuld gibt als sich eigenes Versagen einzugestehen, wird man Verschwörungstheoretiker. Ausländer, Politiker, „die da oben“, die EU, Amerika, usw., alle Schuld, nur ich nicht.

          Die AfD hat sich doch nur deshalb etablieren können, weil sie genau diese Haltung nach außen trägt und weil sie gerne auf Ausländern, also noch schwächeren, rumtrampelt. Letztendlich ist sie daher die Partei derjenigen Versager, die lieber Ausländern die Schuld geben. Die Linke gibt lieber den Reichen (also oft auch den Leistungsträgern, die 70 Stunden die Woche arbeiten, wozu der Versager nicht bereit ist) die Schuld und ist die Neidpartei.

          • Das ist eine sehr treffende Darstellung der Geisteshaltung dieser gesellschaftlichen Gruppen.

          • Ich halte die Beschreibung nur für teilweise richtig und meine, dass der AfD viel Unrecht geschieht.
            Vor einiger Zeit habe ich mich dazu aufgerafft, mal ins Parteiprogramm zu schauen statt immer nur anzunehmen, dass die Verurteilung der AfD samt ihrer Klientel stimmen müsse, wenn alle dasselbe sagen. Ich war überrascht vom Ergebnis.

            Auslöser für meine Eigeninitiative war eineTalk-Show auf ntv. Dort wetterte eine junge Dame leidenschaftlich gegen die AfD. Als der Moderator fragte, ob sie denn das Parteiprogramm gelesen habe, meinte sie sofort: „Nee, aber das weiß doch jeder.“

            Das gab mir schwer zu denken.

          • Auf Frau Petry,Unternehmerin und Chemikerin, und ihren Gatten,Rechtsanwalt für Immobiliengeschäfte, trifft die Beschreibung zweier gescheiterter bürgerlicher Existenzen voll zu. Beide sind mit ihren Firmen Pleite gegangen und fanden in der AfD ein neues berufliches und finanziell befriedigendes Betätigungsfeld.

          • Marcus Pretzel heißt er und war in Bielefeld beruflich tätig.

          • Herr Wrobel, haben Sie sich schon mal gefragt, wie viele „gescheiterte Existenzen“ in Landtagen und im Bundestag sitzen? Es soll sogar Lehrer geben, die sich aus der Schulpraxis auf diese Karriereleiter geflüchtet haben.
            Und wie viele Studienabbrecher und verkrachte Existenzen gibt es bei den Grünen? Frau Roth, Kathrin Göring Eckardt,…
            Was bringt Ihre Argumentation außer dem Beweis, dass bei der AfD krampfhaft nach Stoff für Verunglimpfung gesucht und in Umlauf gebracht wird.
            Bei anderen „Minderheitsgruppen“ würde das einen gewaltigen Empörungsschrei auslösen, von Parteienphobie wäre die Rede und alle „Anständigen“ würden Nazimethoden beschreien.

            Mich überzeugen nur Argumente gegen das Parteienprogramm, und zwar das wörtlich genommene und nicht bewusst fehlinterpretierte oder vom Hören-Sagen weitergereichte.

          • Warum wird Herr Lindner verschwiegen?

            Wieso gelten Studienabbrecher als gescheiterte Existenzen? Bis in die 7o0er bzw. 80er des letzten Jahrhunderts war es normal nach dem Abi ein paar Semester zu studieren und ohne Abschluss lediglich mit ein paar Scheinen die Uni nach ein/zwei Jahren zu verlassen und als Trainee in der freien Wirtschaft anzufangen. Der einzige, der ein abgeschlossenes Studium voraussetzte, um zum Vorbereitungsdienst zugelassen zu werden, war Vater Staat.

            Ab den 80ern setzt dann die Fokussierung auf mit Magister oder Diplom abgeschlossene Studiengänge ein. Dies ist aber in erster Linie darauf zurück zu führen, dass in diesen Zeiten die Baby-boomer ins Berufsleben einstiegen und es somit ein Überangebot auch an akademisch ausgebildeten Berufsanfängern gab.

            Letztendlich sind alle Politiker sofern sie nicht Politikwissenschaften studiert haben, gescheiterte Existenzen, die keine lizensierte bzw. zertifizierte Ausbildung für diese Tätigkeit mitbringen. Keiner will Berufspolitiker, aber viele wollen quasi eine „Ausbildung“ bzw. einen vorgegebenen Qualifizierungsgang für Politiker. – Wie arm ist das denn?

            AfD ==> Abgehängte fordern Diäten. Das war schon immer das Klientel, für das „Brot und Spiele“ eingeführt worden ist und dem man zu Partizipationszwecken Volksttribunen an die Seite stellte.

            Der Unterschied, damals zündelten die Caesaren, heute der plebs.

          • @E.S.: Glauben Sie wirklich, wie AfD wird wegen ihres Wahlprogramms gewählt? Ich wage die Behauptung, dass über 99% der AfD-Wähler nicht eine Zeile des Programms gelesen haben und diese eher wegen der öffentlichen Aussagen der 4-5 bekanntesten Köpfe wählen.

            Und diese liefern einfache Lösungen in Form von Stammtischparolen: Ausländer raus, Politiker gehören abgesetzt, da korrupt, die EU auch, das Ganze garniert mit ein paar Nazi-Sprüchen von Bernd Höcke.

            Was im AfD-Programm steht, ist weitgehend irrelevant, da es überhaupt nicht wahlentscheidend ist. Ich behaupte, die Partei hat nur ein solches Programm, weil man es eben als Partei so hat, nicht um Wähler zu finden.

            Nein, der AfD wird sicherlich kein Unrecht getan.

          • Herr Pretzel und Frasu Petry sind ebenso, wie Herr Höcke und Herr Gauland,Politiker, die mit populistischen Stammtischparolen gegen Ausländer, Flüchtlingen , also Minderheiten, Stimmungsmache betreiben und durch das Schüren von Ängsten auf Stimmenfang gehen.
            Und genauso hetzen diese Damen und Herren gegen andere Politiker der etablierten Parteien, Institutionen und Denkmäler der Geschichte.
            Es werden Tabus gebrochen, Selbstverständlichkeiten, wie eine nüchterne Betrachtung der deutschen Geschichte in Frage gestellt um letztendlich obsolete Positionen gesellschaftsfähig zu machen.
            Diesem Treiben wird mittlerweile dadurch begegnet, dass die von der AfD als Lügenpresse bezeichnete Gegenseite nicht mehr über diese berichtet.
            Und siehe da, der gesellschaftliche Zuspruch zu diesen Wutbürgern lässt nach. Und Herr Höcke ist immer noch in dieser Partei, aber die Liberalen werden immer weniger.
            Außerdem wird der Konkurrenzdruck unter den verbliebenen Gruppierungen um politische Mandate immer größer, sodass man sich sogar öffentlich einem Schlagabtausch hingibt.

        • Küstenfuchs, Sie haben offensichtlich auch nicht ins Wahlprogramm geschaut, sondern wiederholen nur die üblichen Phrasen von den einfachen Lösungen der AfD.

          Dafür erklären Sie das Parteiprogramm für irrelevant, obwohl es nähere Auskunft könnte. Vielleicht rechtfertigen Sie damit auch nur Ihre Unkenntnis und Ihr Recht auf Hasspredigt.

