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Ausgerechnet! CSU-Frauenunion fordert Rechtsanspruch auf Ganztagsschule – Bayern liegt beim Ganztag hinten

MÜNCHEN. Die CSU-Frauenunion fordert einen Rechtsanspruch für Ganztagsangebote an Grundschulen. Zwar sei dies eine kommunale Aufgabe. Wie bei dem vom Bund beschlossenen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz müsse aber auch vom Bund eine finanzielle Unterstützung erfolgen, sagte die Spitzenkandidatin der CSU-Frauenunion für die Bundestagswahl, Astrid Freudenstein, in München. Laut einer repräsentativen Elternbefragung des Deutschen Jugendinstituts haben etwa 44 Prozent aller Grundschulkinder kein Betreuungsangebot nach dem Unterricht.

Zu wenige Ganztagsplätze für Grundschüler – Barley will Rechtsanspruch. Aber: Was ist mit der Qualität?

Nachdem die Eltern bis zur Kindergartenzeit ihre Arbeitszeiten gut planen könnten, gebe es in der Grundschule oft Probleme, weil die Schule schon am späten Vormittag zu Ende sei, betonte die Vorsitzende der CSU-Frauenunion, Parteivize Angelika Niebler. Für rund 280.000 Kinder an den Grundschulen im Bundesgebiet gebe es bisher keine Ganztagsangebote. Bayern ist laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung 2017 weiterhin Schlusslicht beim Ganztag. Während in Hamburg 88 Prozent und in Sachsen 80 Prozent der Schüler eine Ganztagsschule besuchten, sind es im Freistaat nur 15 Prozent. Der Ausbau sei „bedarfsgerecht“ und spiegele die Nachfrage vor Ort wider, heißt es im CSU-geführten bayerischen Kultusministerium.

Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) hatte Anfang der Woche einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz in der Grundschule gefordert. N4t / mit Material der dpa

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