          Wenn Sie schon das Programm ignorieren und lieber die einfachen Unterstellungen wiederholen wie „Ausländer raus, Politiker gehören abgesetzt, da korrupt, die EU auch, das Ganze garniert mit ein paar Nazi-Sprüchen von Bernd Höcke“, so befinden Sie sich selbst an einem Stammtisch und pflegen dessen gebetsmühlenartige Feindschaftsparolen.

          Sie entziehen die AfD jeglicher Sachdiskussion, wenn sie das Parteiprogramm für unwichtig erklären und zum Glauben an die üblichen Diskriminierungen aufrufen.

          Und dann behaupten Sie noch, dieser Partei würde „sicherlich kein Unrecht getan“, was mich gänzlich umhaut.
          Ich habe auch nie gelernt, dass einer Demokratie mangelnde Sachkenntnis bezüglich der Parteien und ihrer Programme guttut und sich politische Gegner lieber durch Hass und Hetze profilieren sollten.

          Es darf spekuliert werden, warum Sie so viel Wert darauf legen, das Lesen des AfD-Programms für unnötig und überflüssig darzustellen. In einer Demokratie, die den aufgeklärten und mündigen (statt bevormundeten) Bürger braucht, ist das völlig abwegig.

          • „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

            „Die Mitbestimmung hat zur Schwächung des deutschen Wirtschaftsstandortes beigetragen.“

            „Nicht durch Reden werden die großen Fragen der Zeit entschieden, sondern durch Eisen und Blut“

            „In einer Reihe von Ermächtigungsgesetzen ist in Deutschland und Europa putschartig das Volksvermögen enteignet worden.“

            „Um in Lüdenscheid durchzukommen, muss man inzwischen ja Russisch oder eine andere Fremdsprache können.“

            Frage bei facebopok: „Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?“ Von Storch antwortete: „Ja.“

            Das und weiterer Blödsinn ist die AfD in der Wahrnehmung, nicht ihr Parteiprogramm, nachdem die Partei ja sowieso nicht agiert (siehe ihr Verhalten in den Landesparlamenten).
            Also machen sie hier doch nicht einen auf neutral und erzählen sie was vom aufgeklärten und mündigen AfD-Wähler, für wie dumm halten sie mich? Das ist ein Bildungsforum und unterlassen sie es, dieses mit brauer Soße zuzuschütten.

          • Schade, Herr Wrobel, dass auch Sie sich nur an dem üblichen Gerede über die AfD beteiligen und das wiederholen, was hundertfach vorgebetet und an verqueren Äußerungen, die jedem Politiker mehrfach mündlich oder schriftlich unterlaufen und vergeben worden sind, bei AfD-Leuten aber als unverzeihlich gelten.

            Nachträglich müsste man einen der angesehensten Politiker unserer Nachkriegsgeschichte, Helmut Schmidt, zum Fremdenfeind und Türkenhasser erklären, wenn man sich vergegenwärtigte, was er so alles gesagt hat.
            Und die Grünen wären eine Pädophilenpartei und längst von der Bildfläche verschwunden, wenn man nicht verziehen hätte, was Volker Beck, Cohn-Bendit oder auch Jürgen Trittin gesagt haben.
            Dieses Verzeihen finde ich im Großen und Ganzen auch richtig.

            Ich begreife aber nicht, dass keiner sich mit dem AfD-Programm beschäftigt und beschäftigen will, das auch anderen Parteien trotz verbalen Fehltritten Einzelner geholfen hat, nicht in Bausch und Bogen verdammt zu werden.

            Sie schreiben: „Und siehe da, der gesellschaftliche Zuspruch zu diesen Wutbürgern lässt nach.“
            Ich wundere mich eher, dass die AfD überhaupt noch existiert bei dem Wahnsinns-Beschuss und bewundere jeden, der sich noch als Anhänger outet trotz berechtigter Angst vor Sanktionen wie Abfackeln des Autos, persönliche Bedrohung und die der Familie oder Krankenhausaufenthalt durch Verprügeln. Alles Dinge, die mehrfach geschehen sind, aber kaum erwähnt werden.

            Für mich soll das Thema AfD jetzt durch sein. Ich hätte mich gern einer Sachdiskussion über das Parteiprogramm beteiligt, aber nicht am immer gleichen Hassgerede, das ich schon in- und auswendig kenne.

          • Aus Protest AfD zu wählen, weil die Politik nicht gefällt, ist, wie in der Kneipe aus dem Klo zu trinken, weil das Bier nicht schmeckt.

          • Martin Schuster

            Ihr Beitragsniveau scheint auf dem Tiefpunkt angelangt.

          • Sie schreiben, E. S., mit Blick auf die AfD: „Und die Grünen wären eine Pädophilenpartei und längst von der Bildfläche verschwunden, wenn man nicht verziehen hätte, was Volker Beck, Cohn-Bendit oder auch Jürgen Trittin gesagt haben. Dieses Verzeihen finde ich im Großen und Ganzen auch richtig.“

            Da haben Sie grundsätzlich schon recht. Nur: Ein „Verzeihen“ setzt schon eine glaubwürdige Abwendung von radikalen Positionen voraus – und die lässt sich bei der AfD nicht erkennen.

            Im Gegenteil: Wer die unlängst öffentlich gewordene WhatsApp-Kommunikation von AfD-Kameraden aus Sachsen-Anhalt liest, der meint, in die Diskussionen einer Terrorgruppe geraten zu sein – da wird von Waffengewalt fantasiert, da wird (als erstes nach einer „Machtergreifung“) die Abschaffung der Pressefreiheit in Aussicht gestellt, da postet der Landesparteichef eine NPD-Parole. Die Parteiführung der AfD (Gauland und Konsorten) spricht gegenüber der Kanzlerin und den im Bundestag vertretenen Parteien ausdrücklich von „Feinden“ – und solchen Leuten soll der Wähler abnehmen, dass sie sich vom Rechtsextremismus in Deutschland fern halten? So blöd ist das Gros der Bürger gottseidank nicht.

            Anders als übrigens in den USA. Da lässt sich beobachten, was passiert, wenn rechtspopulistische Spinner die Regierung übernehmen.

          • @Martin Schneider: Noch einmal für einfach gestrickte Gemüter, die das Bild nicht verstehen: Die etablierten Parteien sind die Biersorten, die eine mag man, die andere nicht so, aber es ist Wert, sich mit den einzelnen Positionen auseinanderzusetzen und die andere Meinung zu akzeptieren.

            Bei der AfD liegt das Problem anders: Es ist das Menschenbild, was bei dieser Partei nicht passt. Auf Schwächeren (=Ausländern) wird grundsätzlich rumgehackt, Fakten werden (z.B. zur EU oder auch zum Klimawandel) so verkürzt/verfälscht, wie es einem gerade passt, und – wie Bernd schon ausgeführt hat und ich in meinen Zitaten auch belege – der ideologische Abstand einiger AfD’ler wie dem Bernd zu Neonazis ist erschreckend gering. Daher das treffende Bild des Wassers aus dem Klo.

            @E.S. Legen Sie bitte den Opfermythos der armen AfD-Anhänger sowie den Lügenpresse-Unfug ab, das ist aus Sicht eines normal begabten Menschen blanker Unsinn.

  5. Der Herr Dr. Gauweile wollte 1987 das Seuchenschutzgesetz auf HIV-positive Menschen anwenden. Das heißt dann Zwangsinternierung. Um diesen Plan in die Tat umsetzen zu können, sollten dann alle Homosexuellen einen Zwangstest machen. …. Also bitte, wenn so einer Parteivorsitzender ist, was soll man denn dann erwarten?

  6. Als ich mein Referendariat 1988 in Bayern begonnen habe, musste ich vorher auch einen Aids-Test machen. Nicht, dass ich das gut finde. Referendare wurden also gleichbehandelt wie Homosexuelle. Manche waren beides.

  7. Oh, sogar strenger, invictus sagt ja „sollten“, wir „mussten.“ Wer nicht wollte, hat das Bundesland gewechselt.

    • Da hat sich die CSU einer populistischen Strömung hingegeben, die diese selbst verursacht hatte.

    • Dass es den obligatorischen HIV-Zwangstest nicht gab, hat nach meiner Kenntnis (außer den Kosten) damit zu tun, dass wegen des unvermeidlichen kleinen Prozentsatzes an Fehldiagnosen in beide Richtungen zu viele fälschlich HIV-positiv erklärte Personen gegeben hätte – Eine interessante und beliebte Aufgabe zur „bedingten Wahrscheinlichkeit“. Hier gab’s mal eine positive Antwort auf die alte Schüleraufstöhnfrage „Wozu müssen wir das denn lernen?“

  8. Übrigens finde ich es schon tendenziell, Günther Grass unter die „führenden Dichter und Denker“ zu zählen.

    • Auf die Nachkriegszeit bezogen gehört er dazu.

      • für die Menschen mit linkem Weltbild, ja.

        • Axel von Lintig

          Unabhängig vom politischen Weltbild ist und war er ein Ausnahmeschriftsteller und er wurde dafür auch 1999 ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur.
          Mich irritiert hier Ihre Position zum Deutschen Kulturerbe, was auch diesen Schriftsteller einschließt.Er hat die Welt mit seinen Augen gesehen aus seinem Erfahrungshorizont und war ein angesehener Humanist, der sich kritisch mit der jüngeren deutschen Geschichte auseinandersetzte.Was war daran falsch, was an Otto Pankok und anderen, die nicht mitmachten.

  9. Mal eine andere Frage, zurück zum Anfangsthema – würden Sie Boris Palmer angesichts seiner Aussagen zu den Neuen Rechten zählen?

  10. @Küstenfuchs, 24.Juli um 9:57
    Zum „Opfermythos“ gibt es einen FAZ-Artikel.

    Zitat: „Die Gewalt gegen AfD-Mitglieder durch Linksextreme hat erschreckende Ausmaße angenommen, doch eine öffentliche Debatte darüber findet nicht statt.“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/gewalt-gegen-afd-mitglieder-mit-zweierlei-mass-14233720.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    • Dass die AfD zur Zielscheibe von Linksextemen wird, da mag schon etwas dran sein – und ist in jedem Fall (auch juristisch) zu verurteilen. Selbst Idioten haben ein Recht auf politische Betätigung.

      Allerdings bedeutet der gern gepflegte „Opfermythos“ der AfD in der Regel etwas anderes: nämlich, dass die AfD sich schon von völlig legitimem Widerspruch und von sachlicher Kritik verfolgt fühlt und ein Gezeter von einer angeblichen „Nazi-Keule“ anstimmt, mit der AfD-Kritiker mundtot gemacht werden sollen. AfD-Funktionäre haben sich ja deshalb allen Ernstes chon smit den Juden in Nazi-Deutschland verglichen – was natürlich lächerlich ist, auch aus diesem Grund: Der deutsche Staat schützt AfD-Politiker und Versammlungen, wie aus dem zitierten FAZ-Beitrag ja deutlich hervorgeht. Und das zurecht.

      Dabei muss allerdings festgehalten werden, dass die AfD ihrerseits zu einer Verrohung der politischen Sitten beiträgt – wer (wie Gauland und Konsorten) von demokratischen Parteien und den höchsten Repräsentanten unseres Staates ausdrücklich als „Feinden“ spricht, will ja eine Verschärfung der Konfrontation. Die passt ins politische Kalkül. Hysterie, eine ständige Alarm- und Weltuntergangsstimmung, die braucht diese Partei wie Luft zum Atmen.

      • Danke für den Link, realo!
        Mich hat erstaunt, dass der Artikel schon vor einem Jahr erschienen ist, denn erst nach dem Terror von Linksextremisten zum G20 Gipfel ist mir aufgefallen, dass sich Politiker und Medien veranlasst sahen, doch auch mal Hass, Hetze und Gewalt von dieser Seite zu thematisieren. Manche sprachen sogar davon, auf einem Auge blind gewesen zu sein.

        Bevorzugtes Opfer der linksextremen Szene ist natürlich die AfD. Sogar Hoteliers und Gastwirte wurden bedroht, die noch Räume für AfD-Treffen zur Verfügung stellen. Es soll schwierig geworden sein, noch Lokalitäten zu finden und auch ohne Sach- oder Personenschaden AfD-Wahlkampfstände zu betreuen.

        @Bernd
        Vielleicht können Sie ja etwas Gutes tun und im Lager der AfD-Hasser ebenso wie hier sagen, dass „selbst Idioten ein Recht auf politische Betätigung haben“.

    • Das es linksextreme Spinner gibt, die auch Autos von exponierten AfD-Mitgliedern anzünden, will ich nicht bestreiten. Gewalt gegen Sachen und Personen sowohl im links- wie auch im rechtsextremen Lager der NPD sehen diese Idioten als Mittel der Politik und diskreditieren sich selbst damit.

      Allerdings sehen Anhänger dieser Partei sich immer und überall als Opfer: Opfer der Lügenpresse, Opfer des „falsch verstanden werdens“, Opfer der anderen Parteien, die völlig zu unrecht auf die arme AfD einprügeln, Opfer von „denen da oben“ usw. usw.

      • Das interessiert Sie vielleicht als Küstenbewohner (Schleswig-Holsteiner?)

        http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ein-exot-in-der-kieler-afd-14931200.html?GEPC=s2

        • Natürlich ist der im Land bekannt. Das sind die Knalltüten, die unsere Gastfreundschaft gerne nutzten und nun aber anderen genau diese verweigern wollen. Wenn er meint, dass Multi-Kulti gescheitert ist, soll er doch mit gutem Beispiel voran gehen und wieder in sein Heimatland auswandern, wo er ja auch seine Jugend verbracht hat.
          Diese Konsequenz bringt er aber dann ja auch nicht auf. Kann man ihn dann ernst nehmen?

          • die grüne Idee Multi-Kulti heißt ja nicht einfach, dass auch Menschen anderer Rassen in D. leben, sondern dass man es als erstrebenswert ansieht, dass die alle ihre jeweilige Kultur in D. ausleben und „kultivieren“. Gehört dazu auch z.B. Burka und Scharia, Konfliktlösung mit dem Messer? Herr Demagbo beschreibt sich dagegen als jemand, der sich in die deutsche Kultur integriert hat. Das steht im Gegensatz zu Multi-Kulti.
            Übrigens, Küstenfuchs, sehe ich an Ihrem zweiten Satz mit Interesse, dass auch sie an zentralen Eckwerten der deutschen Kultur festhalten.
            „Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist“ …

    • Beate S.

      Die „Lügenpresse“ und das „Lügenfernseh“ hat beides thematisiert. Es wurde über die Demonstationen gegen den Justizminister Heiko Maas durch AfD -Anhänger berichtet, die von der AfD auf einem Parteitag bejubelt wurde, weil dieser seine eigene Veranstaltung verlassen musste. Dem gegenübergestellt wurde die Betroffenheit führender AfD-Politikerinnen in Interviews erfasst, die selbst Anschläge auf ihre Pkw erlebten.

      • LetsMakeBildungGreatAgain

        Eine geschickte Relativierung,, welche die Wirklichkeit stark verzerrt. Afd-Politiker wurden Niedergeschlagen, ihre Autos wurden in mehreren Fällen angezündet, die so genannte Antifa unternahm zahlreiche Sachbeschädigungen an Häusern, Wahlkampfstände wurden attackiert, Frau ?? Weidel bekam eine Torte ins Gesicht geworfen auf einer Parteiversammlung. Beim Parteitag in Köln hatten die Afdler eine Art Spießrutenlaufen zu absolvieren, um ins von aufrechten Antifaschisten teilentglaste Maritim zu gelangen.
        Eine Definition von Terrorismus lautet: die Durchsetzung politischer Ziele mit Gewalt.

        • denglischer „Lets make education great again“
          Wo wird von meiner Seite relativiert. Ihre Sichtweise auf Strafdelikte ist einseitig.
          In Ostdeutschland wurden Bürgermeister und andere Lokalpolitiker, die sich ihres Amtes wegen um eine Unterbringung von Asylbewerbern kümmerten, vom rechten Mob zu Hause und in der Öffentlichkeit bedroht, etliche renovierte Asylbewerberwohnheime wurden angezündet,Menschenjagden fanden statt und handgreifliche Übergriffe gegen Minderjährige wurden ausgeführt, Brandanschläge und andere Angriffe auf Gebäude diese wurden amtlich erfasst.
          Es ist wieder Vorwahlkampf. Und sie stellen hier die AfD, die geistgen Brandstifter, als Opfer da.

          • Ihre Behauptung, die AfD sei der geistige Brandstifter jener Delikte, die Sie aufzählen, finde ich unverantwortlich und ärgerlich.
            Ebenso könnte behauptet werden, die SPD, die Grünen oder die Linkspartei seien die geistigen Brandstifter für Linksterroristen und deren Gewaltakte wie die zum G20 Gipfel oder die alljährlichen zum 1. Mai.
            Wenn wir so argumentieren, wiegeln wir die politischen Lager gegeneinander auf und betreiben letztendlich eine Spaltung der Gesellschaft.
            Ein Mindestmaß an Fairness gegenüber dem politischen Gegner sollte schon noch herrschen, wenn man von sich behaupten will, man sei guter Demokrat und Befürworter unseres Rechtssystems.

          • Dann lesen Sie mal die geleakten Chat-Protokolle der AfD Sachsen-Anhalt – wenn die Kameraden sich unter sich wähnen, dann fallen die bürgerlichen Masken.

            In Kurzfassung: Die Medien müssten nach der „Machtübernahme“ gesäubert werden, so viel ist klar – ohne gute Propaganda keine gute Politik. Das habe schon „der kleine Doktor“ gewusst, Goebbels also. „Wir müssen die Medien unterwandern, sonst wird es ganz schwer.“ Waffengewalt gegen Muslime ist natürlich legitim („Ich habe vier Kinder, die überlasse ich nicht dem Muselmanenglaube“). Und AfD-Landeschef Poggenpohl gibt zu dem Senf noch die NPD-Parole „Deutschland den Deutschen“ obendrauf.

            Quelle: http://www.bento.de/politik/afd-sachsen-anhalt-was-in-dem-whatsapp-chat-steht-1445053/

            Und falls es jetzt wieder „Lügenpresse“ heißt: Poggenpohl hat die Echtheit des Protokolls bestätigt.

          • „Dann lesen Sie mal“, was bei „indymedia“ so steht und was der Verfassungsschutz über diese Plattform sagt.

            http://www.focus.de/politik/deutschland/linksunten-indymedia-org-verfassungsschutz-stuft-linksextremistisches-online-portal-als-strafbar-ein_id_6455533.html

            Nein, lesen Sie’s nicht, das war nicht ernst gemeint. Es bringt nichts, außer dass wir uns hochschrauben im Aufzählen von Übeltaten, mit denen wir unsere Meinung untermauern wollen.
            Ich möchte auch nicht wissen, was in geheimen Chat-Protokollen durchgeknallter Gruppen anderer Parteien steht.

            Wenn Sie der AfD unbedingt ans Leder wollen, was legitim ist, dann fischen Sie nicht im Morast herum, die bekanntlich jede Partei an ihren Rändern hat.
            Wer ernsthaft diskutieren will anstatt zu hetzen, sucht nicht die Schlammschlacht, sondern eine Sach- bzw. Programmdiskussion.

          • Wie kommen Sie zu der Behauptung, dass „bekanntlich jede Partei an ihren Rändern Morast“ ansammelt, also verfassungsfeindliche Umtriebe pfegt? Ich wüsste nicht, dass das bei SPD, FDP, Grünen und Union so ist.

            Was sieht denn eine Sachdiskussion mit der AfD aus? Soll ich ernsthaft mit Herrn Höcke darüber diskutieren, ob Hitler auch gute Seiten hatte? Oder mit Frau vorn Storch, ob an der Grenze auf Frauen und Kinder geschossen werden soll? Soll ich Herrn Gauland fragen, warum er die Bundestagsparteien „Feinde“ nennt? Oder warum er nciht neben Boateng wohnen möchte? Oder soll ich mit Frau Petry darüber sprechen, warum sie eine Klage wegen Meineids am Hals hat? Oder mit Frau Weidel, warum sie in der deutchen Politik mitbestimmen möchte, ihre Steuern aber lieber in der Schweiz zahlt? Oder soll ich mit Herrn Meuthen fragen, was denn die Antisemiten in seiner Fraktion so machen?

            Was hat die AfD denn sachlich außer der Ablehnung von Flüchtlingen und „dem Islam“ anzubieten? Dass der Klimawandel nur Einbildung ist … Wow

          • Wo meine Behauptung herkommt, dass es an den Rändern der anderen Parteien auch Morast gäbe? Ganz einfach: Bei indymedia und weiteren linksradikalen Plattformen sowie bei linksmotivierten Gewaltakten und Bedrohungen agieren nun mal Menschen, von denen ich annehme, dass darunter auch Mitglieder von Parteien sind und viele, die zur Wahlurne gehen.
            Wie sähe die Zuordnung dieser Leute zu den Parteien wohl aus?

            Ich könnte auch bestimmte Politiker nennen und deren Sprüche zitieren, die kein Ruhmesblatt sind und die ich noch ein bisschen unrühmlicher durch mein Zutun mache. Das schenke ich mir aber. Diese Art der Argumentation sei Ihnen gegönnt. Mir möchte ich sie nicht antun.

            Erwähnen sollte ich allerdings, dass ich bei den Christ- und Freidemokraten Ihre Frage tatsächlich verstehe. Hier scheint mir ein Morast an den Rändern auch eher gering oder unwahrscheinlich.

          • Soso, Sie nehmen das bei SPD und Grünen mal an …

            Vielleicht ist es diese Kombination aus Wurschtigkeit, mit der andere mit Dreck beworfen werden, und Weinerlichkeit in eigener Sache, die bei den Rechtspopulisten so abstoßend wirkt. In Reinkultur betreibt das Trump. Im Kleinen lässt sich das aber wunderbar auch bei den Höckes, Gaulands und von Storchs beobachten.

          • Interview mit dem Theologen und langjährigen Moderator der „heute“Nachrichten im ZDF, Peter Hahne.
            Titel des Videos: „Populär ist nicht populistisch“:

            https://www.youtube.com/watch?v=Wda86BhofMc

            Für alle, die wie ich den Schimpfbegriff „populistisch“ nicht mehr hören können!

          • malum

            Die AfD Positionen sind eindeutig in die Richtung gegen Minderheiten gerichtet. Das Geschichtsbild dieser Parteigänger ist teilweise total verdreht und realitätsfern.
            Große Teile der AfD in Ostdeutschland sind deckungsgleich mit der Pegidabewegung. Und die hat es in sich.
            Wann haben die etablierten Parteien zum Aufmarsch mit Vandalismus aufgerufen? Welch ein Unsinn den Sie da schreiben.
            Was hat diese AfD-Partei außerdem dem Wähler zu noch bieten als Hass gegen Minderheiten ? Nichts und wieder nichts.

      • LetsMakeBildungGreatAgain

        Die Presse hat ihre Einseitigkeit am Montag durch die Veröffentlichung der Hammer-Studie in Bezug auf die Berichterstattung zur Flüchtlingskrise bescheinigt bekommen. Einzelne Berichte, die dem widersprechen, wird man glücklicherweise immer finden. Was für mich für eine Einordnung zählt, ist das Gesamtbild.

        • LetsMakeBildungGreatAgain

          Haller-Studie 😉

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            @Bernd “die deutschen Gefängnisse…“ da musste ich schmunzeln. Aber es geht nicht um die Ebene, dass Menschen für ihre Meinung eingesperrt werden, sondern dafür herabgesetzt und ausgegrenzt werden.
            Das führte z.B in den USA azu, dass fast alle US-Meinungsforscher die Wahl falsch vorhersagten. Das läuft dann unter dem Motto “den Rechten den Raum nehmen“. Aber warum sollte jemand seine Meinung ändern, wenn er mit Herabsetzung bedroht wird? Viele schweigen dann lieber.

          • Was heißt denn das: „herabsetzen“, „mit Herabsetzung bedrohen“?

            In der Praxis ja wohl nur: kritisieren. Man darf Rechtspopulisten, die ihrerseits Gift und Galle spucken, nicht kritisieren, ohne dass die sich beleidigt in die Schmollecke zurückziehen und/oder mit wüsten Beschimpfungen zurückschlagen – das Muster, das sich tagtäglich in vielen Internet-Foren wiederholt, lässt sich bei Trump wunderbar in reiner Form beobachten.

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            @Bernd “Kritik oder Herabsetzung…“ na ja, das deutsche Politestablishment hat sich in seinen Bezeichnungen der Kritiker der Massenmigration nicht anders verhalten. Habe neulich ein ironisches T-Shirt mit der Aufschrift “je suis Pack“ gesehen.
            Ich schrieb aber zu einem anderen Punkt, nämlich der Tatsache, dass sich offenbar große Zahlen von Wählern nicht offen bekannt haben.

          • Ja und? Das ist ein generelles Problem der Meinungsforschung – dass nämlich tendenziell eher Antworten gegeben werden, von denen erwartet wird, dass sie sozial erwünscht seien.

            So passen die Antworten auf die Frage, wie oft sich ein Befragter am Tag die Zähne putzt, in der Summe mit dem tatsächlichen Verbrauch von Zahnpasta in Deutschland nicht zusammen.

            Und was bedeutet das für den politischen Diskurs? Herzlich wenig. Übrigens lagen die Wahlforscher in den USA bemerkenswert richtig – sie haben eine knappe Mehrheit für Clinton vorausgesagt, die sie ja tatsächlich auch bekommen hat. Die Besonderheit des US-Wahlsystems, die Stimmen pro Bundesstaat zu zählen, hat dann trotzdem Trump als Sieger hervorgebracht.

            Was es bedeutet, einen Rechtspopulisten an der Regierung zu haben, kann sich jetzt jeder „in echt“ angucken – kein Wunder also, dass die Zustimmung zu den deutschen Pendants des Gruselclowns rapide sinkt.

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            @Bernd ich meinte die Frage des Artikels, wie eine Pädagogik aussehen könnte, damit eine Identifikation mit dem Staat möglich wird. Wenn der Staat in Form der Resgierungsparteien so abwertend gegen Kritik vorgeht, obwohl diese sachlich richtig ist, stellen viele auf Durchzug. Das ist m.E. passiert.
            Zur USA: Es ging um die Fehlprognose in den Swing States. Das popular vote ist, wie sie sagen, egal.

          • @LetsMakeBildungGreatAgain: Die Meinugsforscher in den USA haben die Wahl nicht falsch vorher gesagt! Sie haben eine Stimmenmehrheit von Clinton vorher gesagt und genau das ist eingetreten.

            Aber bitte, schreiben sie weiter den Schwachsinn über Lügenpresse oder angebliche Benachteiligungen von AfD-Wählern.

          • „Wenn der Staat in Form der Resgierungsparteien so abwertend gegen Kritik vorgeht, obwohl diese sachlich richtig ist, stellen viele auf Durchzug.“

            Ob sie richtig war/ist, sei mal dahingestellt. Dahinter steht aber ein seltsames Veständnis von Demokratie – nämlich die Erwartung, dass eine Regierung gefälligst nur das tut, was ich von ihr erwarte. Sonst schalte ich auf Durchzug.

            Diese Erwartung zu erfüllen, ist schon logisch unmöglich – weil es eben immer auch gegenläufige Interessen gibt, die eine Regierung ebenfalls berücksichtigen muss. Dies auszuhalten, nämlich dass Demokratie einen (friedlichen!) Interessenausgleich bedeutet (= Kompromiss), das haben offenbar manche hierzulande (noch?) nicht gelernt. Auch dass Politik zumeist ein komplexeres Geschäft ist, als populistische Parolen vermuten lassen, versteht hierzulande nicht jeder. Dass Schule mehr dazu beitragen sollte, diese Prinzipien zu vermitteln, und dafür entsprechende Ressourcen bekommen sollte, dieser Meinung bin ich durchaus.

        • Herje, einmal das Thema AfD wieder und alle möglichen (man denke sich hier den entsprechenden Begriff je nach Wahl) melden sich hier an, um die AfD-Fahne zu schwenken.

          Warum heißt es hier wohl „News4Teachers“?

          Und warum sind in der AfD im Vergleich zu anderen Parteien so wenige Lehrer?

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            Es geht doch im Artikel um die Frage, welche Pädagogik gegen Rechts hilft. Beschimpfungen, tätliche Angriffe und Diskursausschluss sind keine gute Pädagogik.
            Bin übrigens Lehrer, darf ich jetzt weiter Posten? 😉

          • @LetsMakeBildungGreatAgain: Soso, sie sind Lehrer, schreiben aber: „Beschimpfungen, tätliche Angriffe und Diskursausschluss sind keine gute Pädagogik.“
            Da haben wir etweder im Referendariat nicht so richtig gut aufgepasst bei der Begriffsklärung oder aber das mit dem Lehrer stimmt doch nicht so ganz.

          • @Küstenfuchs
            Was soll denn der Unsinn?
            Natürlich hat Ihr Vorredner Recht. Da braucht es keine verwirrenden Andeutungen zur Verunsicherung und zum Rätselraten.

          • Nein, der Satz „Beschimpfungen, tätliche Angriffe und Diskursausschluss sind keine gute Pädagogik“ ist unter dem Hintergrund des Artikels unsäglich dumm.
            Wann, wo und an welcher Stelle wurden „Beschimpfungen, tätliche Angriffe und Diskursausschluss“ als Teil der Erziehungswissenschaften hier diskutiert? Wir sind doch nicht im Jahr 1878, aber das war wohl auch nicht gemeint.

          • Moment, erst behaupten Sie, der Satz Ihres Vorredners sei aus pädagogischer Sicht und Lehrmeinung falsch, jetzt flüchten Sie sich zur Rechtfertigung Ihrer unsinnigen Behauptung in eine löchrige Bezugnahme auf den Artikel.
            Vielleicht sollten Sie erst mal besser nachdenken, bevor Sie den Lesern Ihre klapprigen Aussagen zumuten.
            Der Kampf gegen rechts rechtfertigt weder Falschbehauptungen noch Verdummung.

          • Ich habe nie behauptet, dass der schon zitierte Satz aus „pädagogischer Sicht und Lehrmeinung“ falsch sei. Er ist schlichter Schwachsinn, genau wie der Satz „Im Winter ist es kälter als draußen“.

            Ich dachte, unter Lehrern wäre es nicht notwendig, den Begriff „Pädagogik“ zu definieren. Pädagogik oder Erziehungswissenschaften wird üblicherweise als die Lehre von Erziehung und Unterricht definiert.

            Da wir uns im 21. Jahrhundert in einem Bildungsforum befinden, steht es doch wohl nicht zur Debatte, dass „Beschimpfungen, tätliche Angriffe und Diskursausschluss“ ausschließlich unsere Erziehung ausmachen. Also hat der User mit dem bezeichnenden Namen „LetsMakeBildungGreatAgain“ peinlicherweise den Begriff „Pädagogik“ gar nicht verstanden bzw. er weiß nicht, was Pädagogik überhaupt ist. Das aber lernt man doch spätestens im Referendariat beim Schreiben von Stundenentwürfen, hoffentlich aber schon vorher an der Uni, weshalb ich so meine Zweifel habe, dass es sich tatsächlich um einen Lehrer handelt.

            In dem Artikel wird der Begriff übrigens als Lehrbeispiel richtig angewendet.

          • Ach spinnen Sie sich doch einfach weiter was zurecht. Es lohnt nicht, auf ständige Ausflüchte einzugehen.

          • Sehe ich auch so, Fakten und Argumente haben bei der AfD ja bisher auch noch nie eine Rolle gespielt.

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            Lieber Küstenfuchs, die Kunst des höflichen Nachfragens im Rahmen einer sich entwickelnden Debatte scheint mir nicht ihre Sache zu sein. Warum?
            Die Beschimpfungen und tätlichen Angriffe sind die Waffen der Politik, dies beeinflusst und stärkt reaktiv die Rechten. Wenn man nun, wie ich, sich wünscht, dass mehr Mitte sei, was antwortet man dann Schülern, die Ärger über solche Vorfälle ausdrücken, oder ein fast bewundernden Referat zu Trump halten, weil der Wahlversprechen versucht einzulösen? Da komme ich mit den obigen Thesen nicht recht weiter, auch wenn ich ihnen voll zustimme.

          • Dann fragen Sie sie doch einfach, was sie von einer Bundeskanzlerin oder einem Bundeskanzler hielten, die/der politische Gegner jeden Tag über Twitter beschimpft, die/der jeden Tag mindestens eine Lüge öffentlich heraushaut, die/der die Verbündeten des Landes brüskiert, die/der den Haushalt für Sozialleistungen zusammenstreichen möchte, aber sich selbst die Taschen vollmacht, die/der keinerlei Respekt vor rechtsstaatlicher Gewaltenteilung zeigt, die/der im Verdacht steht, mit Feinden des Landes zusammengearbeitet zu haben – und last but not least gar keins seiner Wahlversprechen umgesetzt bekommt, weil alles so furchtbar kompliziert ist („konnte ja kein Mensch ahnen“).

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            Lieber Bernd, weil Trump sich nicht benimmt, braucht Küstenfuchs sich auch nicht benehmen?
            Ich kenne auch einen bösen Bösewicht, also darf ich hier, im direkten Umgang, auch jeden schlecht behandeln, auch wenn ich von ihm nur ein paar Sätze in einem Forum kenne.
            Das macht mir keinen Spaß. Drum lass ich’s bleiben.

          • Ich verstehe Ihren Post nicht.

            Sie haben gefragt: „Wenn man nun, wie ich, sich wünscht, dass mehr Mitte sei, was antwortet man dann Schülern, die Ärger über solche Vorfälle ausdrücken, oder ein fast bewundernden Referat zu Trump halten, weil der Wahlversprechen versucht einzulösen?“

            Darauf habe ich geantwortet.

        • @LetsMakeBildungGretAgain
          Die von Ihnen erwähnte Studie habe ich auch mit Interesse, aber wenig Überraschung, zur Kenntnis genommen.
          Sie bestätigt das, was viele bereits wussten oder ahnten, in der Öffentlichkeit aber kaum zu äußern wagten wegen der üblichen Diffamierung als böse Rechte und Fremdenhasser.

          Ein Artikel über die Haller-Studie:
          https://www.welt.de/politik/deutschland/article166815163/Studie-bemaengelt-unkritische-Berichterstattung-in-Fluechtlingskrise.html

          • Die deutschen Gefängnisse quellen über vor lauter Leuten, die die Flüchtlingspolitik kritisiert haben.

  11. @Bernd
    Quatsch!
    Die kritischen Betrachter der Flüchtlingspolitik wurden allerdings, u.a. von Ihnen hier bei n4t !!, in übelster Weise beschimpft und rechtsextremer Gesinnung beschuldigt, was Sie gern als „entlarven“ bezeichneten.
    Solche Verunglimpfungen genügen um einzuschüchtern und mundtot zu machen. Das weiß jeder.
    Das wissen auch Sie ganz genau, sonst hätten Sie und Co. sich dieser Ächtungsmethode nicht so genüsslich und hingebungsvoll gewidmet.

    • Genau. Wie’s dem Seehofer Horst und anderen Kritikern der Flüchtlingspolitik passiert ist. Schlimme Schicksale.

      Ich kann mich im Übrigen nicht an einen einzigen Beitrag erinnern, indem ich jemandem im Forum von N4t wegen Kritik an der Flüchtlingspolitik einer rechtsextremen Gesinnung beschuldigt hätte. Ich kann mich aber sehr wohl an einige Kommentatoren erinnern, die hier anonym Flüchtlinge und andere Migranten pauschal als Kriminelle oder Terroristen herabwürdigten oder mit einem Schießbefehl an der Grenze kokettierten, die Muslimen grundsätzlich integrationsunfähigkeit unterstellten oder die guten Seiten von Hitler diskutieren wollten – denen ich dann Rassismus und/oder rechtsextremistische Positionen vorgeworfen habe. Oh gott, die Armen. Wo es doch so viel Mut erforderte, dieses Gift anomym in ein öffentliches Forum zu pesten, äh, posten.

      Zwischen Hetze und Kritik zu unterscheiden, da hat Ihr Lager ja doch ein kleines Problem, gelle.

  12. Die ganz perfiden Lehrkräfte, die die AfD mundtot machen und vernichten wollen, laden übrigens wie in Meldorf (Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein) die AfD-Landtagskandidaten zu sich an die Schule ein. Da merken dann die Schüler auch ganz schnell, was für Kandidaten bei dieser Partei so möglich sind.

    Auf die Schülerfrage, wie er zur Homosexualität stehe, antwortete der AfD-Direktkandidat für Dithmarhschen-Süd: „Die Männer sollen sich ruhig weiter selbst gegenseitig in den Arsch ficken. Lesbenpornos sehe ich mir ganz gern an.“

    • LetsMakeBildungGreatAgain

      Also, sich so einen Einzelfall herauszunehmen, bringt doch nichts. Natürlich ist die Aussage des Kandidaten Unsinn und eine grobe Provokation.
      Aber im großen Ganzen hat die Bundesregierung keine Lösung für die Migrationsproblematik. In Afrika z.B. kommen jährlich 80Millionen Menschen zur Welt, ohne dass die Wirtschaft, wie z.B. in Asien, im gleichen Maße wächst. Das hat viele Gründe, die wir in Deutschland nicht beeinflussen können, und einige, die wir etwas bearbeiten können.
      Wenn dann weiterhin kategorisch eine Obergrenze abgelehnt wird, gerät der Sozialstaat in Gefahr, der ein wesentlicher Pfeiler des sozialen Friedens in Deutschland ist.
      Dann hilft auch eine kognitiv orientierte Pädagogik gegen Rechts nicht mehr viel. So wie die Amerikaner im Rustbelt Trump gewählt haben, können sich auch in Europa Wahlergebnisse verschieben.
      Mir wäre es lieber, die Politik würde sich den Aufgaben stellen.

      • Da ist es natürlich ein raffinierter Ansatz der AfD zur Lösung der globalen Flüchtlingskrise, Deutschland durch Nato-, EU- und Euro-Ausstieg, durch Grenzschließung (Exportnation!), durch Anbiederung ans autokratische Russland und durch Diskriminierung gesellschaftlicher Minderheiten so auf den Hund zu bringen, dass niemand mehr hierhin flüchten will. Und den Klimawandel löst die AfD gleich mit – indem sie beschließt, dass es den gar nicht gibt.

        • LetsMakeBildungGreatAgain

          Noch raffinierter ist der momentan durchgeführte Ansatz, zur Lösungen der Bevölkerungsexplosion einfach jeden in den Sozialstaat aufzunehmen, der das Wort Asyl aussprechen kann.
          Und anstatt 12 Syrern in Syrien mit dem gleichen Geld einem Menschen in Deutschland zu helfen. Wobei eine Integration in den Arbeitsmarkt nur beim kleineren Teil gelingt, während bei einem Aufbauprogramm im Nahen Osten die Menschen nicht die hohen kulturellen Hürden überwinden müssten.
          Auch ist festzuhalten, dass Exporte auch in Zeiten funktionierender Grenzkontrollen stattgefunden haben.

          • Syrern in Syrien helfen? Dort herrscht Krieg, was sie offenbar nicht mitbekommen haben.

            Integration in den Arbeitsmarkt? Ist schön, wenn’s klappt – muss aber nicht. Es handelt sich schließlich nicht um eine Einwanderung, die unter Kosten/Nutzen-Kalkül genehmigt worden wäre, sondern um humanitäre Hilfe.

            Es wird auch nicht jeder aufgenommen. Wie Sie vielleicht gemerkt haben, sind die Flüchtlingszahlen drastisch zurückgegangen. Netter Versuch, ein Thema von 2015 wieder aufzuwärmen. Ein anderes hat die AfD ja nicht.

            Kleiner ökonomischer Diskurs: Wie hoch waren die Arbeitslosenzahlen in Deutschland zu Zeiten fester Grenzkontrollen – und wie hoch sind sie heute?

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            In weiten Teilen Syriens herrscht kein Krieg. Es gibt Migranten, die dorthin in den Urlaub fahren.
            Bisher ist es so, dass die meisten bleiben. Es gab schon vor 2015 Ca. 0.5 Millionen Duldungen. Und wer bleibt, wird vom Sozialstaat finanziert, bis er einen Job findet, der zum Sozialsystem beiträgt.
            Der Failiennachzug beginnt Anfang 2018, da enden die Fristen. Abschiebungen nach Ablehnung ist selten, s.o.
            Das Kosten-Nutzen-Kalkül fehlt hinsichtlich der lokalen Kosten. Neben jedem Flüchtling muss man sich mindestens 10 weitere vorstellen, denen wir auf Grund der hohen Kosten hierzulande nicht mehr helfen können.
            Das Thema ist nicht gelöst und wird uns noch lange Jahre beschäftigen. Wenn die Krankenkassebeiträge steigen, die Renten sinken und Steuererhöhungen folgen, werden mehr Menschen die Auswirkungen spüren. Vielleicht täusche ich mich ja, aber bei der Schärfe, mit der Gehaltsfragen auch hier im Forum immer wieder diskutiert werden, endet da dann oft die Gelassenheit und die Bereitschaft, aus humanitären Gründen zurückzustecken.

          • Jaja, klar. Die Welt geht unter, weil Deutschland ein weltoffenes und hilfsbereites Land ist. Und die Syrer sonnen sich derweil am Strand von Syrien und verprassen ihre dicke Asyl-Kohle aus Deutschland. Noch mehr Märchen?

          • LetsMakeBildungGreatAgain

            Die Welt geht unter… habe Sie gesagt. Mir dies unterzuschieben und mir dann Märchenerzählung zu attestieren ist nicht gerade nett.
            Auch die anderen Übertreibungen werden Sie von mir nicht hören.

            Wussten Sie z.B. dass auf Grund der Kostenexplosion 1.5 Mrd. Aus der Krankenkassen- Reserve genommen werden, um Beitragserhöhungen zu kaschieren?

            http://www.shortnews.de/id/1204164/behandlung-von-fluechtlingen-erfordert-zugriff-auf-eiserne-reserve-des-gesundheitssystems

  13. Sehr geehrte/r LetsMakeBildungGreatAgain,

    News4teachers bietet Lesern ein Forum, um Diskussionen zu den Beiträgen zu ermöglichen – wir bieten kein Forum für Parteienwerbung oder Polit-Propaganda aller Art. Wenn Sie eine Diskussion zu den Kosten der Flüchtlingspolitik führen wollen, empfehlen wir Ihnen, dafür Portale mit ensprechenden Nachrichten zu nutzen.

    Mit freundlichem Gruß
    Die Redaktion

    • LetsMakeBildungGreatAgain

      Liebe Redaktion,
      tatsächlich bin ich mit dem letzten Post vom Thema des Artikels weggekommen.
      Mir ist klar geworden, dass es eine abstrakte Pädagogik gegen Rechts, oder für mehr Identifikation mit staatlichen Institutionen losgelöst von politischen Diskussionen kaum geben wird.
      Von daher halte ich den Artikel für einen guten Diskussionsanlass, die Lösungsvorschläge überzeugen mich jedoch nicht.

    • Mir ist nicht klar, warum wieder mal jemand, der mit sich Bernd auseinandersetzt, von der Redaktion zurechtgewiesen wird, obwohl ich auf seiner Seite mehr Höflichkeit und sachliche Argumentation sehe als bei Bernd oder Küstenfuchs.
      Die Redaktion schreibt an LetsMakeBildungGreatAgain: „…wir bieten kein Forum für Parteienwerbung oder Polit-Propaganda aller Art.“
      Dann möchte ich doch darum bitten, dass Bernd endlich mal zurechtgewiesen wird in seiner Hetze gegen eine zur Wahl stehende Partei und seine immer gleichen Anwürfe gegen Personen, die er meint, als deren Anhänger erkennen, attackieren und verunglimpfen zu müssen. Hetze gehört auch zur „Propaganda aller Art“ und ist sogar besonders übel.

      Wenn schon Kritik an Kommentarschreibern, dann bitte nach derselben Messlatte und keine Vorzugsbehandlung von Polit-Propaganda und sogar Unflätigkeit, die genehm ist, weil sie der politischen Einstellung der Redaktion entgegenkommt. Anders ist die redaktionelle Unausgewogenheit nicht zu erklären. Die Begründung, dass n4t kein Forum für Parteienwerbung oder Polit-Propaganda aller Art sei, ist doch ein Witz angesichts des unübersehbar parteiischen Verhaltens der Redaktion.

  14. Liebe Redaktion,

    so nachvollziehbar ich Ihren Einwurf finde – wir kommen doch langsam mal auf einen Punkt. „LetsMakeBildungGreatAgain“ vertritt hier AfD-Positionen. Offenbar gehört er dieser Partei an und versucht, Wahlkampf zu machen. Der erschöpft sich allerdings in einer trostlosen Neiddebatte („wer bleibt, wird vom Sozialstaat finanziert“), in haltlosen und nicht belegten Behauptungen, mit denen Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund diskreditiert werden sollen („es gibt Migranten, die nach Syrien in den Urlaub fahren“) und in Weltuntergangsszenarien („zur Lösungen der Bevölkerungsexplosion einfach jeden in den Sozialstaat aufzunehmen, der das Wort Asyl aussprechen kann“).

    Konstruktive Lösungsansätze? Null. Trotz des moderaten Tons offenbart sich in der Argumentation die ganze Tristesse der AfD-Ideen. Kein Wunder, dass diese Truppe außerhalb abgeschiedener Gegenden in Ostdeutschland kaum jemand mehr wählen will – mit Ach und Krach werden sie’s wohl in den Bundestag schaffen, aber spätestens dort werden sich die Rechtspopuilisten so blamieren, dass man sich schon richtig auf die Auftritte dort freuen kann. Nach Umfragen im vergangenen Jahr hieß es: „AfD-Wähler halten eigene Partei für inkompetent“ – was soll man dem hinzufügen?

    • LetsMakeBildungGreatAgain

      @Bernd
      Die Flüchtlinge erhalten Sozialleistungen, bis sie etwas beitragen können. Das neide ich ihnen nicht, das ist notwendig.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article158049400/Fluechtlinge-machen-Urlaub-wo-sie-angeblich-verfolgt-werden.html

      Wieder schieben sie mir Aussagen unter, diesmal indem sie eine ironische Replik als Weltuntergangsszenario etikettieren.

      Konstruktiv sehe ich meinen Versuch, einigermaßen sachlich und höflich zu diskutieren. Wenn ich die Lösung für die Migrationsproblematik hätte, oder eine einfache Idee, die geringe Identifikation vieler Jugendlicher mit dem Gemeinwesen zu verbessern, würde ich nicht zögern, sie hier und anderswo kund zu tun.
      Statt dessen hinterlassen mich diese Fragen ratlos.

      Alles Gute.

      • Sie wollen sachlich diskutieren? Was soll denn dann diese Geschichte mit den angeblich in ihrer Heimat urlaubenden Flüchtlingen? Der „Welt“-Beitrag nennt keine Zahlen – wieviel Flüchtlinge sollen das denn gewesen sein?Zwei? Drei? Dass unter einer Million Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen, auch Gauner und Terroristen waren, die die Situation ausgenutzt haben, bestreitet doch niemand. Und unter Umständen gibt es auch durchaus ehrenhafte Gründe für eine kurzzeitige und gefährliche Rückreise – wenn ein enges Familienmitglied im Sterben liegt beispielsweise.

        Sachlich und höflich diskutieren? Ja, Ihr Ton ist moderat – in der Sache aber folgen Sie dem üblichen AfD-Muster: Mit Dreck schmeißen, etwas davon wird schon kleben bleiben.

        Wenn Sie konstruktiv über die Themen von Rechtspopulisten diskutieren wollen – wie wären denn folgende: Welche Alternativen zur Politik der Bundesregierung in Sachen Asyl scblagen Sie denn vor? Wie steht’s mit Europa und dem Euro – soll Deutschland austreten? Hat Höcke Ihrer Meinung nach Recht, dass Hitler nicht nur schlechte Seiten hatte? Machen die Schulen deutsche Geschichte „mies und lächerlich“, wie die AfD meint? Überhaupt: Wie stellen Sie sich die Zukunft Deutschlands vor – ökonomisch, ökologisch, sozial und in Europa? „Dagegen sein“ ist ja noch kein Programm.

        Und, um auf den Beitrag oben und Ihren Kommentar dazu einzugehen: Die Errungenschaften eines freien und rechtsstaatlichen Deutschlands nach 1945 in der Schule stärker zu thematisieren, halten Sie für „nicht überzeugend“ – was denn dann? Ich sehe in vielen Schulen, die ihre Schüler in Demokratieprojekten zu mehr Mitwirkung bringen, hervorragende Ansätze.

        • Richtig: „Dagegen sein ist ja noch kein Programm.“ Das gilt auch für Sie.
          Darum hören Sie endlich auf mit dem öden Wettern gegen die AfD und der Beschimpfung von Kommentarschreibern, deren Meinung Ihnen missfällt!
          Das passt zu einem weiteren Ihrer Sätze: „Mit Dreck schmeißen, etwas davon wird schon kleben bleiben.“

          • Bei mir reicht es, gegen Rechtspopulisten anzuschreiben – ich stelle mich ja nicht zur Wahl wie die Gruselclowns von der AfD.

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